Donnerstag, 25. November 2010

10. November Margaret River

 

Wir standen extra frueh auf und machten uns sofort auf den Weg, somit waren wir weg bevor der Ranger kam und sparten uns die Platzgebuehr Smile

Ein paar km weiter hielten wir dann erst mal Strand an um zu fruehstuecken...

KM: 6274 Prevelly

Das Surfmekka Westaustraliens...hier finden jaehrlich Surfmeisterschaften statt.

Wir stellten uns mit dem Camper auf einen Huegel um den Surfern zu zusehen. Aussteigen wollten wir ungern da es schon wieder wie aus Eimern regnete. Ploetzlich als ich etwas laenger auf das Wasser schaute sah ich Wasser in die Luft spritzen...es war eine Fontaene, und im gleichen Moment konnte man einen Wal auftauchen sehen. Es waren zwei Stueck die in aller Ruhe an dem Stueck Strand vorbei zogen...immer wieder sah man sie auftauchen oder die Wasserfontaenen. Der Art, wie sie so langsam ohne zu springen an uns vorbei schwammen, nach zu Urteilen waren es wohl zwei Blauwale. Das war echt unbeschreiblich, auch wenn die Tiere so weit weg waren (ca 3 bis 4 km ). Es war Wahnsinn mit was fuer einer Leichtigkeit diese riesen Tiere schwammen und dabei eine Gelassenheit und Ruhe ausstrahlten, einfach unglaublich. Ich war so stolz das erste mal in meinem Leben diese Tiere so in der freien Natur beobachten zu koennen...

Was fuer ein scheiss Wetter, selbst die Surfer hatten keine Lust mehr…

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Nachdem die beiden davon geschwommen waren hatten wir auch keine Lust mehr an dem verregneten Strand zu bleiben und fuhren weiter.

KM: 6285 Margaret River

In der Stadt angekommen goennten wir uns erst mal einen Cafe, und als Stefan im Coles Kangoroofleisch entdeckte war sofort klar was es am Abend zu essen gab.

KM: 6360 Dunsborough

Nach langer Suche fanden wir endlich einen Campingplatz, und da es der einzige in der Umgebung war auch noch viel zu ueberteuert und heruntergekommen. Als unser Strom nicht funktionierte gingen wir zurueck zu dem Buero, wo inzwischen der Inhaber selber hinter dem Tresen stand. Er war Deutscher und erzaehlte uns erst mal wie er mit 18 nach Australien kam um Urlaub zu machen und beim naechsten mal gleich fuer immer geblieben war. Dann rief er einen Mann an, der sich um unseren Strom kuemmern sollte und wir gingen durch den Regen (inzwischen wieder klatsch nass geworden) zum Camper zurueck...es war kalt, nass und der ganze Campingplatz voller Matsch.

Einige Minuten spaeter kam dann dieser Mann und sagte wir muessten umziehen, der Strom ginge nicht wegen des Regens. So zogen wir auf die andere Seite des Campingplatzes, aber dafuer gleich neben einen kleinen Teich, mit ein paar Enten...ganz suess.

Gegenueber von uns war eine riesen Wiese, und ab der Daemmerung wimmelte es nur so von Kangoroos...

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die beiden kaempften gerade, hatte Aehnlichkeit mit Kickboxen…

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9. November Augusta

 

Es regnete die ganze Nacht und auch am Morgen sah es nicht danach aus als wuerde es so schnell aufhoeren. Wir fruehstueckten mit den beiden, und da keiner von uns so richtig einen Plan hatte was wir bei dem Wetter machen koennten, fuhren wir erst mal zur Library um mal wieder unsere emails zu checken. Danach setzten wir uns gemuetlich in ein Cafe und goennten uns einen teuren Cafe...

