Mittwoch, 12. Januar 2011

9. Januar Einzug ins Share House

 

Der Mann an der Rezeption war sichtlich traurig, dass wir nun endgueltig auszogen, aber eins konnten wir ihm versprechen, sollten wir nochmals in Melbourne sein, wuerden wir wieder ins Miami Hotel kommen.

Dann checkten wir aus und machten uns mit all unserem Gepaeck auf dem Weg zu unserem neuen Zimmer.

Wie mit dem Vermieter abgesprochen waren wir puenktlich um 10.30 Uhr da. Zum Glueck hatten wir bereits einen Schluessel und konnten in die Wohnung, denn der Vermieter war noch nicht in Sicht.

Nach 20 Minuten Warten, unser Zimmer war immer noch mit den Vormietern belegt, schickten wir ihm eine Sms. Er antwortete umgehend und schrieb, dass er in 30 Minuten da sei… nun ja aus den 30 Minuten wurden dann ueber eine Stunde.

Inzwischen hatten allerdings die Vormieter schon mal das Zimmer geraeumt. Dann trudelten  endlich der Vermieter samt Ehefrau und Vater ein.

Die gesamte Familie und Bewohner fingen an zu putzen und zu raeumen, die Italiener, die vorher in dem Zimmer gewohnt hatten, hatten ein wahres Chaos hinterlassen. Aber da jeder mit anpackte war es schnell wieder sauber und aufgeraeumt. Dann bekamen wir sogar noch ein neues Bett, ein grosses Doppelbett von Ikea Smile

Inzwischen war es schon Nachmittag und wir konnten endlich in unser Zimmer und alle Sachen einraeumen.

Wir teilen uns die Wohnung mit einem jungen Paerchen aus Belgien und einem etwas aelteren Italiener. Das Paerchen ist etwas merkwuerdig, er ist staendig stoned und sie laeuft den ganzen Tag in T-shirt und Unterhose durch die Wohnung. Selbst zum putzen als die Vermieter da waren zog sie sich nichts an. Dazu muss man sagen, dass die Familie aus dem Iran kommt und gerade der schon etwas aeltere und strenge Vater sie sehr  schief ansah. Ich glaube er haette gerne etwas zu ihr gesagt. Sie hingegen schien es nicht zu bemerken, wir amuesierten uns koestlich. Ich weiss nicht ob sowas naiv, bloed oder einfach nur dumm ist…

Der etwas aeltere Italiener hingegen ist sehr nett und den ganzen Tag auf Arbeit.

Wir fuhren gleich nochmal in die Stadt um im Aldi nochmal einzukaufen. Auf der Rueckfahrt wurden wir zum zweiten mal in  unserer Melbournezeit kontrolliert… wie witzig, denn wir hatten auch erst das zweite mal ein Ticket, sonst sind wir immer schwarz gefahren…zweimal Ticket und genau diese zweimale wurden wir kontrolliert…das nenn ich mal Glueck…

Unser Zimmer… rechts das Fenster geht in die Kueche… ein Griff nach draussen und wir koennen den Leuten das Essen vom Herd klauen…

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Der Blick vom Flur in das “Wohnzimmer” links Kueche, geradeaus wohnt der Italiener…

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Kueche mit Blick nach draussen…

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Kueche… links geht es ins Wohnzimmer, geradeaus unser Zimmerfenster…

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Der Aussenbereich Smile… es reicht zum sitzen, wenn denn mal die Sonne scheint….

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das “Schmuckstueck” der Wohnung, das Bad befindet sich draussen…

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vom Wohnzimmer aus… rechts unser Zimmer und am Ende rechts wohnen die Belgier… gerade aus die Haustuer…

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das Haus von vorne…

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Montag, 10. Januar 2011

5. bis 8. Januar Melbourne

 

5. Januar

Puenktlich um 10 Uhr brachten wir schweren Herzens das Auto zurueck.

Nach all den Feiertagen hatte endlich die Bibliothek wieder offen und wir wieder Moeglichkeit ins Internet zu gehen.

Erst mal wurden alle emails gecheckt und dann kuemmerten wir uns um Arbeit. Leider war die Suche sehr erfolglos, alle brauchten erst ab Maerz wieder Leute…dann suchten wir nach einem Share House ( WG Zimmer). So koennten wir wenigstens einiges an Miete sparen.

Wir schickten einigen eine email und zwei riefen auch gleich zurueck. Wir machten einen Termin am Nachmittag zur Besichtigung aus.

Die erste Wohnung lag etwas ausserhalb und wir fuhren erst mal eine halbe Stunde mit der Bahn. Am Telefon konnte man den Typ nur sehr schlecht verstehen und seiner Stimme nach zu urteilen muesste er ueber 50 Jahre alt sein. Wir hofften also ihn am Telefon richtig verstanden zu haben, stiegen an der Haltestelle aus und warteten an der Haltestelle darauf, dass er uns abholte.

