Das Klima hier war wieder voellig anders, obwohl die Luft immer noch recht trocken war, war es seit dem Vorabend recht kalt...fuer Deutschland wohl immer noch warm... aber ich als Frostbeule hatte mich schon laengst in lange Hose, Fleecejacke, dicke Socken und feste Schuhe gemuemmelt. Dank den kalten Temperaturen und dem fruehen Sonnenaufgang waren wir schon frueh auf und machten uns bereits um 6 Uhr auf dem Weg zum Nationalpark...da es noch so frueh war konnten wir eine Menge Kangoroos sehen...ueberall auf den Wiesen sassen grosse rote Kangoroos und einmal erwischten wir zwei kleine am Strassenrand...echt suess...fragten sich wohl auch was wir schon um die Zeit dort zu suchen hatten und schauten uns ganz verdutzt an.
waehrend die einen verdutzt schauten…huepften die andern gleich davon…
das waren zwei kleinere am Strassenrand, sie schauten uns eine Weile an und huepften dann schnell ins Gebuesch…
KM: 5503 Stirling Range Nationalpark
Das besondere an dem Nationalpark ist die 1073 m hohe Gebirgskette die sich aus dem ansonsten voellig flachen Land erhebt. Dies ist uebrigens der einzige Ort wo es gelegentlich in Westaustralien mal schneit.
Der “Bluff Knoll” ist mit seinen 1095 Metern der hoechste. Wir stellten unsern Camper auf dem Parkplatz ab, ruesteten uns mit genug Trinkwasser und begannen den Aufstieg, der alles andere als leicht war.
oh je bis auf die Spitze wollten wir…da lag noch ein langer Weg vor uns
Es ging 2 Stunden lang immer nur steil bergauf, teilweise ueber Stufen, Steine oder einfach nur ueber Schotter. Der Weg war sehr anstrengend und ging nur mit einigen Pausen. Immer wieder wenn wir dachten wir haetten den Gipfel erreicht ging es doch wieder weiter.
ueber Stock und ueber Stein…
gerade mal die Haelfte geschafft und schon voellig fertig!
Aber der Ausblick war echt fantastisch…
da unten kann man den Parkplatz sehen, von dem wir gestartet sind…
Wir erreichten eine Stelle an der man direkt an dem Abgrund vorbei kletterte und es sehr sehr tief runter ging...da ueberfiel mich wieder mal meine Hoehenangst...meine Beine zitterten und ich musste mich setzen, ich wollte keinen Meter mehr weiter. Hinter uns hoerten wir Stimmen immer naeher kommen, und dann ueberholten uns auch schon eine Gruppe Frauen aus Australien..(schon etwas aelter, konnte doch nicht sein, dass die das besser schafften als ich )...also krackselte ich erst auf allen Vieren und dann auf zwei Beinen ohne nach unten zu schauen tapfer weiter. Von dem Punkt an wurde der Weg auch wieder besser und ich war froh nicht aufgegeben zu haben.
da ueberlegte ich noch, ob ich wirklich weiter gehen sollte…
Kurz vor dem Gipfel winkte uns eine der Frauen, die uns zuvor ueberholt hatte zu und rief uns zu wir sollten nicht aufgeben, wir haetten es fast geschafft. Noch ein paar Meter und wir erreichten nach 2 Stunden den Gipfel und der Ausblick entschaedigte fuer die ganze Strapaze. Wir hatten einen 360 Grad Rundumblick ueber die gesamte Gegend. Auf der einen Seite sah man ueber die weiten goldenen Kornfelder, auf der anderen den Rest der Bergkette und auf der anderen viele Salzseen...wir sassen dort eine Weile mit der Gruppe Frauen die uns gleich mit selbst gebackenen Keksen versorgten, die Gruppe war echt lustig und alle schienen echt Spass zu haben...wir machten gegenseitig ein paar Fotos und brachten ihnen in der Zeit noch ein bisschen Deutsch bei...was ein Spass.
Die 9 lustigen Damen aus Busselton
Am Gipfel angekommen war es noch viel kaelter…brrr
Dann reichte es aber auch und wir machten uns wieder auf den Weg nach unten. Jetzt konnte ich auch viel mehr den Ausblick geniessen. Wir hatten das Glueck genau zu der Zeit da zu sein wo die ganzen Wildblumen bluehen.
Nach wiederrum 1 ½ Stunden erreichten wir voellig fertig und mit zitternden Beinen den Camper. Da musste erst mal neues Trinken und eine Banane her...
Nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter Richtung Albany.
Auf dem Weg hielten wir am TREE IN THE ROCK an, ein Karribaum der aus dem Fels waechst...sah aus als haette der Baum den Felsen aufgesprengt.
KM: 5620 Albany
Voellig muede erreichten wir Albany...wir suchten uns einen Campingplatz und chillten den Rest des Tages.
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