Montag, 25. April 2011

1. April Tin Can Bay bis Rainbow Beach

 

Der Hauptgrund warum Touristen nach Tin Can Bay kommen sind die 2 fast schon zahmen indopazifischen Buckeldelphine, die seit Jahren jeden Vormittag an den Steg kommen um ein paar Fische von den Leuten zu bekommen.

Puenktlich um 7:45 Uhr waren nicht nur wir an dem Steg, sondern noch unzaehlige andere Touristen…

Im Wasser standen zwei Damen und neben ihnen schwamm jeweils ein Delphin. Sie erzaehlten etwas ueber die Geschichte der beiden Tiere. Es waren beides Weibchen, die eine 20 und die andere 24 Jahre alt.

Die beiden waren echt suess…

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Dann konnten sich die Touristen, die wollten, fuer 5 Dollar einen Eimer mit einem Fisch kaufen und ihn unter Aufsicht der beiden Damen verfuettern. Jedes Jahr sterben viele Delphine weil sie sich durch Menschenhaende mit Keimen infizieren die ihr Immunsystem nicht kennt. Daher achten die beiden Damen sehr darauf, dass keiner die Tiere anfaesst. Auch wenn sie nur einen kleinen Teil von dem was so ein Delphin an einem Tag verdrueckt an Futter den Tieren geben, so sehe ich dem Ganzen trotzdem sehr skeptisch entgegen. Ich glaube auch nicht, dass sich die Touristen vor dem fuettern alle die Haende gewaschen hatten… ich sah zumindest keinen, der es tat.

Wir schauten uns das Ganze mit genuegend Abstand an, fuhren dann aber auch schnell weiter…

Ein Stop auf dem Weg… in den Wasserloechern konnte man eigentlich schwimmen, aber es sah fuer uns nicht so einladend aus…

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KM 2066: Rainbow Beach

Nachdem wir erst ein Stueck die Strasse entlang auf einen Berg gefahren sind und etwa 20 Minuten durch ein Waldstueck gelaufen sind, gelangten wir ploetzlich aus dem Wald auf eine riesengrosse Sandduene.

Von dort aus konnte man fantastisch uebers Meer und uebers Land sehen.

Carlo Sandblow, so hiess die Sandduene, entstand in vielen Jahren durch den Sandstrand und extreme Windverhaeltnisse. An manchen Stellen lugt noch hier und da ein Stueck Holz hervor und es laesst sich erahnen wie Jahre zuvor dort noch ein dicht bewachsener Wald stand.

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In dem Waldstueck auf dem Rueckweg entdeckten wir einen Baum mit rotem Harz…

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Dann  fuhren wir zum Rainbow Beach, von wo aus alle paar Minuten eine Faehre rueber auf  Fraser Island faehrt. Wir liefen ueber eine Stunde den Strand entlang… es war herrlich. Endlich mal wieder ein toller sonniger Tag Smile

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Dann machten wir uns auf den Weg zurueck zum Auto. Inzwischen waren wir schon sehr hungrig und beschlossen erst mal unseren leckeren Salat zu speisen bevor die Fahrt weiter ging. Da es aber im Auto so unertraeglich heiss war, schaltete ich die Aircondition ein, was sich wenig spaeter als folgenschwerer Fehler entpuppte. Nach etwa 10 Minuten wollten wir dann weiter fahren und als ich das Auto zurueck auf die Strasse setzte fing ploetzlich die Motorhaube voellig an zu qualmen und beim Blick auf die Temperaturanzeige stand der Zeiger auf Maximum!!! Ich stellte sofort den Motor ab und ueberlegte ob jetzt der Feuerloescher hinter uns notwendig sei, entschloss mich aber erstmal auszusteigen um die Motorhaube zu oeffnen. Zwei Maenner sahen uns etwas verzweifelt um das Auto stehen und kamen gleich zur Hilfe. Sie kannten das Problem und meinten, man duerfe niemals in Australien eine Aircondition laufen lassen wenn man nicht fahren wuerde…toll, dass man das nicht vorher von der Mietfirma erfuhr. Wir dachten schon der Motor sei voellig hinueber aber einer der Maenner meinte gleich, es waere nicht so schlimm. Das gesamte Kuehlwasser hatte so gekocht und gesprudelt, dass unter der Motorhaube alles voller Wasser war. Ich ging los zum naechsten Campground und fragte dort eine Familie nach Wasser. Die beiden Kinder und ihr Vater kamen gerade vom Angeln zurueck, hatten riesen Krebse in den Haenden und zeigten sie mir ganz stolz. Der Vater brachte mir einen  15 Liter Kanister Wasser und wuenschte uns viel Glueck.

