Dienstag, 12. April 2011

12. Maerz Der Tag nach der Aufregung

 

Zwar gab es immer noch Nachbeben und damit immer noch die Gefahr eines Tsunamis aber ich hatte erstmal nicht mehr so viel Angst und wir konnten nach einem Fruehstueck ab 10 Uhr morgens endlich fuer 2 Stunden die Augen zu machen. Da es ab mittags unertraeglich heiss im Zimmer wurde, standen wir bereits um 12 wieder auf und setzten uns wieder vor den TV um alle Neuigkeiten zu erfahren . Zum Glueck ist Stefan waehrend der gesamten Evakuation sehr entspannt und locker geblieben und hat mich dadurch immer ein klein wenig beruhigen koennen.

So langsam fragen wir uns wieviele Schutzengel wir noch haben…sie leisten auf jedenfall grosse Arbeit!!!

Den Rest des Tages versuchten wir uns im Pool ein wenig Abkuehlung zu schaffen, spielten ein paar Runden Billiard und versuchten nicht immer auf die Nachrichten zu schauen.

Wir hatten fuer den kommenden Tag die naechste Inseltour gebucht und irgendwie fuehlte ich mich nicht sehr wohl bei dem Gedanken, nachdem die Ereignisse in Japan sich immer mehr verschlimmerten und wir auf den Inseln keinerlei Kontakt zur Aussenwelt haben wuerden.

Doch auch Stevie beruhigte mich und alle sagten wir sollen ruhig fahren. Im Falle eines neuen Tsunamis wuerde es auch auf den kleinen Inseln sehr hohe Berge geben und man wuerde uns auch dort evakuieren. So war ich fuer den Tag etwas beruhigter und konnte das schoene Wetter geniessen…

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11. Maerz Tsunami Evakuation

 

Am naechsten Morgen liessen wir uns von einem der Angestellten in die Stadt fahren.

Diesmal waren wir schon vorbereitet und liessen uns weiterhin bei niemandem auf ein Gespraech ein. Ein freundliches Bula und weiter ging’s. Diesmal kam es uns auch nicht ganz so anstrengend vor.

Dann kauften wir noch im Supermarkt ein paar Essensvorraete und in einem Kleiderladen noch ein paar neue Sachen ein die recht guenstig waren.

Anschliessend gingen wir in die Baeckerei vom letzten mal und liessen uns noch ein zweites kleines Fruehstueck schmecken.

Hinduthempel in der Stadt…

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Nachdem wir die weiteren Strassen abgeklappert hatten, hatten wir auch genug und liessen uns wieder zurueck fahren.

Zu Hause huepften wir erst mal in den kuehlen Pool. Dann setzten wir uns an den Tisch, wo im Hintergrund CNN der Nachrichtensender lief. Sie brachten die neuesten Meldungen, dass erst vor ein paar Minuten in Japan ein schweres Erdbeben gewesen war und gerade eine riesen Tsunamiwelle ueber das Land rollte. Die Bilder waren grausam und beaengstigend und jedem von uns verschlug es den Atem.

Inzwischen kamen Stevie, die Besitzerin des Hostels mit ihren beiden Kindern Boogie und Mahina ( 9 und 8 Jahre), einige ihrer Freunde und alle Angestellten dazu.

Nach einiger Zeit sahen wir, dass die Experten eine Tsunami Warnung fuer den gesamten Pazifikraum herausgaben, wozu auch wir zaehlten. Ein fieses Gefuehl zog durch meine Magengegend und ich fing an Angst zu bekommen. Wir sassen also den gesamten Nachmittag bis spaet in die Nacht vor dem TV und warteten immer wieder auf neue Informationen.

Die Welle sollte gegen 3 Uhr in der Nacht auf Fiji treffen und nachdem Experten sich im TV schon gegenseitig hochpuschten sprachen sie schon von einer 30 Meter hohen Welle, die alle kleinen Inseln wegspuehlen wuerde…meine Angst fing an sich in Panik zu verwandeln und ich hatte staendig diese schlimmen Bilder vor Augen…es war wirklich nicht schoen.

Irgendwann setzte ich mich auf unsere Veranda um nicht staendig auf diese schlimmen Bilder sehen zu muessen, als Boogie auf mich zukam. Man merkte deutlich, dass er ohne Vater aufwuchs und versuchte in der Familie die Maennerrolle zu spielen. Er war immer der coole mit seinen 9 Jahren und schien vor nichts und niemanden Angst zu haben… das Gegenteil von seiner Schwester.

