Nach dem Fruehstueck fragte uns der Besitzer ob wir Lust haetten auf den hoechsten Berg der Insel zu klettern, er wuerde uns einen seiner Angestellten zur Seite stellen der uns den Weg zeigen und das ein oder andere erklaeren wuerde. Wir nahmen das Angebot dankend an, denn auf nur chillen hatten wir auch keine Lust.
Also schnell umgezogen und los gings. Unser Guide ( ich habe leider seinen Namen vergessen) mit Machete bewaffnet ging vor und wir stolzierten ihm hinterher.
Es war bereits ueber 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass man schon ohne etwas zu tun schwitzte. Der Weg dauerte knapp 1 1/2 Stunden und fuehrte steil den Berg hinauf….manchmal schon so steil, dass wir uns mit den Haenden hochziehen mussten. Fuer uns waren diese insgesamt knapp 3 Stunden der anstrengenste Walk in den ganzen Monaten.
Als unser Guide uns erzaehlte, dass es viele nicht bis an die Spitze schaffen wuerden, waren wir natuerlich noch motivierter es bis nach ganz oben zu schaffen. Wir hatten seit Asien nicht mehr so geschwitzt und bereits nach der Haelfte haette ich am liebsten abgebrochen.
Das Gras war zum Teil ueber 2 Meter hoch und die Luft dort war noch aufgeheitzter. Unser Guide schlug immer wieder mit seiner Machete den Weg fuer uns frei.
Dann war es aber tatsaechlich soweit…wir hatten es bis an die Spitze geschafft…ueberrascht und stolz auf uns, wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Wir befanden uns an der hoechsten Stelle der Mamanuca Islands und konnten somit weit uebers Meer und alle anderen Inseln sehen…wirklich beeindruckend.
Viel Wasser…
Noch motiviert…
Dort auf der Spitze wohnen die Besitzer Rosemarie und Brad, beide auch urspruenglich aus Neuseeland...
Diese kleine Insel gehoert einem Amerikaner…dort eine Nacht zu verbringen wuerde wohl leicht unser Budget fuer das ganze Jahr sprengen…
Die vordere Insel die man hier sieht mit dem langen Sandstrand ist Mana Island und unser naechster Stop… dahinter sieht man die restlichen Inseln der Mamanuca Gruppe, unter anderen auch Castaway Island, wo der gleichnamige Film mit Tom Hanks gedreht wurde…
Endlich am Ziel angelangt…
Auf der ganzen Insel gibt es neben unserem auf der anderen Seite noch ein anderes Resort…und ein kleines Fijidorf…
Honeymoon Insel…dort gibt es nur Strand und ein kleines Waeldchen, schoen fuer einen Tagesausflug oder wenn man mal alleine sein moechte ![]()
Hier sieht man gut, dass weit entfernt die Wellen des Ozeans auf das Barrier Reef brechen…
Zurueck ging es zwar bergab, aber das war nicht unbedingt leichter, mindestens einmal landetete jeder von uns mal auf dem Hosenboden
es war nicht nur steil sondern durch den Regen der letzten Tage auch noch extrem rutschig…
Kurz vor dem Ziel fing es wieder passend zum Nachmittag in Stroemen an zu regnen…
Am Nachmittag nutzten wir den kurzen regenfreien Moment um mal in den Pool zu huepfen ( im Meer herrschte Ebbe), zu mehr waren wir nach der Wanderung nicht mehr faehig.
Seit dem Vortag hatte ich schon eine ziemlich schmerzhafte Unterlippe, dachte aber nur an ein paar Aphten, die man schonmal hat. In den folgenden Stunden entwickelte sich dies allerdings zu unzaehligen Eiterblaeschen und einer dicken Lippe (kein Herpes)… anscheinend hatte ich mir an dem Kawagetraenk irgendeine Infektion eingefangen, was wirklich hoellisch weh tat. Da es aber keine Apotheke gab versuchte ich wenigstens nach einem Kamillentee ( gut bei Infektionen im Mund) zu fragen, aber alle schuettelten bloss den Kopf. War ja klar, dass man sowas bekommt wenn man alleine auf einer Insel ist, ohne Apotheke oder Supermarkt. Inzwischen war meine Lippe so dick und schmerzhaft, dass ich keinen Spass am Abendessen hatte, aber so hungrig war nach dem Marsch vom Vormittag…es war zum verrueckt werden.
Nach einer Weile setzte sich ein Mann zum Essen neben uns. Er war Neuseelaender und baute sich gerade nebenan ein Haus. Am Abend kam er dann zum Essen immer rueber in unser Resort. Wir unterhielten uns eine Weile und dann fragte er was mit meiner Lippe los sei, ich erzaehlte ihm die Geschichte mit dem Kawa und er musste schmunzeln. Dann sagte ich ihm, dass ich nicht mal Kamillentee bekommen wuerde… dann lachte er laut und sagte er haette unzaehlige Packungen zu Hause. Nach dem Essen nahm er uns mit zu seinem Haus, dass fast neben unserem Bungalow gebaut wurde, gab mir nicht nur ein ganzes Paket Kamillentee mit sondern gleich noch eine Tasse mit frisch gekochtem Tee…was fuer ein Zufall
…und es tat wirklich gut…
Bei Flut ist das Wasser gleich vor der Haustuer…
Unser Essensplatz…
Das ist Simba, ein wunderschoener und total lieber Rhodesian Ridgeback. Als die Besitzerin Rosi hoerte, dass es unser Lieblinghund ist, hatte sie wohl schon Angst wir wuerden ihn mitnehmen. Aber haette er in unseren Rucksack gepasst….hmmm ![]()
Die Bar…zu der Zeit etwas tote Hose…
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