Montag, 22. November 2010

26. Oktober von Cervantes nach Geraldton

 

Die erste Nacht gut in unserem gemachten Nest verbracht, konnte es nach einem leckeren Fruehstueck ( bei dem Einkauf vom Vortag gab es ein 1kg Nutellaglas aus dem Angebot J ) los gehen. Es waren 16 km bis zum Nambung Nationalpark und den Pinnacles.

Dort angekommen gingen wir erst mal die Strecke zu Fuss durch den Park, aber nach einer Weile war Stefan so von den Fliegen genervt, dass wir das Auto vorzogen. Man muss zu den Fliegen in Australien sagen, dass sie anders sind als die in Deutschland. Die Groesse ist gleich aber sie sind viel viel schlimmer, denn sie sind total penetrant!!! Sie fliegen einem grundsaetzlich ins Gesischt und suchen sofort den Weg zu Nase, Ohren, Augen oder Mund. Und mit einem einfach Haendewedeln lassen sie sich nicht vertreiben. Hat man sie aus dem Gesischt endlich verscheucht sitzen sie 2 Sekunden spaeter wieder an der gleichen Stelle...

Wir fuhren also die Sandpiste durch den Park mit dem Auto und an den Stellen die uns gefielen stiegen wir aus machten in Windeseile ein Foto und stiegen wieder ins Auto.

Die Pinnacles sind bis zu 4 Meter hohe Kalksteinnadeln die durch jahrtausendelange Zusammenspiele von Wind, Regen und Temperaturen entstanden sind. Sie sind ueber mehrere km in verschiedenen Groessen und Farben verstreut. Faehrt man durch den Park hat man das Gefuehl auf einem anderen Planeten zu sein.

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Im Vergleich der weisse Strandsand im Hintergrund…

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Dann ging die Fahrt weiter Richtung Norden.

Gut das wir nicht schnell waren, denn vor uns huepfte ein Kangoroo ueber die Strasse…

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Vor uns war wohl einer nicht so langsam…

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Die liegenden Baeume, eine Eucalypusart die sich den Wetterverhaeltnissen angepasst hat. Durch den staendigen Sturm (Wind kann man das kaum nennen) wachsen sie einfach auf dem Boden entlang…

 

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KM: 500 Geraldton

Wir erreichten Geraldton. Diese Stadt ist mit seinen 20.000 Einwohnern schon etwas groesser. Geraldton ist inzwischen der groesste Exporthafen in der Midwestregion, und das sieht man auch...auf den Kais werden Getreide, Mineralsand, Gemuese und Fleisch des ganzen Westens verladen...

Wir stellten den Camper auf dem Campingpkatz ab und machten uns zu Fuss (denn es sollten angeblich nur 2 km sein, aber es waren in Wirklichkeit mindestens das Doppelte) auf den Weg in die Stadt...der Weg zog sich unendlich weit und bei dem Gedanken den ganzen Weg wieder zurueck zu muessen haette ich kotzen koennen.

 

Angekommen bummelten wir ein wenig durch die Strassen, die etwas ausgestorben wirkten, und nutzten das freie WIFI der Stadtbibliothek. Dort konnten wir uns erst mal von dem Marsch erholen, bevor wir dann den ganzen Weg wieder zurueck mussten.

Der Leuchtturm von Geraldtonn…

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25. Oktober Cervantes

 

Um 10 Uhr waren wir puenktlich bei dem Autoverleih. Allerdings dauerte es noch 1 ½ Stunden bis wir starten konnten, samt Anmeldung, Startervideo ansehen und Maengel am Camper dokumentieren...aber dann ging es los.

Unser Schaetzchen…

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Da Stefan seit seinem Unfall vor ein paar Jahren nicht mehr gefahren war, entschieden wir uns, dass ich erst einmal als Fahrerin fungiere.

Wir cruisten los, aber erst einmal musste ich mich umgewoehnen, da ich auf der anderen Seite sass, mit links schalten und auch auf der anderen Seite fahren musste...

Ein paar Strassen weiter legten wir einen Stopp ein und machten einen riesen Einkauf…

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Dann ging es los, erst mal hiess es irgendwie aus Perth raus und auf den richtigen Highway kommen. Das kostete uns schon eine ganze Stunde...aber dann ging es auf den Highway Nr.1 immer weiter Richtung Norden.

Einfach immer gerade aus Smile

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KM: 300 Cervantes

die ersten km heile hinter uns gebracht, kamen wir schliesslich in Cervantes an. Ein sehr kleiner ueberschaubarer Ort, wo wir gleich den Campingplatz fanden. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und bot uns gleich einen Platz mit Meerblick an. Also parkten wir den Camper und packten die zwei Gaskochplatten aus. Unser erstes Gericht auf der Reise war einfach, Nudeln mit Tomatensosse...wir sassen also da auf unseren Campingstuehlen mit dem Blick aufs Meer und liessen uns die Nudeln schmecken...das Gefuehl von Freiheit Smile

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In der ersten Nacht war es richtig frisch, so dass wir froh waren dicke Bettwaesche zu haben...das erste mal seit Wochen...