Er sagte zu mir, dass er nicht wisse ob die Welle komme oder nicht, wir sollten doch fuer den Fall dass sie kaeme unsere wichtigsten Sachen in eine kleine Tasche packen und bereit sein. Er haette keine Angst, aber was ihn traurig mache sei das Schicksal seiner 5 Hunde, die er zuruecklassen muesse. Dann ging er und ich hatte an meinem ganzen Koerper Gaensehaut. Ich heulte wie eine kleine 3 jaehrige und der Junge stand mit seinen 9 Jahren vor mir als haette er vor nichts Angst!

Dann in der Nacht ging es ploetzlich sehr schnell. Wir sassen noch vor dem TV waehrend sich bis auf 1 Angestellter alle hingelegt hatten. Um 2 Uhr fuhr ein Auto der Army mit lauten  Alarm durch die Strassen und forderte alle Leute auf sich auf eine hohe Stelle auf der Insel zu begeben. Auch unsere Handys zeigten auf dem Display ploetzlich  “Tsunami Allert’’ an.

Wir waren ausser einem Maedchen aus England die einzigen Gaeste. Wir nahmen also die vorher bereits gepackten wichtigsten Sachen und fuhren alle in dem kleinen Minibus der Hostelbesitzerin los. Nebenan gab es ein riesen Hotel wo unzaehlige Gaeste vor der Tuer standen und auf ein Taxi warteten, dass sie zu einer sicheren Stelle bringen sollte, denn das Hotel kuemmerte sich nicht darum. Die Angestellten waren bereits weg…unfassbar!!!

Wir hielten genau am Strand, dort wo ich zu der Zeit am allerwenigsten sein wollte. Stevies Bruder befand sich dort und weigerte sich mitzukommen.
Sie wurde boese und schrie ihn an, hatte aber keine Chance. Er wollte an dem Strand wie einige andere Einheimische sitzen bleiben und auf die Welle warten.

Die meisten Leute auf Fiji gehoeren einer Form der Christen an, die daran glauben, dass 2012 die Welt untergeht. Angeblich haben im 17.ten Jahrhundert 4 verschiedene Frauen auf 4 verschiedenen Kontinenten die gleiche Eingebung gehabt. Sie sagten voraus, dass 2012 das Ende naht und vorher die Welt mit Naturkatastrophen wie schweren Erdbeben, Tsunamis, Ueberflutungen und auch Krieg  heimgesucht werde. Also sei das nun alles der Anfang. Viele sagten, sie wuerden lieber am Strand sitzen bleiben und auf das Ende mit der Welle warten.

Im Normalfall lache ich ueber solche Aussagen, denn viele Leute haben bereits das Ende voraus gesagt, aber in solch einer Situation, wenn man selber so unter Angst steht macht es das nicht gerade besser.

Wir fuhren also los, inzwischen war es bereits fast halb 3. Wir hielten auf einem kleinen Berg wo sonst niemand war und mich nicht wirklich beruhigte, da wir gleich aufs Meer sehen konnten. Also im Falle einer hohen Welle waeren wir nicht sicher gewesen.

Da bekam ich noch mehr Panik und dem Maedel aus England schien es da nicht besser zu gehen. Auf unsere Bitte hin doch an eine andere Stelle zu fahren, entschied sich Stevie zur Armystation zu fahren. Dort waren nicht nur Einheimische sondern auch fast alle anderen Touristen. Wie in den  Bildern, die man aus dem Fernsehen kannte lagen dort unzaehlige Menschen in einer grossen Sporthalle  auf dem Boden verstreut.

Dort waren wir zwar immer noch nicht sehr hoch, aber ein Wachmann sagte im Falle einer Riesenwelle haetten sie von dort aus genuegend Zeit uns auf einen hoeheren Berg zu bringen.

Irgendwie waren nur wir, die Touristen diejenigen, die Angst zu haben schienen. Die meisten Leute blieben zu Hause in ihren Haeusern oder feierten ausgiebig in der offenen gegenueberliegenden Disco. Viele waren bereits so betrunken, dass sie nicht mal mehr stehen konnten. Das war fuer uns unfassbar, denn im Notfall haetten sie nicht mehr weit geschweige denn  schnell laufen koenen.