Nach etwa 10 Minuten Warten hielt ploetzlich neben uns ein voellig verdreckter (von innen wie von aussen) und heruntergekommenes Auto. Von innen winkte uns ein junger Mann, nur wenig aelter als wir. Wir stiegen mit Schwierigkeiten ein, denn man musste erst mal den ganzen Muell und Kram beiseite raeumen.

Als Markus, so hiess der Typ, anfing zu reden erschraken wir, denn das Bild was sich da bot passte zu dem Auto…die gesamte Vorderfront an Zaehnen fehlte…und die Stimme war so heiser wie nach 2 Wochen Dauerparty…kein Wunder, dass wir ihn kaum verstehen konnten.

Das Auto war super laut und als er dann waehrend dem Fahren noch mit uns sprach verstanden wir gar kein Wort mehr. Das Einzige das ich verstand war, dass er sich fuer seinen Mundstatus entschuldigte, denn er haette seine Zaehne nach dem letzten Urlaub im Flugzeug liegen lassen…..ihhhhh…da moechte ich nicht in der Haut der Stewardess oder Putzfrau stecken die das Esszimmer gefunden hatten….

Ausserdem wirkte der Typ voellig zugedroehnt und wir waren heil froh, dass wir nach ein paar Metern bereits am Ziel waren. Das Haus passte voellig in das Bild das wir bereits von dem Typ hatten. Es herrschte Chaos und Schmutz in jedem Zimmer, als wir im Bad ankamen wollte ich rueckwaerts wieder nach draussen. In einem Zimmer lagen gleich 5 Matratzen verteilt auf dem Boden. Wir wollten gar nicht erst wissen wieviele Leute dort hausten.

Wir sagten ihm, dass wir uns spaeter melden wuerden, obwohl uns gleich klar war, dass wir dort nicht mal wohnen wollen wuerden wenn man uns Geld geben wuerde. So fuhr er uns  aber wieder zurueck zur Bahn und wir waren heil froh wieder in der Bahn zurueck in die Stadt zu sitzen. Aber lachen mussten wir trotzdem…

Dann gab es aber noch eine zweite Wohnung, wir ueberlegten ob wir uns sowas nochmal antun wollten, gaben ihr dann aber doch eine Chance, irgendwie hatte ich ein gutes Gefuehl.

Die Wohnung war direkt an der Uni in einer suessen Seitenstrasse und mitten in der Stadt. Also Lage war bereits perfekt. Es war eins der kleinen Haeuser im Kolonialstil, also von aussen auch sehr schoen. Der Vermieter und auch die Bewohner schienen sehr sehr nett zu sein und die Wohnung wirkte recht sauber.

Super, nun hatten wir wenigstens ein Zimmer und konnten fuer 3 Wochen etwas Geld an Miete sparen. Einzugstermin war der 9. Januar und bis dahin verlaengerten wir unseren Aufenthalt im Miami Hotel…

6. bis 8. Januar

Das Wetter wechselte staendig zwischen total schwuel zu kalt. Stefans Heuschnupfen eskalierte voellig, so dass er immer wieder nach den Allergietabletten voellig muede und fertig war. Wir nutzten die Tage um einiges fuer die naechsten Monate zu organisieren.

Als erstes buchten wir den Flug am 4. Maerz von  Neuseeland nach Fiji, dann den Flug am 23. Maerz  von Fiji ueber Sydney nach Cairns. Und zum Schluss buchten wir den Camper fuer 35 Tage Neuseeland…

Alles zusammen nicht sehr billig, aber das wars dann auch erst mal bis Ende Maerz mit grossen Ausgaben.

Stefan schaffte es dann doch noch meine Bilder von der letzten Speicherkarte zu retten Smile

Also hier noch ein paar Bilder aus dem Botanischen Garten…

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schwarze Schwaene gibt es glaube ich nur in Australien…

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die folgenden drei Bilder sind fuer Susi…du weisst schon warum Smile

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Sonntag, 9. Januar 2011

Kletternder Koala

Echidnas

fressender Koala

4. Januar The Twelve Apostles

 

In der Nacht wurde es wirklich richtig fies kalt, umso mehr freuten wir uns ueber die Heizdecken…

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die Great Ocean Road von dem anderen Ende ( wir kamen vom Landesinneren)

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KM: 547  Bay of Islands

Wir erreichten die erste Stelle von der man einen tollen Ausblick auf die abgetrennten Felsen hatte. So langsam kam auch ein wenig die Sonne raus.