23. und 24. Oktober Perth

23. Oktober

In den letzten Tagen verzweifelte Stefan mit seiner Kamera, da sie eine Truebung auf der Linse hatte, und auf allen Fotos deshalb ein Fleck zu sehen war. Also machten wir uns auf den Weg in die Stadt um eine neue zu kaufen.

Danach trafen wir uns mit Ines und Rainer (die wir schon in Thailand kennengelernt hatten). Wir gingen erst zum Inder lecker was essen und sassen dann eine Weile im Park auf dem Rasen. Im Hintergrund trommelte eine Gruppe, zeitweise war die Unterhaltung etwas schwierig.

24. Oktober

Wir chillten den ganzen Tag. Aber zwischendurch machten wir einen Abstecher ins Museum und sassen lange im Park waehrend hinter uns einer Saxophon spielte...

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In dem Museum gab es eine eigene Abteilung ueber die Geschichte der Aboriginies. Das war super interessant und ich haette mich noch ewig dort aufhalten koennen

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22. Oktober Fremantle

 

Am Bahnhof kauften wir uns ein Tagesticket und fuhren erstmal bis nach Fremantle.

Dort angekommen erreichten wir gleich eine gelbe CAT und fuhren die ganze Strecke durch die Stadt und am Hafen entlang. Danach gingen wir durch die Stadt. In einer der Seitenstrassen fand ich gleich den Laden wieder in dem ich mir vor 2 Jahren mein Didgeridoo gekauft hatte Smile

Wir liefen durch die ganzen schoenen Seitenstrassen, mit ihren wunderschoenen gut erhaltenen Haeusern im alten Kolonialstil...echt schoen, wir sassen lange auf einer Bank, gegenueber auf der anderen Strassenseite fing ein Aboriginie an Didgeridoo zu spielen...

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Die KVB koennte sich echt mal ein Beispiel an den Bahnen hier nehmen. Bahn fahren hier ist echt angenehm und vor allem gibt es funktionierende Klimaanlagen Smile

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Nachdem wir das meiste von Fremantle gesehen hatten fuhren wir ein paar Stationen weiter zum Cottesloe Beach. Und als waere der Wettergott auf unserer Seite klarte der Himmel voellig auf, bis keine Wolke mehr zu sehen war. Wir sassen sehr lange am Strand, allerdings war der Wind noch recht frisch, und  somit noch zu kalt zum baden..nur ein paar Einheimische waren im Wasser.

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Wir gingen noch eine Weile die Strandpromenade entlang bis wir wieder nach Hause fuhren...

20. und 21.Oktober

 

Da es den ganzen Tag regnete, schlenderten wir etwas durch die Laeden...dort bekam ich dann endlich meine Prepaidkarte. Damit ist telefonieren nach Deutschland sehr guenstig ( 3,5 Cent die Minute und die SMS 10 cent)

Dann kauften wir bei Woolworth unsere Essensvorraete fuer die naechsten Tage, Stefan entdeckte dabei stark reduziertes Kangoroofleisch, da musste er doch gleich zugreifen. Eigentlich dachte ich dabei an das suesse Kangoroo und wollte es gar nicht erst probieren aber wenig spaeter sah es dann auch anders aus.

Als wir zu Hause waren kaempften wir uns wieder in die Kueche, wir bruzelten ein echt tolles Essen mit Kangoroofleisch, Kartoffeln und Baked Beans...ob ihr es glaubt oder nicht aber das schmeckte wie Weihnachten...seitdem sucht Stefan in jedem Supermarkt nach Kangoroofleisch...

21. Oktober

Da unsere Jobsuche bisher erfolglos war, machten wir uns erst einmal auf den Weg zum Amt um unsere Steuernummer zu beantragen. Da diese wohl 6 bis 28 Tage benoetigt entschieden wir uns erst einmal zu reisen und dann die letzten 3 Wochen in Perth zu arbeiten, anstatt andersrum.

Zu Hause rechneten wir hin und her welche Moeglichkeit am guenstigsten ist. Da aber die Greyhoundbusverbindung an der Westkueste sehr schlecht ist und man die ganzen schoenen Sachen nicht sieht entschieden wir uns fuer einen Camper und reservierten gleich einen uebers Internet.

Gut, wir hatten jetzt einen groben Plan und konnten so noch die letzten Tage in Perth geniessen, ohne stressige Jobsuche.

Endlich war das Wetter auch wieder schoener. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt und von dort aus zur Blue CAT. Die CAT Linie ist in Australien einzigartig, es gibt 4 verschiedene, sortiert nach Farben, rote, gelbe, gruene und blaue CAT. Die gelbe CAT faehrt in Fremantle und die anderen in Perth, und das einzigartige an dieser Buslinie ist, dass sie nichts kostet...ja richtig... einsteigen, fahren und nichts bezahlen, das sollten sie mal in Koeln einfuehren...die gelbe KVB . Smile

Wir fuhren also mit der CAT bis zum Kingspark, dort verbrachten wir den ganzen Nachmittag...tolles Wetter, schoene Aussischt ueber Perth...toller Tag!

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