Ein Wachmann und Stevie erklaerten uns, dass es auf Fiji noch nie einen Tsunami gegeben haette und die Menschen auch nicht daran glaubten, dass es noch einen geben werde, da um die gesamte Insel ein riesen grosses Great Barrier Reef liegt, das vom All aus wie ein weisser Ring um die Insel leuchtet. Im Falle einer hohen Welle wuerde diese bereits auf das Reef brechen bevor sie aufs Festland trifft und eine Welle deutlich abflachen. Das beruhigte mich ein wenig…

So sassen wir alle draussen auf dem Boden und warteten…das war eingentlich das Schlimmste….das Warten!

Es wurde 3 Uhr und nichts passierte…Stefan hatte zum Glueck seinen Mp3 Player mit Radiofunktion mitgenommen und so erfuhren wir zeitnah alle Neuigkeiten. Inzwischen war die Welle in knapp 1 Meter Hoehe auf Hawaii getroffen…also alles nicht so schlimm wie erwartet. Das liess uns aufatmen und hoffen.

Wir mussten noch bis 5:45 Uhr warten bis die Tsunami Warnung aufgehoben wurde. Das Meer ging laut Augenzeugen fuer ca. 300 Meter zurueck ( zum Glueck war gerade Ebbe) und kam in der Hoehe von knapp einem halben Meter zurueck…also alles gut Smile

Voellig erschoepft fuhren wir wieder zurueck zum Hostel. Von dort aus informierten wir gleich erleichtert unsere Familien!!!

10. Maerz Zurueck nach Nadi

 

In der letzten Nacht hatte es eine riesen Party gegeben, das war so laut, dass wir nicht wirklich die Augen zumachen konnten. Um 3 Uhr war dann endlich Ruhe. Doch wir hatten das Glueck neben 2 amerikanischen Maedels zu wohnen, die meinten ihre Party auf dem Zimmer weiter feiern zu koennen. Sie sangen lauthals und es hoerte sich an als ob sie das ganze Zimmer auseinander nehmen wuerden. Meine Geduld war am Ende, das erste mal bat ich die Maedels noch sehr freundlich doch bitte etwas leiser zu sein, als sie dann aber noch lauter wurden sagte ich gar nichts mehr. Unsere Hoffnung, dass sie irgendwann einschlafen wuerden bestaetigte sich erst kurz vor Sonnenaufgang.

Kaum zu glauben, aber als wir um 8 Uhr  auf das Fruehstueck warteten ( auf Fiji gibt es immer alles zu spaet…Fijitime wie die Einwohner sagen), kamen die beiden tatsaechlich schon aus ihren Zimmern.

Dann geschah das, was man sowas wie Gerechtigkeit nennt…die eine, die am lautesten gesungen hatte, lief noch halbtrunkend auf die Haengematte zu und trat dabei mit ihrem ganzen nackten Fuss in das Erbrochene von einem Partygast vom Vorabend….iiihhhhh…ich konnte mich kaum noch halten vor lachen…

Nach dem Fruehstueck mussten wir uns mit allen anderen die an dem Tag abreisten in den Speiseraum setzen. Dann kamen alle Angestellten und sangen ein Abschiedslied…echt nett…

Puenktlich auf die Minute (was wir gar nicht mehr gewoehnt waren) war unser Boot da. Leider hatten sie sich von der Bootsfirma verplant und wir waren viel zu viele Leute fuer das Boot. Aber das machte nichts, einer sass noch auf dem Gepaeck und wir andern fuehlten uns alle wie Sardinen in der Buechse. Auf der naechsten Insel atmeteten wir auf, da 3 Leute ausstiegen. Als wir aber sahen, dass 7 Leute zusteigen wollten war die Freude schnell vorbei. Bei aller Liebe und all dem Quetschen, das waren einfach zu viele. Dann telefonierte unser Kapitaen und 3 der Jungs durften umsonst mit dem naechsten Boot fahren, was um einiges groesser war. So sassen wir trotzdem wieder voellig gequetscht auf dem Boot. Wir brauchten auch keine Angst haben, dass die Schwimmwesten in einem Notfall nicht reichen wuerden, denn es gab erst gar keine!!!

