In der letzten Nacht hatte es eine riesen Party gegeben, das war so laut, dass wir nicht wirklich die Augen zumachen konnten. Um 3 Uhr war dann endlich Ruhe. Doch wir hatten das Glueck neben 2 amerikanischen Maedels zu wohnen, die meinten ihre Party auf dem Zimmer weiter feiern zu koennen. Sie sangen lauthals und es hoerte sich an als ob sie das ganze Zimmer auseinander nehmen wuerden. Meine Geduld war am Ende, das erste mal bat ich die Maedels noch sehr freundlich doch bitte etwas leiser zu sein, als sie dann aber noch lauter wurden sagte ich gar nichts mehr. Unsere Hoffnung, dass sie irgendwann einschlafen wuerden bestaetigte sich erst kurz vor Sonnenaufgang.
Kaum zu glauben, aber als wir um 8 Uhr auf das Fruehstueck warteten ( auf Fiji gibt es immer alles zu spaet…Fijitime wie die Einwohner sagen), kamen die beiden tatsaechlich schon aus ihren Zimmern.
Dann geschah das, was man sowas wie Gerechtigkeit nennt…die eine, die am lautesten gesungen hatte, lief noch halbtrunkend auf die Haengematte zu und trat dabei mit ihrem ganzen nackten Fuss in das Erbrochene von einem Partygast vom Vorabend….iiihhhhh…ich konnte mich kaum noch halten vor lachen…
Nach dem Fruehstueck mussten wir uns mit allen anderen die an dem Tag abreisten in den Speiseraum setzen. Dann kamen alle Angestellten und sangen ein Abschiedslied…echt nett…
Puenktlich auf die Minute (was wir gar nicht mehr gewoehnt waren) war unser Boot da. Leider hatten sie sich von der Bootsfirma verplant und wir waren viel zu viele Leute fuer das Boot. Aber das machte nichts, einer sass noch auf dem Gepaeck und wir andern fuehlten uns alle wie Sardinen in der Buechse. Auf der naechsten Insel atmeteten wir auf, da 3 Leute ausstiegen. Als wir aber sahen, dass 7 Leute zusteigen wollten war die Freude schnell vorbei. Bei aller Liebe und all dem Quetschen, das waren einfach zu viele. Dann telefonierte unser Kapitaen und 3 der Jungs durften umsonst mit dem naechsten Boot fahren, was um einiges groesser war. So sassen wir trotzdem wieder voellig gequetscht auf dem Boot. Wir brauchten auch keine Angst haben, dass die Schwimmwesten in einem Notfall nicht reichen wuerden, denn es gab erst gar keine!!!
Der Himmel wechselte sehr schnell von grau auf fast schwarz und wir gerieten in ein riesen Unwetter. Uns erstaunte, dass der Fahrer noch irgendwas sehen konnte. Da das Boot nur nach vorne einen Schutz hatte wurden wir alle sehr schnell nass. Aber das war nicht das Schlimmste… durch den Sturm wuchsen die Wellen und waren irgendwann hoeher als das Boot, was einem manchmal echt Angst machte. Einige auf dem Boot suchten schon verzweifelt nach einer Moeglichkeit ihren Mageninhalt zu entleeren und ihre Gesichtsfarbe konnte man fast minuetlich wechseln sehen.
Kurz vor dem Festland legte es dann richtig los. Inzwischen konnte man zwar Land sehen, aber das beruhigte einen noch nicht wirklich. Als wir dann aber doch irgendwie am Strand ankamen war das Meer so unruhig, dass einer der Maenner ins Wasser springen musste und das Boot ans Land zog. So mussten wir dann nacheinander ins Wasser springen und an Land waten. Als ich ins Wasser sprang stand ich bis zu den Oberschenkeln im Wasser, somit war meine Hose klitschnass, und den Rest erledigte der starke Regen.
Voellig mitgenommen und durchnaesst gelangten wir in das Hostel, in dem wir in den ersten Tagen bereits waren. Die Leute freuten sich alle uns wieder zu sehen und als sie sahen wie durchnaesst wir waren gaben sie uns schnell den Schluessel und machten gleich unseren Bungalow fertig.
Wir genossen ausgiebig eine heisse Dusche, da es auf den Inseln kein Warmwasser gegeben hatte. Danach fuehlten wir uns wie neu geboren und liessen uns erstmal das leckere Essen dort schmecken…
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