Dienstag, 23. November 2010

31. Oktober Tom Price

 

Es ging also weiter Richtung Osten...zeitweise war es echt schlimm, alle paar Meter lag ein totes Tier, und nicht nur kleine... wir zaehlten einmal auf einem Stueck von 50 km 12 tote Kuehe!!! Richtig grosse fette Kuehe. Diese ganzen tote Tiere waren aber auch bloss auf den Strecken wo Roadtrains fuhren und wenn man sich diese riesen Trucks mit ihren 3 oder 4 riesen Anhaengern ansieht weiss man warum die nicht bremsen fuer die Tiere, denn sie wuerden es gar nicht schaffen zu bremsen also fahren sie einfach alles platt...abartig

Jedes mal wenn wir in eine ander Richtung fuhren aenderte sich die Natur….erst die langen gelbgoldenen Weizenfelder, dann die Nationalparks mit ihren Waeldern und jetzt diese tollen roten Berge…

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KM: 2654 Paraburdoo

Den Tank wieder voellig leer mussten wir tanken. Ich dachte ich traue meinen Augen kaum 1,69 AUD der Liter, das waren fast schon Deutschlandpreise...je weiter man Richtung Norden und Nordosten faehrt desto teurer wird der Sprit...(wahrscheinlich weil der auch erst mal da hin gebracht werden muss)..vollgetankt und den Geldbeutel leichter ging es weiter..

KM: 2736 Tom Price

Wir machten eine kleine Pause, kauften bei Coles nochmal fuer die naechsten Tage ein. Vor allem brauchten wir neue Wasserkanister, da das Klima je weiter wir Richtung Norden fuhren immer heisser und trockener wurde und man tgl. bis zu 5 bis 6 Liter trank.

Dann suchten wir uns einen Campingplatz...und fanden auch gleich einen, direkt am Mt. Nameless, so hatten wir eine tolle Aussischt. Dann nutzten wir die Kueche des Campingplatzes und genossen den Sonnenuntergang...

Einer der grossen Zuege, die das Eisenerz, das hier abgebaut wird, ab  transportiert… 

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Endlich angekommen. Von dem Campingplatz konnte man genau auf den Mt. Nameless sehen…

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Ein Wuestenerbsen Baum…

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Unser Stellplatz…

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Mit suessen Nachbarn Smile

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30. Oktober Coral Bay

 

KM: 1960 Coral Bay

In dem kleinen Oertchen angekommen fuhren wir gleich durch an den Strand, der aus wunderschoenen weissen Strand und tuerkisem Meer bestand...so wie im Bilderbuch.

Termitenhuegel, die sieht man auf der Fahrt in den Norden zu hunderten auf den Wiesen stehen, zum Teil richtig gross…

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Die Coralbay liegt direkt an dem 260 km langen Ningarlo Reef, ein riesen Taucher und Schnorchelparadies. Kaum stand man nur mit den Fuessen im Wasser, schwammen kleine aber auch schon richtig grosse Fische an einem vorbei. Und je weiter man rein ging umso mehr sah man, ganze Fischschwaerme, in allen Groessen und Farben…so toll

 

mit etwas Muehe kann man den kleinen  Fischschwarm erkennen…

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Nach einer kleinen Pause spazierten wir den Strand entlang und gelangten so an ein paar Plaetze wo es nicht so sehr von Touristen wimmelte.

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Da der Ort fuer unseren Backpackergeldbeutel viel zu teuer war, entschieden wir uns doch noch weiter zu fahren. Als wir an der Tankstelle ankamen traf uns der Schlag...1,59 AUD anstatt 1,20 AUD an den vorherigen Plaetzen. Wir dachten es laege an dem Ort und tankten bloss fuer 20 Dollar und fuhren weiter.

Wir fuhren eine Weile bis wir an die Kreuzung kamen Richtung Osten in den Karijini Nationalpark, auf dem Schild konnte man erkennen das unser Sprit definitiv nicht reichen wuerde..Schitt also mussten wir unnoetiger Weise weiter Richtung Norden nach Exmouth fahren...( 80 km pro Strecke, also 160km nur zum tanken...das gibt es nur in Australien)

KM: 2090 Exmouth

Dort an der Tankstelle musste ich lachen, der Sprit kostete genauso viel wie in Coral Bay...also 160 km voellig unnoetig gefahren...Exmouth ist keine schoene Stadt und lud auch nicht laenger zum bleiben ein, also fuhren wir die 80 km wieder zurueck Richtung Sueden und dann nach Osten Richtung Karijini NP.