Der Himmel wechselte sehr schnell von grau auf fast schwarz und wir gerieten in ein riesen Unwetter. Uns erstaunte, dass der Fahrer noch irgendwas sehen konnte. Da das Boot nur nach vorne einen Schutz hatte wurden wir alle sehr schnell nass. Aber das war nicht das Schlimmste… durch den Sturm wuchsen die Wellen und waren irgendwann hoeher als das Boot, was einem manchmal echt Angst machte. Einige auf dem Boot suchten schon verzweifelt nach einer Moeglichkeit ihren Mageninhalt zu entleeren und ihre Gesichtsfarbe konnte man fast minuetlich wechseln sehen.

Kurz vor dem Festland legte es dann richtig los. Inzwischen konnte man zwar Land sehen, aber das beruhigte einen noch nicht wirklich. Als wir dann aber doch irgendwie am Strand ankamen war das Meer so unruhig, dass einer der Maenner ins Wasser springen musste und das Boot ans Land zog. So mussten wir dann nacheinander ins Wasser springen und an Land waten. Als ich ins Wasser sprang stand ich bis zu den Oberschenkeln im Wasser, somit war meine Hose klitschnass, und den Rest erledigte der starke Regen.

Voellig mitgenommen und durchnaesst gelangten wir in das Hostel, in dem wir in den ersten Tagen bereits waren. Die Leute freuten sich alle uns wieder zu sehen und als sie sahen wie durchnaesst wir waren gaben sie uns schnell den Schluessel und machten gleich unseren Bungalow fertig.

Wir genossen ausgiebig eine heisse Dusche, da es auf den Inseln kein Warmwasser gegeben hatte. Danach fuehlten wir uns wie neu geboren und liessen uns erstmal das leckere Essen dort schmecken…

9. Maerz Mana Island

 

Es regnete immer wieder in Stroemen, der Tag wurde zum Gammeltag an dem wir die schoenen Minuten im Meer verbrachten und sonst mit einem Buch auf der Veranda sassen.

Leider wurde meine Lippe immer schlimmer und an Schnorcheln war weiterhin nicht zu denken Sad smile

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Die arme Frau war den ganzen Tag mit Waesche waschen beschaeftigt, Waschmaschinen gibt es nur bei den Reichen…

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Der kleine beim tanzen…

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Spielsachen gibt es keine, also muessen andere Sachen herhalten…

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Naja und streiten koennen sie sich genauso wie bei uns…

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Leider lernen die Kinder kein Englisch, somit war mit dem Jungen nicht viel Kommunikation moeglich…was man auf den Fotos nicht erkennen kann ist, dass sich die Kinder zum Teil in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand befanden. Der kleine Junge hatte am ganzen Koerper fiese Abszesse, unter anderem auch an seinem Knoechel der schon sehr dick angeschwollen war, drumherum wimmelte es nur so von Fliegen. Beim laufen trat er auch immer nur mit den Zehenspitzen auf weil es ihm sehr weh zu tun schien. Nun, dagegen war meine Lippe ueber die ich mich in den letzten Tagen so aufgeregt hatte ein Witz und ich fuehlte mich schlecht. Gerne haette ich dem kleinen geholfen…

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Es war zwar immer bewoelkt, aber so heiss….puhhh und das Wasser war mit seinen 30 Grad auch keine wirkliche Abkuehlung Smile

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Vor dem Essen noch ein Abendspaziergang…

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8. Maerz Mana Island

 

Nach dem Fruehstueck hiess es wieder packen und uns von allen zu verabschieden.

Der erste Blick aus unserem Bungalow liess wieder auf schoenes Wetter hoffen…

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Unser Guide vom Vortag brachte uns zur Bootsanlegestelle und trug auch noch meinen schweren Rucksack. Er war echt so nett, wir mochten ihn schon vom ersten Tag an. Da wir fuer die Tour vom Vortag nichts bezahlen mussten entschlossen wir uns ihm etwas Geld zu geben. Fuer uns war es nicht viel, aber fuer ihn eine Menge, da sein Verdienst nicht sehr hoch ist.  Er hatte uns erzaehlt, dass er schon lange fuer ein Flugticket nach Neuseeland sparte, so konnten wir ihm eine Kleinigkeit geben und er freute sich wie ein kleines Kind und bedankte sich hundert mal.

Als wir auf dem Boot sassen winkte er noch so lange von der Anlegestelle aus bis das Boot nicht mehr zu sehen war.

Auf dem Boot…der letzte Blick auf Malolo…

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In Gelb die Strecke auf  Mana Island…

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Nach 15 Minuten sehr welliger und unruhiger Fahrt kamen wir auf Mana Island, unserem zweiten Stop an.

