Dienstag, 12. April 2011

5. Maerz Nadi Town

 

Wie liessen uns gleich von einem der Angestellten in die Stadt fahren ( 10 Min. 8 Fiji $ = 3 Euro). Er setzte uns in der Stadtmitte ab und gab uns eine seiner Visitenkarten. Dann zeigte er uns einen Laden in den wir gehen konnten, die Angestellten kannten ihn und wuerden ihn anrufen wenn wir wieder zurueck wollten.

Kurz bevor wir ausstiegen bekamen wir noch eine Warnung mit auf den Weg. Leute wuerden von Maennern auf der Strasse angesprochen um Touren ” billiger” zu buchen. Touristen seien oft naiv und wuerden darauf hereinfallen. Dabei kassierten diese Leute nur ab, und nachher ist dann nichts mit Tour weil niemand sie abholen wuerde wie vorher versprochen.

Nun, wir waren ja schon einiges aus unserer Asienzeit gewoehnt und waeren sicher vorsichtig.

Kaum war unser Fahrer weg wurden wir von Leuten die irgendwas verkaufen, oder uns in ihre Laeden ziehen wollten, umlagert. Es war wirklich wie in Asien. Die Sonne brannte erbarmungslos auf Kopf und Schultern und man konnte nicht in Ruhe stehen  bleiben um zu ueberlegen wo man hingeht, denn dann hatte man verloren. So hiess es auf keinen Fall Karte oder Reisefuehrer auspacken, nicht stehen bleiben, immer nur kurz gruessen, aber bloss auf kein Gespraech einlassen.

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Dies wurde bei den unertraeglich heissen Temperaturen schnell nervig. Wir liefen einmal die Strasse entlang und gelangten an einen kleinen Gemuesemarkt. Leider war dessen Dach ( eine Plane) nicht fuer grosse Menschen wie uns Europaeer gemacht, so hiess es den ganzen Markt in gebueckter Haltung abzugehen. Die Leute sassen mit ihren Angeboten auf dem Boden und schauten uns sehr verdutzt an. Schnell konnten wir erkennen, dass weit und breit kein anderer Tourist zu sehen war. Da alle schon sehr skeptisch schauten wollten wir nicht noch unsere Kameras auspacken und verzichteten mal auf ein paar Bilder…

Nachdem wir wieder unsere normale Groesse einnehmen konnten sahen wir um die Ecke eine Baeckerei. Dort goennten wir uns ein paar kleine Teilchen und einen Kaffee… und es kostete fast nichts! Kaum war man weg von dem Tourismus war alles so billig. Eine Wasserflasche in unserem Hostel kostete 4 $, hier  bekam man im Supermarkt ein 6er Pack dieser 1,5 Literflaschen fuer den selben Preis. Echt Wahnsinn.

Dann hatten wir auch schnell die Nase voll, und liessen uns wieder abholen.

Zurueck am Hostel feierte gerade die Tochter der Besitzerin ihren 8. Geburtstag. Dabei wurde das ganze Hostel samt Pool von unzaehligen Kindern in Anspruch genommen. Ich weiss nicht was da anstrengender war. Die Kinder oder die Typen in der Stadt Winking smile

Wir versuchten in der  anderen Ecke des Hostels ein wenig zu chillen und nutzten die gute Internetverbindung um mit unserer Familie zu skypen. Doch schnell wurde das unter den Kindern bekannt und alle schwirrten um uns herum. Vorbei mit Ruhe Sad smile

Dann buchten wir fuer die naechsten Tage eine Tour auf die tollen vorgelagerten Inseln.

Irgendwann kehrte dann auch Ruhe ein und fuer uns gab es ein gekuehltes Fijibier und Pasta…super leckere Pasta…yammmiii!!!

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sichtlich groggy nach den letzten Tagen…ja, auch Reisen macht irgendwann muede Winking smile

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Nach dem Abendessen kamen zwei Angestellte zu uns und fragten ob wir gerne Kawa probieren moechten. Kawa ist das traditionelle Getraenk auf Fiji. Zu jeder Besonderheit oder Familienfeier gibt es Kawa. Aber auch bei gesundheitlichen Problemen oder Schlafstoerungen schwoeren sie auf dieses Getraenk. Sie sagten sogar, dass die Menschen von Uebersee das Pulver in Massen importieren wuerden um das Getraenk herzustellen, weil es so gesund sei. Na, wir waren natuerlich neugierig und wollten es nun auch probieren…

Wenige Minuten spaeter kamen sie mit einer Holzschuessel, einem Tuch, dem Pulver und abgekochten Wasser wieder. Das Pulver wird aus dem Holz einer Pfefferpflanze gewonnen und saeckchenweise sogar im Supermarkt verkauft. Es sieht aus wie Dreck…

Dann begannen die beiden mit der Zubereitung. Erst wurde das Pulver in das Tuch gekippt...

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Dann wurde ein wenig heisses Wasser in das Tuch auf das Pulver gekippt und der andere durchmischte mit seiner zweiten Hand das ganze so, dass das Wasser sich durch das Tuch in die Holzschuessel drueckte. Dabei sah es auch aus wie schmutziges Wasser…also nicht sehr einladend…

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Das wurde so lange gemacht bis das ganze Wasser in der Schale war. Dann musste man in die Haende klatschen und bekam eine kleinere Schale von der braunen Fluessigkeit gereicht ( alle tranken aus dieser einen Schale). Wie bereits erwaehnt besteht das Pulver aus einer Pfefferpflanze und hat eine muskelrelaxierende Wirkung ( deshalb auch gut zum Schlafen) . Kaum hatte ich den ersten Schluck genommen verzog ich das Gesicht…es sah nicht nur aus wie schmutziges Wasser, nein es schmeckte auch so. Nach nur wenigen Sekunden setzte auch seine Wirkung ein, Zunge und Rachen begannen sich ganz rauh und taub anzufuehlen…so wie bei der Betaeubung beim Zahnarzt.

Stefan nahm auch nur einen kleinen Schluck und ekelte sich offensichtlich. Da es aber als Beleidigung angesehen wird wenn man das Getraenk ablehnt oder die Schale nicht leer macht, musste ich nochmal einen riesen Schluck nehmen um das bloede Ding noch leer zu machen….uuuuaaahhhhhh war das eklig. Man haette mir  danach ohne Betaeubung meine Rachenmandeln entfernen koennen ohne das ich was gemerkt haette…..

Wir bedankten uns und machten uns schnell aus dem Staub. Wir wollten schliesslich noch die Wirkung auf unseren Schlaf testen Smile

Die kleinen Echsen sahen wir schon die ersten Tage in Asien, kaum wird es dunkel kommen sie aus ihren Verstecken, setzen sich an die Waende nah an Lampen…sie warten auf Insekten, die ans Licht fliegen und fressen sie. Die Echsen machen merkwuerdige Geraeusche, die wir erst mal zuordnen mussten. Aber inzwischen freuen wir uns immer wenn wir sie sehen, denn das bedeutet weniger Fliegen und Mosquitos Smile

 

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Mal eine Karte von den Fijiinseln…  Viti Levu ist die Hauptinsel und westlich befindet sich Nadi, da wo wir uns gerade befanden…

fiji-islands-map21[1]

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