Sonntag, 19. Dezember 2010

Die Traurige Geschichte der Aboriginals

 

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Bereits vor 60.000 Jahren besiedelten die Aboriginals oder auch Ureinwohner als erstes den Kontinent. Wahrscheinlich kamen sie aus Neuguinea, als der Meeresspiegel noch niedrig war.

Sie entwickelten schnell ihre eigene Kultur und breiteten  sich schnell ueber den ganzen Kontinent aus. Sie erwarben erstaunliche Faehigkeiten mit denen  sie im rauen und trockenen Inland ueberleben konnten. Sie zogen als Nomaden durchs Land  oder lebten in Hoehlen oder Felsvorspruengen.

Vor der Besiedlung des “weissen Mannes “ lebten die Ureinwohner ungestoert von aeusseren Einfluessen. In der uebrigen Welt nahm man an, dass in dem Niemansland kein Volk leben wuerde.

Entscheidungen wurden immer gemeinsam vom Volk getroffen. Der Stammesaelteste war fuer die Uebermittlung der” Traumzeit” zustaendig. Damals erschufen Schoepferwesen die Natur und saemtliche Lebewesen. Jeder Mensch entsteht aus einer Pflanze oder einem Tier. Zu den beruehmtesten Dreamings gehoert die Regenbogenschlange, die das Universum erschuf

Mit der britischen Kolonisation begann ihr Untergang. Europaeische Krankheiten wie Masern, Windpocken  etc. toetete einige Ureinwohner. Sie wurden niedergemetzelt oder mit vergifteten Nahrungsmitteln getoetet oder verjagt.

1876  schafften es die Europaeer auf Tasmanien alle Ureinwohner zu ermorden.

Ab 1918 fand wohl mit das schlimmste fuer die Aboriginals statt. Ohne Angabe von Gruenden konnten die Kinder aus ihren Familien gerissen werden. Bis 1970 wurden so Familien brutal auseinander gerissen. Zeitweise wurden mehr als ein Drittel von  weissen Eltern “adoptiert” oder in Missionen gebracht. Im Februar 2008 entschuldigte sich Premierminister Kevin Rudd das erste mal offiziell  ueber das in der Vergangenheit begangene Unrecht der Ureinwohner (it is time to say sorry!)

Die Meinung in der Bevoelkerung ist unterschiedlich, von einigen werden sie weiterhin veraechtlich als ‘Abos” bezeichnet, gelten bei ihnen als faul und ausschliesslich von staatlicher Stuetze lebend. Aus Sicht der Ureinwohner scheint die Situation mehr als verstaendlich. Nach vielen Jahrtausenden der Eintracht wurde ihre Welt systematisch und in radikalem Tempo zertoert. Die geistige und physische Entwurzelung hat zu einer Lethargie und Depression gefuehrt, die sich ueber Generationen weiterfuehrt.

Bei den meisten anderen in der Bevoelkerung waechst zum Glueck das Verstaendnis der Aboriginals. Mehr als 1 Million Australier trugen sich beim ersten National Sorry Day 1988 in die Sorry Books ein und  entschuldigten sich somit an dem begangenen Unrecht.

1967  erhielten alle Aboriginals ihre Staatsbuergerschaft

1976  bekamen sie das Recht ihr Land einzuklagen

1985  erhielten sie ihren heiligen Berg (Uluru) wieder

in den 80gern wurde erstmals die Rassentrennung in den Schulen aufgehoben

Tatsaechlich ist die heutige Situation alles andere als rosig.Mehr als ein Drittel  sind arbeitslos, viele sind  alkoholabhaengig. Jugendliche schnueffeln sich mit Benzin und Klebstoff um den Verstand, ueber die Haelfte haben keinen Schulabschluss. Nicht verwunderlich ist die hohe Anzahl an Straftaten, bis heute loest der Anblick eines Polizisten Agressionen aus.Die Lebenserwartung der Frauen  liegt bei 62 und bei den Maennern sogar nur bei 57 Jahren.

Die Flagge der Aboriginals. Das Schwarz symbolisiert  die Hautfarbe, die rote Farbe symbolisiert die Rote Erde des Kontinents und der gelbe Kreis die Sonne Smile

 

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