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KM: 551 Bay of  Martyrs

Wieder einen tollen Ausblick auf  die Felsen…

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KM: 557 The Grotto und London Bridge

Weitere Felsschluchten, nach The Grotto  sticht einem nur ein paar Meter weiter The London Bridge ins Auge. Die Felsbruecke war einst mit dem Festland verbunden. 1990 aber  stuerzte der zweite Bogen ohne Vorwarnung ein. Gluecklicherweise wurde niemand verletzt und die zwei auf dem Felsbogen stehenden Touristen wurden per Helikopter gerettet.

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KM: 571 Loch Ard Gorge

Nachdem wir erneut den kleinen Ort Port Campbell durchquert hatten gelangten wir gleich zu unserem naechsten Aussichtspunkt.

Der Ort wurde nach dem  Segelschiff  “Loch Ard” , das 1878  an der Felsformation kenterte, benannt.

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KM: 575  die 12 Apostel

Unsere Hauptatraktion liess nicht lange auf sich warten. Die gigantischen Gesteinsnadeln ragen bis zu 65 m aus dem Wasser. Im Sommer 2005 stuerzten 2 der Kolosse ein. Muessten also jetzt die 10 Apostel heissen Smile

Wir fuhren auf den Parkplatz und waren gleich geschockt wieviele Autos und Menschen dort waren. Wie Ameisen liefen sie in Massen  zu der Aussichtsplattform und wieder zurueck.

Nun, wir mischten uns unter die vielen Menschen und machten uns auf den Weg. Der Ausblick war toll und auch wenn es eigentlich nur Felsbrocken sind, sehen sie schon ganz besonders aus. Fotos zu machen war recht schwierig, da man staendig irgendjemand mit auf dem Bild hatte oder schon weiter geschupst wurde. Wir blieben also nicht sehr lange und fuhren wieder weiter.

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Wir fuhren wieder Richtung Melbourne…

auf der Rueckfahrt gab es immer wieder tolle Aussichten..

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man kann kaum den Uebergang zwischen Meer und Himmel erkennen…

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KM: 603 Lorne

So durchfuhren wir alle Ortschaften nochmal in die andere Richtung. In Lorne uebernachteten wir bereits am ersten Tag, diesmal legten wir eine Essenspause ein. Aber der Ort wimmelte wieder vor Menschen und wir fuhren gesaettigt schnell weiter…

KM: 683 Geelong

Wir wollten die letzte Nacht in Geelong (letzter Ort vor Melbourne) uebernachten und am naechsten Tag nach Melbourne zurueck. Also suchten wir ein Hostel, was sich trotz der grossen Stadt nicht so einfach herausstellte. Wir hatten eine Adresse aus dem Reisefuehrer und fanden es auch recht schnell. Als wir das Hostel betraten hatten wir beide bereits ein schlechtes Gefuehl, und dass die Rezeption eine Kneipe war machte es nicht besser. Wir wollten uns trotzdem das Zimmer zeigen lassen und folgten der Dame ins Treppenhaus. Dort bot sich kein besseres Bild, das Treppengelaender morsch, der Boden versifft und die Farbe war schoen fast voellig von den Waenden geblaettert. Dann standen wir vor der Zimmertuer, als die Dame merkte, dass sie nicht den passenden Schluessel mit hatte. So musste sie nochmal in die Kneipe zurueck. Wir standen in dem Flur, schauten zur Seite und sahen das offen stehende Bad. Das war genug…und dafuer wollten sie auch noch 70 Dollar fuer diese Zumutung. Wir wollten das Zimmer gar nicht mehr sehen, gingen zurueck, bedankten uns fuer ihre Muehe, sagten aber dass es uns zu schmutzig sei und gingen.

Hier in Australien stecken die Leute kein Geld in ihre Haeuser, wie man es an diesem Beispiel mal wieder sehen konnte.

Nach kurzer Ueberlegung entschieden wir uns, zurueck nach Melbourne zu fahren in das Hostel wo wir schon ueber die Weihnachtstage waren und fuer die naechsten Tagen bereits gebucht hatten. Wir riefen kurz an und fragten ob das Ganze moeglich waere und der Mann meinte  es waere gar kein Problem, wir bekaemen das gleiche Zimmer zu dem gleichen Preis.

Die grossen Fordwerke in Geelong (fuer Guenther Smile)

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nochmal das Auto ausgenutzt und eine Menge fuer die naechsten Tage eingekauft…

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das Gefuehl von zu Hause Smile

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Eine Stunde spaeter waren wir bereits da und checkten ein. Im Miami Hotel fuehlten wir uns bereits beim letzten mal sehr wohl.Es ist sehr sauber, unser Zimmer hat TV und Kuehlschrank und das Wichtigste, die Angestellten sind alle sehr sehr freundlich und helfen einem wo sie nur koennen. Besonders der Chef der uns beim ersten mal bereits einen super Preis machte, gab uns diesmal wieder ein tolles Zimmer fuer einen fuer australische Verhaeltnisse super Preis !!! Und wie man sieht wir kommen gerne wieder Smile