Einer der Maenner fuellte das Wasser in den Kuehler und gab mir genaue Anweisungen wie ich das Auto zu starten hatte.

Das Auto lief wieder ohne Probleme, allerdings ohne Aircondition. Also mussten wir auf die 2 Fensteraircontions zurueckgreifen, aber Hauptsache es war nichts kaputt…

Und als haette das Ganze nicht gereicht wurden wir in dem naechsten Ort angehalten und ich durfte gleich mal blasen…in ueber 10 Jahren wurde ich nicht einmal von der Polizei angehalten und in den letzten Monaten gleich drei mal!!!

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KM 2252: Noosa Heads

Wir steuerten gleich den ersten Campingplatz an, hatten dort einen Platz unter Palmen und huepften dann zur Abkuehlung in den grossen Pool Smile

 

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Sonntag, 24. April 2011

31. Maerz Tin Can Bay

Zur Abwechslung regnete es mal wieder Sad smile

Hier waren noch deutlich die Reste der Fluten zu sehen…

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Wir fuhren nochmal in die Stadt und sahen uns die bekannte Bundaberg Brauerei an…

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KM 1830: Childers

An einem kleinen Strassenstand kauften wir uns frische Zutaten fuer einen leckeren Salat…

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KM 2021: Tin Can Bay

Der kleine Ort ist nur 10 km vom Rainbow Beach und der Zufahrt zu Fraser Island entfernt.

Wir kauften erst mal ein und fuhren auf den naechsten Campingplatz…

In Blau die zurueckgelegte Strecke von 298 km…

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Samstag, 23. April 2011

30. Maerz Schildkroetenbabys

 

Wir wurden wieder mal vom Regen geweckt…nachdem wir etwas Zeit vertroedelt hatten und es trotzdem nicht besser wurde fuhren wir weiter.

KM 1691: Bundaberg

Besucher kommen aus drei Gruenden in die Stadt… um Obst zu pfluecken, den Rum ( Australiens beliebtester Zuckerrohrschnaps wird hier gebrannt)  zu trinken oder den Schildkroeten beim Schluepfen zu zusehen…

Wir hielten erstmal an der Touristeninformation und buchten eine Schildkroetentour fuer den Abend.

KM 1715: Bargara

Der kleine Vorort von Bundaberg hatte einen kleinen Campingplatz und einige Strassen weiter fand am Abend die Tour statt. Also hielten wir an dem Campingplatz, und vertroedelten den Nachmittag mit einem leckeren Essen und einem Strandspaziergang.

Der kleine haette wohl auch gerne was Essen abbekommen…

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Um 18:30Uhr waren wir bereits an dem Parkplatz des Schildkroeten Centre. Als wir das Centre betraten bekamen wir nach dem Vorzeigen unserer Tickets einen Aufkleber auf unsere Jacken geklebt um spaeter erkennen zu koennen zu welcher Gruppe man gehoerte. Dann gab es erst mal einiges an Informationen ueber die riesen Schildkroeten Mon Repos.