Die Insel war deutlich kleiner als die letzte und somit sehr ueberschaubar. An dem Strand an dem wir ankamen befanden sich 4 Backpackerhostels und auf der anderen Seite hametisch mit einem Zaun und Wachposten abgeriegelt ein Luxusresort. Auf der Insel selbst gab es noch etwas versteckt ein kleines Fijidorf.

Als wir aus dem Boot stiegen war es vorbei mit der tollen Ruhe von der anderen Insel, von nun an waren wir nicht mehr die einzigen Gaeste, im Gegenteil ueberall wimmelte es von jungen Leuten.

Wir wurden gleich von dem Hostel in unser Zimmer gebracht, dafuer mussten wir durch den Innenhof nach hinten an einigen Einheimischen Haeusern vorbei. Einige Muetter sassen mit ihren Kindern auf dem Boden. Im Reisefuehrer stand bereits, dass 70% der Bevoelkerung Kinder sind und das war nicht zu uebersehen, denn in jeder Ecke spielten oder schliefen Kinder in allen Altersgruppen.

Als wir uns mit dem Besitzer unterhielten fragten wir ob dies ein Partyhostel sei und er antwortete strahlend mit einem Ja und dass jeden Abend eine grosse Party statt faende. Uns war danach nicht mehr zum strahlen zumute, was er nicht so ganz zu verstehen schien.

Nun, unser Zimmer war weit genug von dem Haupthaus entfernt, was uns hoffen lies, nicht allzuviel von dem Laerm mitzubekommen.

Dann gab es erstmal eine Kleinigkeit zu essen. In diesem Hostel hatten wir im Preis 3 Mahlzeiten mit inbegriffen und waren schon gespannt was es so geben wuerde.

Auf den ganzen Inseln gibt es weder Supermarkt noch Geldautomat oder sonstiges, deshalb mussten wir das gesamte Geld und etwas zu knabbern und Wasser von der Hauptinsel mitbringen. Es gab zwar Wasser und Chips im Hostel zu kaufen, aber natuerlich nur sehr sehr teuer.

Dann mussten wir gleich mal ins Meer huepfen, denn der Strand hier war noch schoener als auf Malolo Island. Man konnte gleich viele Fische sehen, ich haette so gerne geschnorchelt, aber dank meiner noch immer sehr schmerzhaft entzuendeten Lippe war da gar nicht dran zu denken.

Nach dem Baden sassen wir gemuetlich auf unserer Veranda fernab der anderen Touristen und schauten dem regen Treiben in dem kleinen Ort zu.

Unsere Veranda…

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Was das wohl mal wird…wir wissen es nicht…

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Unser Zimmer diesmal sehr minimalistisch und nicht sehr einladend. Da es nur am Abend fuer ein paar Stunden Strom gab ging der Ventilator nicht und man konnte es nur draussen aushalten…

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Wir schauten uns noch den Sonnenuntergang an und warteten auf das Essen…

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Und dann gab es  leckere Paella fuer alle….yammi…

7. Maerz Malolo Island

 

Nach dem Fruehstueck fragte uns der Besitzer ob wir Lust haetten auf den hoechsten Berg der Insel zu klettern, er wuerde uns einen seiner Angestellten zur Seite stellen der uns den Weg zeigen und das ein oder andere  erklaeren wuerde. Wir nahmen das Angebot dankend an, denn auf nur chillen hatten wir auch keine Lust.

Also schnell umgezogen und los gings. Unser Guide ( ich habe leider seinen Namen vergessen) mit Machete bewaffnet ging vor und wir stolzierten ihm hinterher.

Es war bereits ueber 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass man schon ohne etwas zu tun schwitzte. Der Weg dauerte knapp           1 1/2 Stunden und fuehrte steil den Berg hinauf….manchmal schon so steil, dass wir uns mit den Haenden hochziehen mussten. Fuer uns waren diese insgesamt knapp 3 Stunden der anstrengenste Walk in den ganzen Monaten.

Als unser Guide uns erzaehlte, dass es viele nicht  bis an die Spitze schaffen wuerden, waren wir natuerlich noch motivierter es bis nach ganz oben zu schaffen. Wir hatten seit Asien nicht mehr so geschwitzt und bereits nach der Haelfte haette ich am liebsten abgebrochen.

Das Gras war zum Teil ueber 2 Meter hoch und die Luft dort war noch aufgeheitzter. Unser Guide schlug immer wieder mit seiner Machete den Weg fuer uns frei.

