Wir nutzten den Wasserschlauch an dem Campingplatz um den Wagen noch von dem ganzen Matsch zu entfernen, tankten ihn an der naechsten Tankstelle voll und suchten einen Laden wo wir die Gasflasche wieder auffuellen konnten.
Das bloede an den Campern ist, dass man eine riesen Gasflasche hat und bevor man sie zurueck gibt muss man diese wieder voellig auffuellen. Allerdings muss man immer fuer eine volle Flasche zahlen, auch wenn man sie nur paar mal benutzt hat und die Flasche nicht mal halb leer ist. Man muss immer 35 Dollar zahlen.
Wir fanden recht schnell einen grossen Laden zum auffuellen der Flasche. Als wir auf den Hof fuhren sah ich in der Ecke eine grosse Bartagame ( Echsenart) sitzen. Gleich stieg ich aus dem Auto und ging vorsichtig mit der Kamera auf sie zu. Dann kam eine Dame aus dem Laden und meinte, dass diese Echse oft dort sitze und eigentlich sehr zutraulich sei. Manchmal wuerde sie sich sogar streicheln lassen.
Ich machte gleich ein paar Fotos und dann widmeten wir uns wieder der eigentlichen Sache, der Gasflasche. Ein Mann kam aus dem Laden und nahm die Flasche mit, nach ein paar Minuten kam er zurueck und meinte sie sei noch so gut wie voll und wir braeuchten nichts zahlen…cool 35 Dollar gespart….
Dann hielten wir kurz an unserem neuen Hostel und luden schon mal das ganze Gepaeck ab.
Anschliessend fuhren wir Richtung Autovermietung, auf dem Weg machten wir aber noch einen kurzen Halt an der “School of the Air”.
Da in Australien manche Kinder weit entfernt von den naechsten Orten auf einer Farm im Outback aufwachsen, hatten sie frueher keine Chance eine Schule zu besuchen. Waehrend anfaenglich die ersten Kinder ueber Funkgeraet unterrichtet wurden, ist es heute hingegen sehr modern. Alle Kinder sitzen vor einem Computer mit Kamera zu Hause und sind mit andern Kindern und Lehrern verbunden. Also genauso wie bei uns nur dass sie nicht in einem Klassenraum zusammen sitzen sondern zu Hause. Die Kinder einer Klasse sind zum Teil ueber 1,3 Millionen qkm verstreut.
Danach fuhren wir zu der Autovermietung und gaben den Camper ab. Dann mussten wir knapp 5 km zu Fuss laufen um zu unserem Hostel zu gelangen. Als wir allerdings gerade auf dem Weg waren fiel mir ein, dass wir noch einen Zweitschluessel fuer den Camper besassen, der aber noch in meiner Handtasche im Hostel lag…aber es war der Dame gar nicht aufgefallen…wir lachten und dachten an ein nettes Erinnerungsstueck und gingen weiter
Doch kaum 10 Minuten spaeter hielt neben uns ein Auto, wir freuten uns schon und dachten es sei jemand der uns vielleicht mit in die Stadt nehmen wollte ( es war echt ein gutes Stueck zu laufen).
Doch als ich in das Auto sah, sass dort die Dame von der Autovermietung…sie fragte nach dem Autoschluessel, es sei ihr eben erst nicht aufgefallen, aber der zweite wuerde fehlen.
Wir taten erst ganz ueberrascht, aber dann sagte ich ihr, dass es mir wieder einfiele und dass er sich noch in meiner Tasche in dem Hostel befinde…und schaute etwas verzweifelt. Da sagte die Dame wir sollten einsteigen und fuhr mit uns zu dem Hostel. Ich kramte dort den Schluessel raus, gab ihn ihr und entschuldigte mich nochmals.
Als sie ausser Reichweite war bekamen wir beide einen Lachanfall, so hatte der vergessene Schluessel etwas Gutes, die Dame hatte uns umsonst die 5km nach Hause gefahren….Hihihi…haette in Deutschland auch keiner gemacht. Was fuer ein Glueckstag!
Dann bekamen wir unser neues Doppelzimmer…die ganze Hostelanlage war echt schoen, mit Pool und einem grossen Garten. Unser ”Zimmer” war ein ganzer Wohnwagen. Von innen riesig, sogar mit eigenem Kuehlschrank. Davor stand ein Tisch mit 3 Stuehlen und eine Marquise fuer Schatten…echt schoen.
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