KM: 2300 Barradale 24h Stop

Nach Stunden sind wir dann voellig erschoepft an einem 24h Stop angekommen, so konnten wir uns wenigstens wiedermal die Campingplatzgebuehren sparen...

29. Oktober Carnavon

 

Als ich in der Nacht aufstand um auf Toilette zu gehen, stand ich erst mal fuer ein paar Minuten sprachlos da und starrte nach oben...so einen Sternenhimmel hatte ich noch nie gesehen... der Himmel war so klar, dass man jeden einzelnen Stern so hell und nah leuchten sah, dass man das Gefuehl hatte wenn man den Arm hoch strecken wuerde koenne man sie anfassen. Die Sterne wirken so viel groesser und naeher als in Deutschland...echt komisch...dabei sind sies ja nicht. Leider kann man diesen Eintruck auf keinem Foto festhalten, aber ich kann nur sagen, dass es wunderschoen ist.

KM: 1580 Carnavon

Nach fast 500 langen km ueber den Highway...immer und immer gerade aus...fuhren wir an einem einzigen Roadhouse vorbei und es begegnete uns vielleicht 1 Auto oder Roadtrain in der Stunde... dann erreichten wir endlich Carnavon. Ein kleiner Ort, den wir kurz nutzten um mal wieder unsere emails zu checken. Dann ging es auch schon wieder weiter.

Ein kleiner Stop unterwegs, was fuer eine Aussicht…

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KM: 1660 Blow Holes

Nach einer Abzweigung ging es zum Quabba Point. Hier waren die besagten Blow Holes...wenn der Wellengang entsprechend ist wird das Wasser durch kleine Hoehlen in den Klippen nach oben gepustet. Wir mussten lange warten, sahen aber mit etwas Glueck eine Fontaene. Aber auch an den Rest der Klippen bot sich ein tolles Bild, wenn jedes mal die Wellen mit voller Wucht gegen das Gestein prallte und nach oben spritzte.

Man das war nicht windig, das war so ein Sturm das ich dachte ich fliege davon…

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KM: 1825 24/h Rastplatz Minilya

Nach weiteren fast 200 km kamen wir voellig erschoepft an dem Rastplatz an...wieder mal die Uebernachtungskosten sparen...der Platz war total schoen und ausser uns standen dort noch 2 Camper die sich den Campingplatz sparen wollten...

Der Platz lag an einem Fluss, der aber wie fast alle ausgetrocknet war, und waehrend wir unser Essen zauberten flogen um uns herum ganz viele weisse und rote Kanarienvoegel...das war echt mal wieder ein toller Ort...

Auf den letzten Metern stand eine dicke Kuh am Strassenrand…

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Der Rastplatz im “Nichts”

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28. Oktober Shark Bay

 

Schon recht frueh machten wir uns wieder auf den Weg. Vorbei an goldgelben, km langen Weizenfeldern…

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Wir fuhren wieder auf den Highway Nr. 1 Richung Norden. Billabong und Overlander waren die einzigen 2 Roadhaeuser an  denen man in den  naechtsten 200km vorbei kommt, der einzige Moment in dem man mal Menschen sieht, und dann wenn alle halbe Stunde bis Stunde mal ein Auto an einem vorbei faehrt…

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immer nur gerade aus…

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KM: 1060 Shark Bay

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KM: 1143 Shell Beach

Auf dem Weg vom Parkplatz zu dem Strand knacken bereits die kleinen Muscheln unter den Fuessen. Schon nach ein paar Metern hat man den Blick auf den 120 km weiten schneeweissen, nur aus kleinen Muscheln bestehenden Strand. An manchen Stellen ist die Muschelschicht bis zu 4 Meter tief und Wissenschaftler wissen bis heute nicht warum sich die Muscheln an dieser Stelle so angehaeuft haben. Das Befahren des Strandes ist inzwischen zum Glueck verboten, da schon eine Menge der Muscheln zerdrueckt sind.

