Sonntag, 26. Dezember 2010

17. Dezember Melbourne

 

Wir checkten aus und ein Shuttlebus brachte uns und einige andere Gaeste zum Flughafen.

Auf demWeg  zum Flughafen fuhren wir an der  Station der “Royal Flying Doctors” vorbei.

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Nach einem etwas holprigen Flug landeten wir dann aber doch heile in Melbourne. Dort erwarteten uns kalte 19 Grad und schwarze Wolken…Uuuuahhhhhh…wir fingen gleich an zu frieren.

Wir hatten wieder die Wahl zwischen Shuttlebus und Taxi, in unserem Fall machte es fuer zwei Personen allerdings keinen Unterschied, also entschieden wir uns fuer das bequemere, dem Taxi…erstmal bis in die Stadt.

Dabei erwischten wir wohl das angenehmste Taxi…der muslimische Fahrer hatte seine “Sirenenmusik” so laut das wir dachten uns wuerden hinten die Ohren abfallen…

Als wir nach 10 Minuten in der Stadt ankamen staunten wir nicht schlecht als auf dem Taximeter eine 41 stand!!! Wir waren doch nur 10 Minuten unterwegs????!!!!

Der Taxifahrer drehte sich um und meinte es mache dann 50 Dollar! Bitte? Wir sagten ihm auf dem Taximeter staenden bloss 41! Doch dann sagte er wir sollten neben uns an die Scheibe schauen (wo ungefaehr 5 kleine Zettel hingen ueber unzaehlige Gebuehren) und erklaerte uns, 4 Dollar Gebuehren fuer die Autobahn, 3 Dollar Flughafengebuehren und 2 Dollar Parkgebuehren in der Stadt!!!! Na Glueckwunsch!!!!

Dann mussten wir in dem ganzen Menschenchaos die richtige Tram (Strassenbahn) finden. Doch die Karten waren so bloed und unuebersichtlich, dass wir anstatt in die 75 in die falsche die Nr  70 stiegen.

So gelangten wir an das falsche Ende der Churchstreet  und mussten noch ungefaehr 1,5 km voll bepackt die ganze Strasse entlang laufen.

Auf halber Strecke kamen wir an einem Mc Donalds vorbei. Der kam wie gerufen und wir goennten uns erst mal eine Pause und einen Burger.

Zwei Nebenstrassen weiter waren wir dann auch schon da. Das Hostel sah von aussen super heruntergekommen aus und nicht so schoen wie auf den Bildern im Internet. An der Rezeption fanden wir niemanden, also warteten wir….und warteten….etwa 20 Minuten spaeter kam eine der Bewohner und checkte uns ein. Keiner wusste so genau wo sich der Besitzer befand. Aber unser Glueck war, dass sie sich mit dem Preis fuer unser Zimmer vertan hatte, so zahlten wir fuer die gebuchte Woche den Preis fuer einen 6 Bett Schlaafsaal und nicht fuer ein Doppelzimmer Smile

Als wir dann aber unser Zimmer und das Bad sahen traf uns der Schlag. Alles schmutzig und heruntergekommen. Unser Zimmer mussten wir erst mal lueften und im Waschbecken befanden sich noch die Haare von den Vorgaengern, die Bettwaesche roch mueffelig. Aber das Bad war noch spannender, die Groesse von einer Abstellkammer, der Schimmel an der Decke wuchs einem schon entgegen, voellig ueberfuellte Muelleimer und Toilettenpapier und Wattestaebchen auf dem Boden verteilt. Was sich dort so im Waschbecken befand moechte ich nicht weiter erlaeeutern.

Wie gut, dass wir unser eigenes Waschbecken  hatten, und nach einer gruendlichen Reinigung konnte man es auch wieder benutzen.

16. Dezember Alice Springs

 

Wir nutzten den Wasserschlauch an dem Campingplatz um den Wagen noch von dem ganzen Matsch zu entfernen, tankten ihn an der naechsten Tankstelle voll und suchten einen Laden wo wir die Gasflasche wieder auffuellen konnten.

