Dienstag, 30. November 2010

18. November fuenfter Tag Arbeit

 

Da wir am Vortag genug Zeit hatten um uns zu erholen, ging es uns an diesem Morgen etwas besser (bis auf den Muskelkater ).

Als wir auf der Farm ankamen  mussten wir mit Freude erfahren, dass Phillip mit seinem Traktor zu einem Auftrag musste, was bedeutete, dass er fuer ein paar Stunden weg sein wuerde. Er gab uns die Aufgabe mal SCHNELL seine Passionfruithecke ab zu reissen und nach den Wassertroegen in den Huehnerstaellen zu sehen. Die Huehner sind echt daemliche Tiere…wenn es so heiss ist bleiben sie den ganzen Tag im Schatten und wenn dann das Trinken zu weit weg steht, so dass sie durch die Sonne laufen muessten (wenn auch nur 1 Schritt) bleiben sie im Schatten bis sie verdursten. So sind ihm wohl schon einige Tiere gestorben. Es gab zwei grosse Huehnerstaelle aber die Huehner flogen immer ueber den Zaun, deshalb sah man ueberall auf der Farm Huehner umher laufen. Am Vortag kam ploetzlich ein Huhn aus dem ganzen Chaos getrottet mit 5 Kueken im Schlepptau…und er wusste nicht woher. Und staendig fand man irgendwo Eier…

Dann ging es zur Hecke. Alles bis auf die dicken Aeste die aus dem Boden kamen sollte ab. Die Hecke war ungefaehr 35 bis 40 Meter lang, ueber 2 Meter hoch und ungefaehr 1 Meter breit.

Im Inneren wuchs die Hecke an drei waagerecht  gespannten Draehten , die alle paar Meter an einem Pfeiler befestigt waren. Die Hecke war voellig verwuchert, und  im Inneren schon verholzt. Ich startete die Heckenschere um das ganze Gestruepp irgendwie zu loesen damit Stefan alles abreissen konnte.Dabei musste ich sehr vorsichtig sein um nicht an die Draehte zu kommen.

Den ersten Meter geschafft, man sieht deutlich wie sehr verholzt die Hecke war…

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Man stelle sich das Bild im Dunkeln und einem boesen Blick von mir vor und man koennte meinen es waere aus einem Horrorfilm…

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ein kleiner Teil der Hecke…

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Den Muell packten wir auf den Pickup und fuhren es dann Haenger fuer Haenger  auf die Wiese zu den Kuehen. Die kamen beim ersten mal ganz neugierig auf uns zu, frassen ein paar Happen und drehten sich wieder um . War wohl nicht so lecker...

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Der ganze Spass dauerte ewig und inzwischen wurde es schon mittag, und knapp an die 40 Grad.

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Um 14 Uhr kam Maria (die Frau von Phillip) nach Hause, stieg aus dem Auto aus und kam auf uns zu. Sie forderte uns auf alles stehen und liegen zu lassen und nach Hause zu fahren, es waere viel zu heiss und gefaehrlich. Wir versuchten sie zu ueberzeugen das wir fast fertig waeren und die halbe Stunde noch schaffen wuerden, aber keine Chance…sie liess nicht locker und sie hatte recht…man sagt nicht umsonst, dass die Sonne in Australien toeten kann. Die Gradangaben werden immer im Schatten gemessen und wenn es 40 Grad sind, sind es in der Sonne mal schnell 50 Grad.

So raeumten wir die Sachen ein wenig beiseite und fuhren nach Hause…dort wartete noch die zweite Haelfte an Eiscreme auf  uns Smile

Unsere Arme waren voellig zerkratzt und juckten von der Hecke…

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17. November vierter Tag Arbeit

 

Als wir an dem Morgen aufstanden fuehlten wir uns wie 80….wir hatten so fiesen Muskelkater, wir konnten uns kaum bewegen. Und meine Arme waren so schwer das ich kaum die Tasse beim fruehstuecken halten konnte…man oh man wir waren aber auch echt nichts mehr gewoehnt.

Um 8 Uhr waren wir dann puenktlich wie immer auf der Farm. Gleich redete Phillip mit hundert Aufgaben auf uns ein. Es war wiedermal sehr schwierig ihm zu folgen.

Wir machten uns erst mal mit dem Pickup auf den Weg ein paar Faesser auf zu laden, in denen Futter fuer die Kuehe waren. Die Dinger waren extrem schwer und wir bekamen sie nur mit Muehe auf den Pickup gehieft. Dann fuhren wir die Faesser zu den Kuehen und luden sie dort ab.

Dann musste ich die komplette Sprenkelanlage aus dem Garten abbauen und alle Gewinde abdrehen, was mit Blasen an den Haenden nicht sehr angenehm war. Waehrenddessen musste Stefan eine  Eisenkonstruktion auseinanderbauen, die Phillip auf einer der Grundstuecke vom Vortag fand und meinte brauchen zu koennen. Das Ding war voellig durchgerostet, und man konnte gleich Stefans genervtes Gesischt sehen. Zum Glueck konnten wir dann alles stehen und liegen lassen, denn dann ging es zu unserer Lieblingsbeschaeftigung vom Vortag…das Maehen…juhuuu

Diesmal waren es aber nur zwei Grundstuecke und relativ schnell gemacht. Beim zweiten meinte er wir sollten schon mal zu Ende maehen er wuerde nach Hause fahren und Mittagessen vorbereiten….

Wir freuten uns schon, aber irgendein Gefuehl  sagte uns schon, dass wir uns nicht zu frueh freuen sollten.

Als wir das letzte Grundstueck endlich geschafft hatten, fuhren wir zurueck zur Farm. Doch ein Mitttagessen erwartete uns nicht wirklich, er sass noch am Tisch mit irgendeinem Papierkram. Dann machte ich mich an den Herd, er hatte schon alles bereit gestellt. Es gab ungefaehr 1 Loeffel Laksasuppe fuer uns drei, fuer jeden ein hart gekochtes Ei und ein Erdbeerschnittchen…das war das Mittagessen.

Inzwischen war es frueher Nachmittag und wieder viel zu heiss, so meinte er wir sollten nach Hause fahren und den Nachmittag geniessen, da wir bei der Hitze eh nicht viel tun koennten.

Wir waren natuerlich heil froh, setzten uns in den gelben super Flitzer und fuhren nach Hause. Auf dem Heimweg hielten wir im Supermarkt an und goennten uns eine riesen Packung Eis. Zu Hause sassen wir frisch geduscht auf der Veranda im Schatten und liessen uns das leckere Eis schmecken…

Den ganzen Nachmittag waren wir zu nichts mehr in der Lage ausser zu gammeln Smile

Rosi ,der suesse Hund von der Farm, allerdings machte er immer nur das was er nicht sollte, oder er schlief Smile

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Von der Einfahrt aus sah die Farm recht ordentlich aus.

In dem vorderen Trakt war eine Wohung fuer Bed and Breakfast Gaeste, da musste es  auch gut aussehen. Aber kaum ging man um die Ecke…

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