Am Morgen herrschte bereits ein Kampf um die einzige Dusche…vielleicht auch was wenig fuer so viele Leute.
Dann aber hatten wir wieder alles gepackt und konnten weiter.
Wir fuhren ca 2 km noerdlich der Stadt zum Teddys Lookout, von dort hatten wir einen tollen Ausblick auf die kurvenreiche Great Ocean Road.
Von da aus ging es erst mal weiter landeinwaerts…
KM: 196 Erskine Falls
Nach etwa 9 km (der letzte km war sehr steil) gelangten wir an den Parkplatz und von dort aus waren es etwa 10 Minuten Fussmarsch ( viele Treppen) bis zu dem Wasserfall.
Den ersten Ausblick auf den Wasserfall hatte man etwas oberhalb, aber nach einigen weiteren Stufen gelangte man bis an den Flusslauf und hatte einen tollen Ausblick auf den ganzen Wasserfall und der tollen Natur.
Wir waren zwar frueh dran, aber das waren wohl auch andere, denn um uns herum tummelten sich bereits zig andere Touristen. Das war wohl das Gegenteil zur Westkueste, wo wir eigentlich immer alleine an allen Orten waren.
KM: 256 Otway Nationalpark
In dem 130 qkm grossen Park stehen die letzten Urwaelder Suedaustraliens.
Kaum waren wir in dem Nationalpark und umgeben von grossen Eukalyptusbaeumen sahen wir sie…die wie Teddybaeren aussehenden Koalabaeren…wie sie oben in den Baeumen sassen und gerade frassen oder schliefen…
Eine Koalamutter mit ihrem Baby…so suess
Den kleinen hinderten wir daran, ueber die Strasse zu laufen, wo er wahrscheinlich von einem der Irren ueberfahren worden waere, die durch den Park rasen als waere es eine Formel 1 Strecke!!!
Ueberall sah man Menschengruppen stehen und nach Koalas Ausschau halten. Kaum parkten wir irgendwo weil wir welche entdeckt hatten, dauerte es keine 2 Minuten bis 5 andere Autos neben uns parkten. Echt nervig.
Dann ging es weiter, immer wieder mit tollen Ausblicken auf die Kueste…
KM: 266 Maits Rest
Der 20 minuetige, sehr lohnenswerte Trek durch den Kuestenregenwald war sehr angenehm, da es dort nicht so heiss war. Ausserdem war der Weg sehr schoen, mit riesigen Baeumen, tollen Bruecken, grossen Farnen und anderen Pflanzen.
KM: 295 Point Franklin
Nach einer Abzweigung fuehrte ein ungefaehr 7 km langer Schotterweg zum Point Franklin.
Wir parkten das Auto auf dem Parkplatz und gingen den Pfad Richtung Kueste. Als wir um eine Kurve kamen, stand dort ein Paerchen das uns gleich winkte und anzeigte, dass wir ganz langsam und leise gehen sollten. Vor ihnen konnten wir ein Tier sitzen sehen. Als wir kurz davor standen konnten wir es erkennen, es war ein Echidnas, etwa dreimal so gross wie ein Igel, es hatte eine lange Nase wie ein Nasenbaer und ganz lange Stacheln am Koerper mit denen man besser nicht in Kontakt kommen sollte.
Wir standen einige Minuten regungslos da und beobachteten es wie es vor uns am Wegrand nach Futter suchte. Wir waren so beeindruckt, dass wir gar nicht mehr mitbekamen was um uns herum geschah.
Doch dann drehte sich Stefan fuer einen kleinen Moment um…. und erschrak…. unmittelbar hinter uns war in der Zwischenzeit eine grosse Schlange auf den Weg gekrochen und lag regungslos hinter uns…so, als wuerde sie sich tot stellen und nur auf ihre Beute warten. Wow, wir wussten gar nicht mehr was spannender war…der Echidnas oder die Schlange. Wir standen im warsten Sinne inmitten der Natur…
Dem Echidnas wurde es dann aber zu bunt und er machte sich aus dem Staub und wir gingen auch in die andere Richtung weiter, in der Hoffnung, dass die Schlange bis zu unserer Rueckkehr auch veschwunden waere.
Wir befanden uns inzwischen an dem suedlichsten Punkt der Great Ocean Road und in der Ferne konnte man auch den Leuchtturm sehen. Wir kamen aber nicht naeher an ihn heran, da man wie immer dafuer Eintritt zahlen musste.
Auf dem Rueckweg war die Schlange zum Glueck wieder im Gebuesch verschwunden. Unser Adrenalinspiegel war jetzt noch recht hoch ![]()
Kleiner Stop auf der Weiterfahrt…
KM: 345 Castle Cove
Von dort hatte man wieder einen tollen Ausblick auf die Kueste..
KM: 405 Port Campbell
Wir suchten dort nach einer Unterkunft, aber dank den Puplic Holidays war alles ausgebucht. So blieb uns nichts anderes uebrig als etwas ins Landesinnere zu fahren.
KM: 429 Timboon
Dort gab es ein einziges Hostel und dort sollte eine Uebernachtung 100 Dollar kosten, also fuhren wir weiter.
KM: 467 Cobden
Durch Zufall, wir wollten schon weiter fahren, entdeckte ich ein Motelschild an einer Tankstelle. Der ganze Ort wirkte dank der Ferienzeit wie ausgestorben.
Der Besitzer der Tankstelle wohnte zum Glueck nebenan und war gleich zur Stelle. Wir hatten Glueck, denn er hatte noch genau ein Zimmer frei. Wir erwarteten, da es von aussen nicht so besonders aussah, nichts tolles, aber Hauptsache wir hatten endlich ein Zimmer.
Als wir das Zimmer betraten waren wir sprachlos, ich glaube das war mit das schoenste Zimmer das wir in der ganzen Zeit hatten.
Das beste entdeckten wir allerdings erst als wir in dem Bett lagen…jede Seite hatte eine eigene Heizdecke….toll
Im Sueden wurde es Nachts richtig kalt, in der vorherigen Nacht hatten wir schon trotz 3 Decken gefroren. Wenn wir in dem Ort keine Unterkunft gefunden haetten, haetten wir auf die Alternative zurueckgreifen und im Auto schlafen muessen…aber bei den Temperaturen eine Horrorvorstellung. Zum Glueck kam es ja nicht so weit, wir hatten nicht nur eine Unterkunft gefunden, nein wir hatten auch noch Heizdecken, die wir die ganze Nacht nutzten…