Die Mon Repos ist eine der groessten Schildkroeten, die alle zwei bis drei Jahre von November bis Februar an immer die gleiche Stelle ( an der sie einst selber geschluepft ist) zurueckkehrt um dort in 50 bis 60 cm Tiefe ihre Eier abzulegen. Die kleinen schluepfen dann von Januar bis Maerz. Der gleiche Instinkt, der die grossen Schildkroeten immer an die gleiche Stelle zurueckbringt fuehrt die frisch geschluepften gleich vom Land ins Wasser. Das einzige das die Tiere mit schwerwiegenden Folgen irritieren kann ist Licht. Dazu reicht bereits eine Taschenlampe. Leuchtet man auf eine andere Stelle weg vom Meer, erreicht man, dass die jungen nicht wie gewollt ins Meer laufen, sondern sich weiter entfernen. So verwirren sie auch Bootslichter, Autolichter und sogar eine Lampe an einem Haus das nah am Strand steht. So hat man diesen Strand, da die Tiere nur in der Nacht (zum Schutz vor wilden Tieren) schluepfen, ab 18 Uhr bis zum fruehen Morgen geschlossen, um die Tiere zu schuetzen.

Dieser eine Strand steht unter staendiger Beobachtung von den Schildkroeten Experten. Sie achten darauf, dass nichts die Tiere beim legen oder schluepfen stoert.

So startete also unsere Tour… einige der Angestellten verbrachten die Zeit draussen an den Nestern, und sobald sich an einem Nest was tat gaben sie das ueber Funkgeraet durch und die Gruppe ging los.

Wir mussten auch nicht lange warten bis der Funkspruch kam und wir unserem Guide folgten. Es war bereits stockdunkel, es regnete in Stroemen und nur unser Tourfuehrer hatte eine Taschenlampe. Wir liefen eine Weile den Strand entlang bis wir zu 2 anderen Maennern gelangten,…das waren wohl die, die den Funkspruch durchgegeben hatten. Wir stellten uns alle im Kreis um das Nest und nach wenigen Minuten begann das Krabbeln und die ersten Kroeten gelangten an die Oberflaeche. Der ganze Boden schien sich drum herum zu bewegen, es waren sooooo viele.

Die Guides lockten sie erst mal mit Licht in ein umzaeuntes Gehege, damit wir die kleinen etwas ansehen konnten. So konnten wir direkt sehen, wie sehr sie sich von Licht irritieren lassen, sie laufen immer direkt drauf  zu. Deshalb durften wir auch keine Fotos machen, da auch das Blitzlicht sie irritieren wuerden. Als alle erstmal in dem Gehege waren durften wir allerdings fuer ein paar Minuten ein paar Bilder machen.

Dann stellten wir uns in 2 Reihen bis zum Meer auf und in der Mitte standen 6 Leute mit Taschenlampen. Diese 6 Leute leuchteten auf den Boden und als die Guides das Gehege entfernten liefen die kleinen Tierchen in einem Affenzahn dem Licht entgegen. Wenn sie die erste Lampe erreicht hatten wurde diese ausgeschaltet. Dann liefen sie zur zweiten usw…immer weiter an uns vorbei bis sie schlussendlich alle das Wasser erreichten und davon schwommen.

Leider gibt es in der Natur keine Menschen die aufpassen, dass alle ins Wasser gelangen. Viele der kleinen Tiere sterben schon auf dem Weg zum Wasser, weil sie von Raubtieren gefressen werden. Aber auch wenn sie den Weg bis ins Wasser schaffen bedeutet das keine Sicherheit, denn dort warten bereits die naechsten Feinde auf sie, wie hungrige Haie… bloss ein bis zwei ueberleben ueberhaupt und kommen nach 4 bis 5 Jahren an den Ort zurueck um dort ihre eigenen Eier wieder abzulegen.

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So sehen sie dann aus wenn sie gross sind …

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Der Moment indem wir mal ein paar Fotos machen durften…

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Sie waren voller Sand, aber sooooo suess…

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Als alle dann im Wasser verschwunden waren gingen wir zurueck zu dem Nest und der Guide zeigte uns erstmal wie tief das Nest war und begann alle Eier aus dem Nest zu schaufeln. Es waren deutlich ueber 100 Eier gewesen und es waren alle bis auf 1 Ei geschluepft. Unser Guide war begeistert, denn das war eine fantastische Quote die er selber noch nie erlebt hatte Smile

Da kniet unser Guide vor den ganzen leeren Eierschalen…

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Dann gingen wir wieder zum Auto zurueck und fuhren klitschnass zum Campingplatz zurueck…

In Blau die zurueckgelegte Strecke von 145 km…

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