Das bloede an den Campern ist, dass man eine riesen Gasflasche hat und bevor man sie zurueck  gibt muss man diese wieder voellig auffuellen. Allerdings muss man immer fuer eine volle Flasche zahlen, auch wenn man sie nur paar mal benutzt hat und die Flasche nicht mal halb leer ist. Man muss immer 35 Dollar zahlen.

Wir fanden recht schnell einen grossen Laden zum auffuellen der Flasche. Als wir auf den Hof fuhren sah ich in der Ecke eine grosse Bartagame ( Echsenart) sitzen. Gleich stieg ich aus dem Auto und ging vorsichtig mit der Kamera auf sie zu. Dann kam eine Dame aus dem Laden und meinte, dass diese Echse oft dort sitze und eigentlich sehr zutraulich sei. Manchmal wuerde sie sich sogar streicheln lassen.

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Ich machte gleich ein paar Fotos und dann widmeten wir uns wieder der eigentlichen Sache, der Gasflasche. Ein Mann kam aus dem Laden und nahm die Flasche mit, nach ein paar Minuten kam er zurueck und meinte sie sei noch so gut wie voll und wir braeuchten nichts zahlen…cool 35 Dollar gespart….

Dann hielten wir kurz an unserem neuen Hostel und luden schon mal das ganze Gepaeck ab.

Anschliessend fuhren wir Richtung Autovermietung, auf dem Weg machten wir aber noch einen kurzen Halt an der “School of  the Air”.

Da in Australien manche Kinder weit entfernt von den naechsten Orten auf einer Farm im Outback aufwachsen, hatten sie frueher  keine Chance eine Schule zu besuchen. Waehrend anfaenglich die ersten Kinder ueber Funkgeraet unterrichtet wurden, ist es heute hingegen sehr modern. Alle Kinder sitzen vor einem Computer mit Kamera zu Hause und sind mit andern Kindern und Lehrern verbunden. Also genauso wie bei uns nur dass sie nicht in einem Klassenraum zusammen sitzen sondern zu Hause. Die Kinder einer Klasse sind zum Teil ueber 1,3 Millionen qkm verstreut.

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Danach fuhren wir zu der Autovermietung und gaben den Camper ab. Dann mussten wir knapp 5 km zu Fuss laufen um zu unserem Hostel zu gelangen. Als wir allerdings gerade auf dem Weg waren fiel mir ein, dass wir noch einen Zweitschluessel fuer den Camper besassen, der aber noch in meiner Handtasche im Hostel lag…aber es war der Dame gar nicht aufgefallen…wir lachten und dachten an ein nettes Erinnerungsstueck und gingen weiter Smile     

Doch kaum 10 Minuten spaeter hielt neben uns ein Auto, wir freuten uns schon und dachten es sei jemand der uns vielleicht mit in die Stadt nehmen wollte ( es war echt ein gutes Stueck zu laufen).

Doch als ich in das Auto sah, sass dort die Dame von der Autovermietung…sie fragte nach dem Autoschluessel, es sei ihr eben erst nicht aufgefallen, aber der zweite wuerde fehlen.

Wir taten erst ganz ueberrascht, aber dann sagte ich ihr, dass es mir wieder einfiele und dass er sich noch in meiner Tasche in dem Hostel befinde…und schaute etwas verzweifelt. Da sagte die Dame wir sollten einsteigen und fuhr mit uns zu dem Hostel. Ich kramte dort den Schluessel raus, gab ihn ihr und entschuldigte mich nochmals.

Als sie ausser Reichweite war bekamen wir beide einen Lachanfall, so hatte der vergessene Schluessel etwas Gutes, die Dame hatte uns umsonst die 5km nach Hause gefahren….Hihihi…haette in Deutschland auch keiner gemacht. Was fuer ein Glueckstag!

Dann bekamen wir unser neues Doppelzimmer…die ganze Hostelanlage war echt schoen, mit Pool und einem grossen Garten. Unser  ”Zimmer” war ein ganzer Wohnwagen. Von innen riesig, sogar mit eigenem Kuehlschrank. Davor stand ein Tisch mit 3 Stuehlen und eine Marquise fuer Schatten…echt schoen.

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