Wir hatten den Wecker bereits auf 4:45 Uhr gestellt um frueh genug am Aussichtspunnkt zu sein um den Sonnenaufgang am Ayers Rock zu sehen. Wir kamen dort in der letzten Sekunde an, als die Sonne gerade ueber den Horizont stieg. Diesmal sah der Ayers Rock wieder anders aus. Um uns herum waren Scharen von Menschen die mit Bussen angereist waren.
Wir fuhren gleich weiter an den suedlichen Teil des Uluru. Dort konnten wir erst mal fruehstuecken. Dann machten wir uns schnell auf den Weg um vor den ganzen Touribussen den Trek zu starten.
An dem suedlichen Teil kann man noch einige Felsenzeichnungen der Aboriginals sehen.
Einige Stellen um den Ayers Rock sind besonders heilig und die Aboriginals bitten darum, dies zu respektieren und auf Fotos zu verzichten. Inzwischen wird man sogar mit satten Geldbussen bestraft, wenn man beim fotographieren erwischt wird. Wer es aber macht und erwischt wird ist selber schuld, schliesslich gibt es genug Plaetze zum fotographieren.
Ein weiterer umstrittener Punkt ist das besteigen des Uluru. Immer wieder gibt es , meiner Meinung nach sehr respektlose Touristen, die auf den Uluru steigen. Es gibt nur einen Pfad der 348 m nach oben fuehrt, dabei kann man sich an einer Kette festhalten, allerdings sind bereits 38 Menschen bei dem Versuch den Berg zu besteigen gestorben. Wie man sieht ist es nicht ganz ungefaehrlich. Jedoch der fuer mich wichtigste Aspekt ist immer noch den Wunsch der Aboriginals und deren Geister zu respektieren, denn sie kommen auch nicht in unser Land und steigen auf unseren Graebern oder Kirchen herum!!!
Man darf nur zu bestimmten Zeiten hoch, und an dem Tag war der Aufstieg wegen Wind gesperrt…
Nach dem 2 km langen Trek fuhren wir weiter…
KM: 582 Kata Tjuta= die Olgas
43 km weiter gelangt man zu den Olgas. Sie bestehen aus 36 einzelnen Kuppen, was ihnen von den Aboriginals den Namen Kata Tjuta verliehen hatte, was uebersetzt soviel heisst wie “ viele Koepfe”. Sie werden wie der Ayers Rock auf einige Millionen Jahre geschaetzt.
na welches Tier ist da wohl gelaufen?
Dort angekommen liefen wir den Olga Gorge Walk (2 km). Der Weg fuehrt zwischen den Felsformationen hindurch und nach einigen Metern beginnt man zu verstehen warum die Aboiginals diesen Ort noch bis heute als furchteinfloessend empfinden.
alles wiedermal nur mit Fliegennetz zu ertragen…
Am Ende befand sich ein kleines Wasserloch und ein paar Straeucher was inmitten der Felsen sehr skuril wirkte. Unglaublich was alles auf Steinen wachsen kann…
Zum Glueck waren wir sehr frueh dran, denn es war bereits unertraeglich heiss und ab 36 Grad werden die Wege gesperrt, da die Felsen eine enorm hohe Waermeabstrahlung haben.
Leider stehen die Olgas “im Schatten” des Uluru, obwohl sie doch mindestens genauso beeindruckend sind!
Danach fuhren wir auch schon wieder weiter…
KM: 820 24h Rastpatz
Wir beschlossen dort bis zum naechsten Tag zu bleiben. Der Parkplatz war total schoen…voller roter Sand, schoener Baeume und vor allem ruhig.
Wir kochten erst mal und erholten uns nach dem stressigen Morgen. Nach 2 Stunden stand die Sonne so, dass auf dem ganzen Parkpatz kein Schatten mehr war. In der Sonne und im Camper konnte man es nicht aushalten. Draussen sitzen war auch unmoeglich, da es nur so von Ameisen und Mosquitos wimmelte. Also entschieden wir uns kurzerhand dazu doch noch weiter zu fahren. Wir hofften bis zum Kings Canyon noch so einen Parkplatz zu finden, und dass die Sonne bis dahin bereits untergegangen ist.
30 km vor unserem Ziel, es war bereits dunkel, und noch immer kein Parkplatz in Sicht, gelangten wir an eine Stelle an der die Strasse noch voellig ueberflutet war. Da es schon stock dunkel war, konnten wir die Tiefe des Wassers nicht erkennen und es war uns zu heikel ohne 4 WD durch zu fahren , so entschieden wir uns doch erst mal umzukehren. Ein paar hundert Meter zurueck befand sich die Kings Creek Station mit einem Campingplatz. Dort bekamen wir einen teuren Stellplatz mit sehr heruntergekommenen sanitaeren Anlagen…so ein Mist, waeren wir doch auf dem schoenen Parkplatz geblieben.

Hallo liebe Ina, habe heute ganz interessiert deinen Bericht über Ayers Rock usw. gelesen. Das machst du so toll und dann noch die schönen Fotos dazu! Bin sehr froh, dass ich mir das ansehen kann und freue mich schon auf die nächsten Berichte. Von den Überschwemmungen seid ihr ja wohl weit entfernt?! Nun wünsche ich euch noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Liebe Grüsse an euch zwei von Annelie+Willi
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