Ich traute meinen Augen kaum als es nach einigen Minuten endlich aufhoerte zu regnen. So nutzten wir die Gunst der Stunde und fuhren zu dem 8 km weit entfernten Cape Leeuwin. An dem Kap steht ein echt toller schneeweisser Leuchtturm. Als wir jedoch ankamen staunten wir nicht schlecht, dass sie inzwischen nur um das Gelaende zu betreten, Eintritt nehmen (5 Dollar pP)...das war vor 2 Jahren noch nicht. Wir sahen es nicht ein den Eintritt zu zahlen also machten wir von dem Zaun aus ein Foto und gingen wieder.

Der Cape Leeuwin…

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wir mit Ines und Rainer…

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Hier trenten sich wieder unsere Wege. Waehrend die beiden weiter Richtung Sueden fuhren hiess es fuer uns die andere Richtung nach Norden.

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ein nass gewordenes Kangoroo am Strassenrand…

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KM: 6243 Cape Freycinet Contos Field

Nach einer Weile erreichten wir den Campground, hier war es ziemlich cool, ein riesen Gelaende im Wald mit einzelnen versteckten Parknieschen, mit eigener Feuerstelle. Und alle paar Meter ein Plumpsklo.

Am fruehen Morgen kam immer ein Ranger der die Gebuehr von 7 Dollar einsammelte, also wenn wir Glueck hatten und frueh genug weg waeren, haetten wir mal wieder einen Platz umsonst.

Erst nutzten wir den Moment ohne Regen (ich kam in den letzten beiden Tagen kaum dazu die Regenjacke aus zu ziehen) um schnell was zu kochen. Neben uns campierte ein junges Paar mit zwei Kindern ( 8 und 10 Jahre alt). Sie hatten sich ein grosses Feuer gemacht und luden uns ein uns zu ihnen zu setzen. Sie erzaehlten uns, dass sie aus der Naehe von Melbourne kommen und auch 1 Jahr mit Sack und Pack um Australien reisen, quasi einmal gegen den Uhrzeigersinn um den Kontinent. Sie campten ueberwiegend in Nationalparks.

Als ich sie fragte wie das mit den Kindern ginge meinten sie, dass die Regierung Australier unterstuetzt mit ihren Kindern so zu reisen, damit diese schon frueh das Land kennenlernen. Am Anfang der Reise bekommen sie ein riesen Batzen Unterlagen mit und alle 2 Wochen muessten sie davon einen bestimmten Teil einschicken.

Die Kinder verbrachten 1 Jahr lang nur mit ihren Eltern in der Wildniss, ab und zu trafen sie hier und da mal ein paar andere Kinder aber das wars. Kein Fernsehen, keine Playstation. Diese Kinder waren unheimlich sympathisch und freundlich, ( was man von den bisherigen Kindern die wir gesehen hatten nicht so behaupten kann) und schienen das ganze ziemlich cool zu finden. Das sollten andere Kinder auch mal machen ausser vor der Glotze zu haengen...

An dem Campingground wimmelte es ab Sonnenuntergang nur so vor Kangoroos, und da sie Menschen gewoehnt waren kamen sie richtig nah an einen heran. Ganz nah gegenueber sass ein Kangorooweibchen mit einem Baby im Bauch dessen Beine die ganze Zeit rausbaumelten  echt suess...

Das war die Mama mit dem Baby man sieht vorne die Beine des kleinen…

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Wunderschoener Sonnenuntergang…

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8. November Tree Top Walk

 

KM: 5852 Valley of the Giants

Das Tal der Giganten, nur hier wachsen noch die seltenen Tingle Baeume. Diese Baeume sind noch Ueberbleibsel der Uhrzeit, sie wuchsen bereits vor ueber 65 Mio. Jahren auf dem Superkontinent Gondwana, als Australien, Afrika, Indien, Suedamerika und die Antarktis noch fest miteinander verbunden waren. Nach der Aufsplitterung in einzelne Kontinente erlebte Australien eine enorme klimatische Veraenderung. Nur im Suedwesten war es weniger ausgepraegt und die Baeume konnten ueberleben. Die Baeume ragen bis zu 80 Meter hoch in den Himmel.

