Samstag, 4. Juni 2011

28. bis 30. Mai Wochenende in Anthem

 

Nachdem wir am Freitagabend so beieinander sassen, beschlossen wir ( Brigitte, Reggi, Stefan und ich) uebers Wochenende einen Trip nach Anthem zum relaxen, shoppen und zum angeln zu  machen.

Samstag wurde dann noch schnell alles vorbereitet, gepackt und nachdem Reggi am Abend von einem langen Tag auf dem Footballfeld nach Hause kam konnte es los gehen.

Es waren bereits 22 Uhr als wir Anthem erreichten und schon dunkel. So sassen wir noch ein wenig mit den beiden Deutschen auf der Terasse, fuer die der Flug am naechsten morgen zurueck nach Deutschland ging.

Dann gingen alle frueh schlafen, denn um 5 Uhr in der frueh hiess es fuer die Maenner auf und los, denn ein guter Freund von Reggi, der auch dort wohnte hatte ein Fischerboot und so fuhren die drei schon frueh auf den grossen Lake Pleasant um schonmal den ein oder anderen Fisch zu fangen, waehrend Brigitte und ich in Ruhe aufstanden und erst mal gediegen fruehstueckten.

In Anthem…

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Frueh am morgen auf dem grossen See…

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Um 11 Uhr waren wir dann auch an der Anlegestelle, wo die Maenner bereits auf uns warteten…einen Fisch hatten sie bis dahin erst gefangen…und der war dazu noch recht klein, davon wuerde wohl so schnell keiner satt werden Winking smile. Dazu muss man aber sagen, dass es sehr windig war, was das Fischefangen nicht einfacher machte.

Das Boot hatte hinten und vorne 2 Sitze und in der Mitte neben dem Steuermann noch einen Zweisitzer ueberdacht. Wir setzten uns nach hinten um nicht nass zu werden, da immer wieder Wasser uebers Boot schwappte. Der Lake war riesig und nach ungefaehr  einer halben Stunde Fahrt hatten wir eine ruhige abgelegene Stelle gefunden, an der wir den Anker warfen und die Maenner aufs neue einen Angelversuch starteten. Ich versuchte auch mein Glueck, allerdings schaffte ich nicht mehr als mich zweimal im Geaest unter Wasser zu verfangen. Dann war Stefan an der Reihe und fing gleich einen rrriiiiieeeesssennnn Fisch Winking smile

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Unser Kapitaen…

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Zwischenmahlzeit…

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Stefans grosser Fisch Winking smile

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Reggi hatte kurz danach einen grossen Katzenfisch an der Angel, der waere schon eher was fuers Abendessen gewesen. Und er fing noch einen kleineren Fisch, der mir beim enthaken aus der Hand flutschte und kurzerhand kopfueber in den Eimer mit Wurmerde huepfte und dabei wohl erstickte Sad smile

Alle 3 Fische waren unter einem der Sitze, der sich voller Wasser befand. Alle lebten bis auf den, der gerade Selbstmord begangen hatte.

Der kleine Suizidfisch…

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Der Katzenfisch…

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Es wurde immer windiger und gegen 15 Uhr hatten alle genug und wir kehrten um. Dabei sahen wir auf dem Nachbarstueck 5 wilde Esel, an die wir noch recht nah heran fahren konnten. Unbeeindruckt standen sie da und zupften die letzten Bueschel Gras aus der trockenen Erde…

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Dann wollten wir zurueck und uns fiel gleich auf, dass alle Boote, bis auf ein paar etwas groessere, die vorher auf dem See waren verschwunden waren. Durch den Wind war das Wasser sehr unruhig und man konnte schon die weissen Schaumspitzen auf den Wellen sehen. Bernard (der Freund von Reggi, dem das Boot gehoerte) machte noch Witze und meinte, dass sein Boot nicht dafuer gemacht sei und das solche Wellen es schon mal schnell zum umkippen bringen.