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KM: 1180 Eagle Bluff

Nach einer kurzen Weiterfahrt kamen wir an eine Einfahrt die nicht mehr geteert war. Eigentlich durften wir nur asphaltierte Strassen befahren, da die Gefahr sich auf den unbefesstigten Strassen fest zu fahren zu gross ist und deshalb der Versicherungsschutz entfaellt. Trotzdem wagten wir uns auf die 4km lange Schotterpiste...der Boden war zum Glueck trocken, aber voller kleiner Rillen...so das die 4km einem vorkamen wie 100 und man voellig durchgeschuettelt wurde...nicht nur wir, ich dachte das Auto wuerde auseinander fallen...alles wurde hin und her geruettelt. Aber als wir ankamen wurden wir mit einer wunderschoenen Sicht ueber die Sharkbay, die Felsen und Straende belohnt.

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mit einem Fernglas konnte man Haie, Rochen und Delphine sehen…

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KM: 1200 Denham

Seit Geraldton hatten wir keine Stadt mehr gesehen...wir fuhren stundenlang auf dem Highway entlang, manchmal 2 bis 3 Stunden um ueberhaupt mal ein Roadhouse zu sehen um dann wieder stundenlang geradeaus zu fahren ohne ein Haus oder eine Menschenseele zu sehen. Das konnte einem schon ein komisches Gefuehl vermitteln...so abgeschnitten zu sein. Zuerst wusste ich nicht warum mir jeder Autofahrer winkt wenn er mir entgegen kommt, aber als ich merkte das es manchmal eine Stunde dauert bis einem ein Auto begegnet konnte ich es verstehen...man ist echt froh mal ein Auto zu sehen...

Also waren wir froh in Denham anzukommen. Wir stellten den Camper ab und liefen durch das kleine Oertchen...umgeben von vielen Menschen Smile

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KM:1220 Francois Nationalpark

Wir fuhren eine 5 km lange Strecke durch den Park, mussten dann aber umkehren da wir ohne 4WD nicht weiter kamen. Aber die 5 km waren schon sehr schoen, der Sand um einen herum war richtig leuchtend rot...

Auf dem Weg ueberquerte eine Emufamilie  die Strasse…

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Dann fuhren wir wieder zurueck, durch Denham Richtung Highway, auf halber Strecke kamen wir in eine Polizeikontrolle (mitten im Nichts ) diese war aber zum Glueck nur Routine und ich sollte einmal fuer den Alkoholtest ins Roehrchen pusten...da ich in all den Jahren in Deutschland noch nie angehalten wurde und so schrecklich aufgeregt war, holte ich erst einmal Luft anstatt zu pusten...alle lachten...ich haette auch im Erdboden versinken koennen...naja beim zweiten Versuch klappte es...und wie sollte es sein... 0 Promille Smile

KM: 1380 Hamelin Pool

Nach einer Weile erreichten wir Hamelin Pool, hier gab es einen Campingplatz auf dem wir uns erst mal ein Plaetzchen suchten. Vor 2 Jahren war ich schon mal da und es war immer noch der gleiche Besitzer, ein sehr netter, alter, duerrer Mann der aussieht wie Cat Weezel... ich musste lachen als ich ihn sah.

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Der alte Telegrafenmast…

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Nach dem wir den Camper geparkt hatten machten wir uns auf den Weg ueber die Duenen zu den Stromalotiten. Sie sind die aeltesten fossilen Lebewesen der Erde. Ein Holzsteg fuehrt hinaus aufs Wasser ueber die versteinerten Ablagerungen. Sie werden von Microorganismen gebildet ( Cyanobakterien) . Wenn das Wasser sehr niedrig ist kann man sehen wie sie ganz viele kleine Luftblasen bilden. Sie waren vor Milliarden von Jahren an dem Aufbau der Erdatmosphaere beteiligt weil sie mehr als 20% des Sauerstoffgehaltes gebildet haben.

Auch  hier gab es wieder einen Muschelboden, die Leute damals hatten ganze Bloecke rausgeschnitten und verarbeitet…

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Die Stromatoliten….die mit den braunen Koepfen sind leider schon tot…

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ueberall verschiedenste Formen…

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beim genaueren hinsehen konnte man den Sauerstoff sprudeln sehen

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Zurueck auf dem Campingplatz kochten wir lecker Baked Beans, unser neues Lieblingsessen...Bakes Beans mit Kartoffeln...ein Traum, und vor allem guenstig Smile