Die erste Nacht gut in unserem gemachten Nest verbracht, konnte es nach einem leckeren Fruehstueck ( bei dem Einkauf vom Vortag gab es ein 1kg Nutellaglas aus dem Angebot J ) los gehen. Es waren 16 km bis zum Nambung Nationalpark und den Pinnacles.
Dort angekommen gingen wir erst mal die Strecke zu Fuss durch den Park, aber nach einer Weile war Stefan so von den Fliegen genervt, dass wir das Auto vorzogen. Man muss zu den Fliegen in Australien sagen, dass sie anders sind als die in Deutschland. Die Groesse ist gleich aber sie sind viel viel schlimmer, denn sie sind total penetrant!!! Sie fliegen einem grundsaetzlich ins Gesischt und suchen sofort den Weg zu Nase, Ohren, Augen oder Mund. Und mit einem einfach Haendewedeln lassen sie sich nicht vertreiben. Hat man sie aus dem Gesischt endlich verscheucht sitzen sie 2 Sekunden spaeter wieder an der gleichen Stelle...
Wir fuhren also die Sandpiste durch den Park mit dem Auto und an den Stellen die uns gefielen stiegen wir aus machten in Windeseile ein Foto und stiegen wieder ins Auto.
Die Pinnacles sind bis zu 4 Meter hohe Kalksteinnadeln die durch jahrtausendelange Zusammenspiele von Wind, Regen und Temperaturen entstanden sind. Sie sind ueber mehrere km in verschiedenen Groessen und Farben verstreut. Faehrt man durch den Park hat man das Gefuehl auf einem anderen Planeten zu sein.
Im Vergleich der weisse Strandsand im Hintergrund…
Dann ging die Fahrt weiter Richtung Norden.
Gut das wir nicht schnell waren, denn vor uns huepfte ein Kangoroo ueber die Strasse…
Vor uns war wohl einer nicht so langsam…
Die liegenden Baeume, eine Eucalypusart die sich den Wetterverhaeltnissen angepasst hat. Durch den staendigen Sturm (Wind kann man das kaum nennen) wachsen sie einfach auf dem Boden entlang…
KM: 500 Geraldton
Wir erreichten Geraldton. Diese Stadt ist mit seinen 20.000 Einwohnern schon etwas groesser. Geraldton ist inzwischen der groesste Exporthafen in der Midwestregion, und das sieht man auch...auf den Kais werden Getreide, Mineralsand, Gemuese und Fleisch des ganzen Westens verladen...
Wir stellten den Camper auf dem Campingpkatz ab und machten uns zu Fuss (denn es sollten angeblich nur 2 km sein, aber es waren in Wirklichkeit mindestens das Doppelte) auf den Weg in die Stadt...der Weg zog sich unendlich weit und bei dem Gedanken den ganzen Weg wieder zurueck zu muessen haette ich kotzen koennen.
Angekommen bummelten wir ein wenig durch die Strassen, die etwas ausgestorben wirkten, und nutzten das freie WIFI der Stadtbibliothek. Dort konnten wir uns erst mal von dem Marsch erholen, bevor wir dann den ganzen Weg wieder zurueck mussten.
Der Leuchtturm von Geraldtonn…