Mittwoch, 24. November 2010

5.November Great Ocean Drive

 

Der Great Ocean Drive ist unbestritten das Highlight in Esperance. Die 40 km lange Rundfahrt begann am Rotary Lookout, einem Huegel der Stadt. Hier hatte man einen fabelhaften Ausblick auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln. Dann fuhren wir weiter, vorbei an einem Traumstrand nach dem anderen. Die weissen Pulverstraende und das tuerkisblaue Meer sahen so fantastisch aus...sah man dann ueberall noch die tollen Haeuser stehen konnte man wirklich neidisch werden...

Der Blick auf die vorgelagerten Inseln…

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und auf die Stadt…

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und dann ein Traumstrand…

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nach dem anderen…

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der Twilight Beach, hier war das Wasser sehr ruhig, und nur hier ist das Schwimmen erlaubt…

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Allerdings eignet sich wie bereits erwaehnt, nur der Twilight Beach zum schwimmen, die anderen sind wegen der gefaehrlichen Stroemungen und Steinen nicht geeignet, da sieht man nur hin und wieder einen Surfer.

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Am Observatory Point faehrt man steil den Berg hinab zum Parkplatz...von dem muss man dann ein paar steile Stufen hinauf klettern bis auf den Aussischtspunkt...es war so windig, dass ich dachte ich muesse mich festhalten... von oben hat man den Blick ueber den gesamten Twilight Beach und auf der anderen Seite die Klippen.

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Nach einer Weile gelangt man dann an den Pink Lake (aehnlich wie der in Kalbari), hier sind es auch wieder betacarotinbildende Algen die das Wasser pink verfaerben. Da wir aber etwas Pech mit dem Wetter hatten konnte man es nur sehr schwer erkennen.

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Dann waren die 40 km auch schon vorbei und wir fuhren raus aus Esperance Richtung Albany.

KM: 5155 Ravensthorpe

Von Ravensthorpe fuhren wir in den Flitzgerald Nationalpark, nach 60 km war die Strasse gesperrt, und wir mussten den ganzen Weg zurueck bis Ravensthorpe...das waren 120 km umsonst, haette man doch schon in dem Ort ein Schild aufstellen koennen, denn bei den ganzen Campingwaegen die uns entgegen kamen waren wir wohl nicht die einzigen die umsonst die Strecke fuhren...aergerlich...

vorbei an goldgelben Weizenfeldern…

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Als wir durch den Ort fuhren winkte uns mal wieder die Polizei raus...in Deutschland wurde ich in 10 Jahren nicht einmal angehalten und hier schon zum zweiten mal...ich bekam eine Verwarnung, da ich bereits ein paar Meter zu frueh beschleunigt hatte (ein paar Meter vor dem 90 kmh Schild war ich bereits schon bei 75 kmh anstatt bei 60 kmh...)..naja es reichte fuer eine Verwarnung...

KM: 5455 Louis Lookout

Kurz bevor es dunkel wurde fanden wir endllich nach langer Suche einen Parkplatz in der Natur...Louis Lookout. Dort war es wunderschoen, um uns herum waren goldgelbe Weizenfelder und am Horizont konnte man von dem Stirling Range Nationalpark die Berge sehen...Das war echt toll, und es dauerte auch nicht sehr lange dann kamen noch 2 andere Caravans.

 

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das ist die Gebirgskette des Stirling Range Nationalparks. Auf den hoechsten Berg wollten wir am naechsten Tag klettern…

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4.November Esperance

 

Da wir in der Naehe der Strasse standen wurden wir schon frueh von den Autos geweckt. Hinter dem Camper war aber ein toller Park mit einem See und ein paar Baenken wo wir erst mal lecker fruehstueckten, allerdings war es so windig, dass uns fast der Toast vom Teller flog. Danach schauten wir uns das Staedtchen an und machten im Coles einen Grosseinkauf fuer die naechste Woche. Dann ging die Fahrt weiter...

KM: 4700 Norseman

1894 war der Goldsucher Laurie Sinclair auf dem Weg von Norden in die Dundas Hills wo sein Bruder arbeitete. Waehrend er an diesem Ort uebernachtete scharrte sein Pferd “Harry Norseman” in der Nacht ein riesen Goldnugget frei. Danach entdeckte man an diesem Ort ein riesen Goldriff, gruendete den kleinen Ort und benannte es nach dem Pferd... in der Ortsmitte steht heute eine Pferdestatue aus Bronze und am Ortseingang sieht man in einem Kreisverkehr ein paar Wellblechkamele die an die Pionierzeit erinnern sollen als die Kamelkaravanen noch das Baumaterial und die Nahrungsmittel heranschafften.