Dann war es aber tatsaechlich soweit…wir hatten es bis an die Spitze geschafft…ueberrascht und stolz auf uns, wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Wir befanden uns an der hoechsten Stelle der Mamanuca Islands und konnten somit weit uebers Meer und alle anderen Inseln sehen…wirklich beeindruckend.

Viel Wasser…

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Noch motiviert…

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Dort auf der Spitze wohnen die Besitzer Rosemarie und Brad, beide auch urspruenglich aus Neuseeland...

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Diese kleine Insel gehoert einem Amerikaner…dort eine Nacht zu verbringen wuerde wohl leicht unser Budget fuer das ganze Jahr sprengen…

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Die vordere Insel die man hier sieht mit dem langen Sandstrand ist Mana Island und unser naechster Stop… dahinter sieht man die restlichen Inseln der Mamanuca Gruppe, unter anderen auch Castaway Island, wo der gleichnamige Film mit Tom Hanks gedreht wurde…

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Endlich am Ziel angelangt…

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Auf der ganzen Insel gibt es neben unserem auf der anderen Seite noch ein anderes Resort…und ein kleines Fijidorf…

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Honeymoon Insel…dort gibt es nur Strand und ein kleines Waeldchen, schoen fuer einen Tagesausflug oder wenn man mal alleine sein moechte Winking smile

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Hier sieht man gut, dass weit entfernt die Wellen des Ozeans auf das Barrier Reef brechen…

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Zurueck ging es zwar bergab, aber das war nicht unbedingt leichter, mindestens einmal landetete jeder von uns mal auf dem Hosenboden Smilees war nicht nur steil sondern durch den Regen der letzten Tage auch noch extrem rutschig…

Kurz vor dem Ziel fing es wieder passend zum Nachmittag in Stroemen an zu regnen…

Am Nachmittag nutzten wir den kurzen regenfreien Moment um mal in den Pool zu huepfen ( im Meer herrschte Ebbe), zu mehr waren wir nach der Wanderung nicht mehr faehig.

Seit dem Vortag hatte ich schon eine ziemlich schmerzhafte Unterlippe, dachte aber nur an ein paar Aphten, die man schonmal hat. In den folgenden Stunden entwickelte sich dies allerdings zu unzaehligen Eiterblaeschen und einer dicken Lippe (kein Herpes)… anscheinend hatte ich mir an dem Kawagetraenk irgendeine Infektion eingefangen, was wirklich hoellisch weh tat. Da es aber keine Apotheke gab versuchte ich wenigstens nach einem Kamillentee ( gut bei Infektionen im Mund)  zu fragen, aber alle schuettelten bloss den Kopf. War  ja klar, dass man sowas bekommt wenn man alleine auf einer Insel ist, ohne Apotheke oder Supermarkt. Inzwischen war meine Lippe so dick und schmerzhaft, dass ich keinen Spass am Abendessen hatte, aber so hungrig war nach dem Marsch vom Vormittag…es war zum verrueckt werden.

Nach einer Weile setzte sich ein Mann zum Essen neben uns. Er war Neuseelaender und baute sich gerade nebenan ein Haus. Am Abend kam er dann zum Essen immer rueber in unser Resort. Wir unterhielten uns eine Weile und dann fragte er was mit meiner Lippe los sei, ich erzaehlte ihm die Geschichte mit dem Kawa und er musste schmunzeln. Dann sagte ich ihm, dass ich nicht mal Kamillentee bekommen wuerde… dann lachte er laut und sagte er haette unzaehlige Packungen zu Hause. Nach dem Essen nahm er uns mit zu seinem Haus, dass fast neben unserem Bungalow gebaut wurde, gab mir nicht nur ein ganzes Paket Kamillentee mit sondern gleich noch eine Tasse mit frisch gekochtem Tee…was fuer ein Zufall Smile …und es tat wirklich gut…

Bei Flut ist das Wasser gleich vor der Haustuer…

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Unser Essensplatz…

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Das ist Simba, ein wunderschoener und total lieber Rhodesian Ridgeback. Als die Besitzerin Rosi hoerte, dass es unser Lieblinghund ist, hatte sie wohl schon Angst wir wuerden ihn mitnehmen. Aber haette er in unseren Rucksack gepasst….hmmm Winking smile

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Die Bar…zu der Zeit etwas tote Hose…

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