Stefan sass ganz vorne, ich in der Mitte und die Williams hinten, als die erste grosse Welle uebers Boot schwappte und Stefan von oben bis unten klitschnass machte und er schnell zu uns nach hinten kam . Bernard fuhr extra langsam aber immer wieder lief das Wasser durch die Oeffnung vorne auf das Boot (das Boot war sehr flach und niedrig). Da es ueberall Oeffnungen hatte, konnte das Wasser aber auch wieder ablaufen. Leider wurden die Wellen immer hoeher und unruhiger, so dass das Wasser inzwischen immer hoeher ueber das gesamte Boot schwappte und wir alle von Kopf bis Fuss nass wurden.

Bis dahin fanden wir es noch sehr witzig, als dann allerdings ein paar so grosse Wellen uber das Boot schwappten und das Wasser nicht mehr schnell genug ablaufen konnte, stand ploetzlich das gesamte Vorderteil im Wasser und das Boot begann zu kippen. Der einzige Satz von Bernard, unserem Steuermann war der, den man nicht hoeren wollte ,,,oh shit we’re sinking” (sch… wir sinken)… Stefan und ich sprangen gleich auf und versuchten zusammen mit Brigitte und Reggi saemtliches Gewicht nach hinten zu verlagern und schafften es dadurch irgendwie, das Boot vorne wieder aus dem Wasser zu heben. Dann zogen wir uns schnell die Schwimmwesten an… einer auf dem Boot konnte nicht schwimmen und es war mir ein Raetsel wie diese Person noch ruhig bleiben und lachen konnte  Smile

Klitschnass…vom Wind zerstrubbelt…fast untergegangen und immer noch am lachen…Hauptsache ich hab mein Koerbchen mit den Wertsachen’’ Smile

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Mit Schwimmwesten fuehlten wir uns schon etwas wohler…

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Bernard steuerte das Boot seitlich an den Wellen vorbei und ziemlich landnah entlang weil es da nicht ganz so wellig war. Irgendwie schafften wir es dann doch die ganze Strecke zurueck bis zum Hafen zu fahren, wo wir alle zwar klatschnass, aber froh waren wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben.

Nachdem das Boot wieder auf den Anhaenger geladen war, stellte sich die Frage, was wir mit den 3 Fischen machen sollten, da keiner von uns Lust hatte sie sauber zu machen und zu kochen. Also nahm ich eine Tuete und brachte sie zurueck ins Meer. Der eine kleine schwamm gleich davon, der zweite kleine Suizidfisch schwamm weiter regungslos an der Wasseroberflaeche und der grosse drehte sich nochmal fuer einen kurzen Moment um als wuerde er sich bedanken und schwamm dann schnell ins tiefere Wasser…noch schnell eine gute Tat vollbracht Smile

Das Boot wieder auf dem Haenger…

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Ein paar Kakteen auf der Rueckfahrt…

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Als wir alle in unseren Autos sassen mussten wir noch lange ueber unsere Titanicsituation denken und lachen. Bernard meinte, die Leute hielten ihn schon fuer verrueckt, da er alleine lachend in seinem Auto sass….

Auf dem Nachhauseweg waren wir alle schon so platt, dass wir beschlossen beim Chinesen anzuhalten und dort gleich das Essen mitzunehmen, denn zum kochen oder essen gehen war keiner von uns mehr in der Lage.

Zurueck in Anthem…

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Am Montagmorgen war einer der groessten Feiertage in den USA, der Memorial Day ( so wie der Anzac Day in Australien, zu Gedenken aller Kriegshelden).

Das Outletcenter hatte natuerlich auch an einem Feiertag geoeffnet und durch den Feiertag hatten alle Laeden ihre Ware nochmals um 10 bis 20% mehr reduziert. Da mussten wir natuerlich zuschlagen. Da die beiden Deutschen einige unserer Sachen bereits mit nach Deutschland genommen hatten, waren unsere Rucksaecke fast leer und wir konnten in einen wahren Kaufrausch verfallen Smile $$$$$$$$$

Am Nachmittag fuhren wir dann voellig erledigt und happy zurueck nach Tucson…