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bereits am Ortseingang begruessten uns die Kamele

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Mehr gab es auch hier nicht zu sehen, also fuhren wir weiter...vorbei an ausgetrockneten Salzseen und Feldern…

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KM: 4916 Esperance

Endlich im Sueden am Meer angekommen...Nach den heissen und trockenen Tagen waren wir froh endlich das Meer wieder zu sehen... wir fuhren erst mal durch den Ort und waren froh seit Wochen mal wieder einen Mc Donald’s zu sehen (nicht wegen dem Essen, sondern wegen dem freien Internet  )

Dann fuhren wir zum Campingplatz, denn wir brauchten nach der letzten Nacht dringend eine Dusche...da Esperance wieder nur aus Touristen bestand, war der Campingplatz dementsprechend teuer, es war in den 3 Wochen der teuerste...naja, aber dafuer hatten wir auch mal wieder eine Kueche und konnten etwas anderes essen als Nudeln...

3.November Kalgoorlie- Boulder

 

Nur 6 km vor der Ortseinfahrt kommt man zu den “Granites”, markante Felsformationen. An einigen Stellen sieht man Aboroginal Zeichnungen, und in einem halb ausgehuellten Felsen fanden wir 2 Skelette, 1 Kangoroo und das andere haette ein Fuchs sein koennen. Beide nebeneinander liess erahnen, dass hier ein Jaeger am Werk war.

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eins der beiden Skelette…

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hier konnte man noch etwas von den Aboriginalzeichnungen sehen…

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KM: 3960 Sandstone

KM: 4118 Leinster

Beide Orte waren so klein das wir nur auftankten und dann weiter fuhren. Aber sie hatten beide den Charme wie auch Mt Magnet, man hatte immer das Gefuehl sich in einer alten Wildweststadt zu befinden.

KM: 4270 Leonora

Auf der Strecke nach Sueden konnte man ueberall kleine handbeschriebene Schilder sehen die einem den Weg zu Stellen weisen, wo man sein Glueck bei der Suche nach ein paar Goldnuggets versuchen kann.

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KM: 4500 Kalgooorlie-Boulder

Die Doppelstadt ist das Zentrum der Westaustralischen Goldindustrie. Die Foerderung und die Verarbeitung ist immer noch die Haupteinkunftsquelle der Region. Im Jahr werden durchschnittlich 2,3 Billionen AUD abgebaut...

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Die Legende von Paddy Hannan

Paddy wurde 1840 in Irland geboren und wanderte mit 20 Jahren nach Australien aus und versuchte sein Glueck mit der Goldsuche. Nachdem er einige Jahre in Goldminen schufftete machte er sich selber auf die Suche. Als er an einer Stelle Rast machte (das heutige Kalgoorlie) weil sein Pferd ein Hufeisen verloren hatte, fand er am naechsten Morgen ein riesen Goldnugget an der Erdoberfaeche...damit begann der Goldboom in Kalgoorlie, die 1,6 km lange Strasse wird immer noch als “The Golden Mile” bezeichnet.

 

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Die Stadt ist sehr huebsch und die ganzen Haeuser gut restauriert. Allerdings reiht sich hier ein Pub an den anderen, in den Kellnerinnen in Unterwaesche das Bier servieren. Leider hat Kalgoorlie keinen guten Ruf mehr, da viele der Minenarbeiter ihr am Tag verdientes Geld am Abend in den Pubs vertrinken...

Wir goennten uns nach all den Bohnen und Nudeln mal wieder einen Burger und machten uns auf die Suche nach einem Stellplatz. Wir fuhren etwas an den Stadtrand an einen Sportplatz und stellten uns auf ein Stueck Gruenflaeche. Langsam wurde es schon dunkel und nach 740 km Fahrt waren wir auch froh einen Platz gefunden zu haben. Ich setzte mich auf eine Schaukel an dem Sportplatz und nutzte die Zeit um mal wieder meine Familie an zu rufen (hatten das erste mal seit ueber einer Woche mal wieder Netz). Waehrend des Telefonats landete neben uns ein Flugzeug...super, wir parkten genau neben der Landebahn und beim genaueren hinsehen sah ich das Schild wo gross drauf stand Parken und Campen strengstens verboten! Dann mussten wir doch was anderes suchen und stellten uns einfach ein paar Strassen weiter auf ein Stueck Gruenflaeche neben einem Park...ich wartete die ganze Nacht nur drauf das es an der Tuer klopft und der Officer uns weg jagt. Fuer den Fall hatte ich schon die passenden Antworten von dem netten Herrn aus Mt Magnet. Wenn einer klopfen sollte, sollten wir einfach sagen wir waeren zu muede gewesen zum fahren oder haetten getrunken, denn dann kann der Officer nichts machen J aber wir wollten es trotzdem nicht unbedingt darauf anlegen...