Dort machten wir den Tree Top Walk. Der 600 Meter lange, aus Stahlgittern und Stahlseilen errichtete Rundweg geht bis zu 40 Meter ueber den Waldboden durch die Baumwipfel. Da sie nur an den Ecken befestigt sind wackelt der ganze Steg mit dem Wind. ( soll das Gefuehl vermitteln sich mit den Baeumen zu bewegen). Da man durch den Boden sehen kann ist es nichts fuer Leute mit Hoehenangst. Das komische war nur, dass es mir dieses mal gar nichts ausgemacht hat, aber Stefan derjenige war dem die Beine zitterten.

Der Boden war wie man sehen kann durchsichtig…

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das war echt eine wackelige Angelegenheit…

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der hoechste Punkt auf 40 Metern Hoehe, zwischen Baumgipfeln…

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Als wir wieder unten angelangt waren, machten wir noch den Ancient Empire Trail, der zwischen den ganzen riesen Baeumen hindurch fuehrt. Teilweise sind einige Baeume durch schwere Buschbraende schon ausgebrannt und man kann durch die Staemme hindurch gehen. Erst da wird einem so richtig bewusst wie gross diese Baeume eigentlich sind.

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Was fuer ein Stamm dagegen waren wir Zwerge…

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ein ausgebrannter Baum von innen…

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KM: 5960 Shanon Nationalpark

Hier fuhren wir einen 6 km langen Schotterweg (obwohl wir es nicht durften) entlang um an die Fernhock Wasserfaelle zu gelangen. Leider konnten wir nicht sehr schnell fahren und wir wurden voellig durchgeschuettelt. Und dann wurden wir am Ziel auch noch enttaeuscht, denn die Wasserfaelle waren zu der Zeit bloss ein Rinnsal...der ganze Weg umsonst und dann mussten wir die 6 km auch noch wieder zurueck.

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Diese Echse sah sehr witzig aus, irgendwie hatte sie sehr viel Aehnlichkeit mit einer Schlange. Sie ueberquerte die Strasse und ich hielt zum Glueck wieder frueh genug an. Ich wartete einen Moment und stieg dann aus um sie von nahen zu fotographieren. Da drehte sie sich blitzschnell um, fauchte mich an und lief auf mich zu. Ich sprang schnell wieder ins Auto und liess sie in Ruhe die Strasse ueberqueren. Das Fauchen war sehr eindrucksvoll, dabei riss sie ganz weit ihr Maul auf, das sah vorher gar nicht so gross aus Smile. Wahrscheinlich ist das nur zum einschuechtern denn wirklich giftig war sie glaube ich nicht, und Zaehne hatte sie auch keine…

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Die weiteren km fuehrten durch unzaehlige Nationalparks und man wusste irgendwie nie genau in welchem man sich gerade befand.

KM: 6030 Pemberton

In dem kleinen Ort legten wir einen Stop ein. In dem suessen Park assen wir selbst gemachte Wraps. Dann wollten wir eigentlich an dem Campingplatz halt machen aber als wir den Preis hoerten lehnten wir dankend ab. So fuhren wir erst einmal weiter. Das Problem war, dass wir auf den ganzen Zwischenstueck zum naechsten Ort nicht wildcampen konnten da ueberall Buschbraende herrschten und ich keine Lust hatte mitten in der Nacht im Feuer auf zu wachen. Also fuhren wir weiter.

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hier machten wir erst mal Pause und Lunch…

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die ersten Alpacas die wir in Australien sahen…

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KM: 6180 Augusta

Die Sonne ging schon langsam unter und wir sahen eine Menge Kangoroos bis wir endlich Augusta erreichten. Wir fuhren auf den gleichen Campingplatz wo sich auch Ines und Rainer (das Paerchen was wir in Thailand kennengelernt hatten) gerade befanden. So hatten wir einen tollen Abend zusammen und uns eine Menge zu erzaehlen...

 

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