Ein letztes mal in dem ekligen Bad duschen und ein letztes mal den Schimmel ueber meinem Kopf ertragen. Wir checkten bereits um 9 Uhr aus und machten uns auf den Weg zu dem naechsten Hostel am anderen Ende der Stadt.
Von aussen dachten wir erst uns wuerde das gleiche wie in dem letzten Hostel erwarten, aber als wir die Eingangshalle betraten sah alles super sauber und ordentlich aus.
Wir hatten danach eigentlich schon wieder ein anderes Hostel gebucht, nachdem wir aber in den letzten Tagen mal im Internet nach einigen Bewertungen geschaut hatten waren wir geschockt, denn dieses Hostel hatte grauenhafte Bewertungen…von unfreundlich bis hin zu laut und super schmutzig…
Also versuchten wir das naechste zu canceln und dieses fuer 4 Tage zu verlaengern. Der Mann an der Rezeption gab sich sehr viel Muehe und war so nett. Leider gab es das billige Zimmer nicht fuer die lange Zeit, aber er machte uns das Angebot fuer 4 Tage eins der teureren Hotelzimmer zu nehmen und 3 Tage dann das billige. Das teure Zimmer haette normal 160 Dollar gekostet und er gab es uns fuer 80 ![]()
Da konnten wir nicht nein sagen, vor allem weil es auch gerade nach dem letzten Hostel und ueber Weihnachten sehr schoen war ein tolles Zimmer zu haben.
Als wir unsere Schluessel hatten und das Zimmer betraten waren wir ein wenig sprachlos…das war fuer uns unser Weihnachtsgeschenk…ein tolles, super sauberes Zimmer…ein riesen Bett, wo Bettwaesche und Handtuecher dufteten, an der Wand hing ein Flatscreen TV, dann gab es einen eigenen Kuehlschrank und das Beste an allem war das eigene Bad….gross, hell und ohne Haare vom Vorgaenger…ein Traum. Es gab sogar in der Dusche 3 verschiedene Seifenspender und neben dem Waschbecken einen Dreierspender mit Seife, Lotion und Rasiergel…wo gibt es denn sowas??!!!
Gut gelaunt schauten wir uns nun ein wenig in der Umgebung um und nutzten den Supermarkt um unsere Essensvorraete wieder aufzufuellen…
Ein paar Strassen weiter gingen wir zu dem beruehmten Queen Victoria Market…seit unserer Asienzeit hatte ich nie wieder einen so grossen Markt gesehen. Und den Leuten nach zu urteilen, waren wir kurz unsicher ob wir uns wirklich noch in Australien befanden…
Auf dem lebhaften Markt werden an Wochentagen frische Lebensmittel ( Obst, Gemuese, Fisch, Fleisch) , Souveniers, Kleidung und allerlei Ramsch an ungefaehr 1000 Staenden verkauft.
Manche Verkaeufer versuchen die Leute durch Schreien auf ihre Angebote aufmerksam zu machen…so konnte man schonmal das Gefuehl bekommen sich auf dem Fischmarkt in Hamburg zu befinden.
Wir kauften ein paar Tomaten, Bananen, Avocado, eine Zwiebel und 2 Paprika…alles fuer einen “normalen” Preis. Dort konnte man endlich mal einkaufen ohne Traenen bei den Preisen in die Augen zu bekommen.
Durch den ganzen Trubel hatte man gar nicht so richtig das Gefuehl das eigentlich Weihnachten war. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt.
Als wir so durch die Strassen liefen und Ausschau nach einem netten Restaurant hielten, ging vor uns eine Gruppe junger Leute. Stefan meinte, die eine sehe von hinten aus wie Kit, ein Maedel aus Hong Kong das wir in Perth kennenlernten. Und er hatte Recht…die etwas staemmige Figur und trotzdem die Wahl der etwas zu kurzen Hose und die sehr auffaellige Kaeppi…wir gingen etwas schneller um die Gruppe zu ueberholen und als ich auf gleicher Hoehe mit der Person war und sie mich ansah traute ich meinen Augen kaum…sie war es wirkich…wir freuten uns riesig… der Rest der Gruppe wirkte etwas verwundert.Wie klein die Welt doch ist, trotz der grossen Millionenstadt und der abertausende KM Entfernung nach Perth….
Wir quatschten eine Weile und gingen dann aber wieder getrennte Wege…wir hatten so einen Hunger und freuten uns schliesslich schon den ganzen Tag auf ein leckeres Essen!
Nach einer Stunde Suche ( es war gar nicht so einfach was gemuetliches, nicht asiatisches und bezahlbares zu finden), fanden wir ein nettes Australisches Restaurant. Neben uns stand sogar ein grosser, vielleicht ein wenig kitschiger Weihnachtsbaum. Obwohl Heilig Abend war wollte einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen, es lief keine Weihnachtsmusik, und das einzige das an Weihnachten erinnerte waren die kitschigen Weihnachtsbaeume, die hingegen etwas mau ausgefallene Strassendeko und die kitschigen Weihnachtsmuetzen der Leute. Weihnachten ist hier wohl mehr Komerz als wirklich Weihnachten..
Naja wir versuchten unser bestes, wir bestellten uns ein leckeres Essen. Stefan bekam Lamm mit Gemuese und Pueree und fuer mich gab es ein Steak (das dann irgendwie als Burger gebracht wurde? ) mit Pommes und Salat. Fuer Stefan noch ein kleines Bier und fuer mich eine Cola…es war soooo lecker…wir genossen jeden Happen.
Falls ihr euch fragt warum da eine 70 auf dem Tisch steht…nein, das ist nicht die Tischnummer. In Australien muss man meistens selber an die Theke gehen und bestellen und gleich bezahlen. Die Getraenke bekommt man dann gleich mit und eine Nummer. Das Essen wird einem dann gebracht. In Sydney hatte ich allerdings auch schon vor 2 Jahren erlebt, dass wir einen Pieper bekamen…als der losging konnten wir unser Essen abholen. Etwas komisch und ungewohnt…man fragt sich warum sie dann soviele Angestellte haben.
nachdem ich dieses riesen Brot beiseite geschoben hatte, erwartete mich ein grosses leckeres, saftiges Steak mit Bakon und in Honig gebratene Zwiebeln…yammi
Stefans Lamm war der Wahnsinn…
Allerdings war das Ganze unser zweites Weihnachtsgeschenk, denn das bisschen kostete uns 60 Dollar….aber schliesslich ist ja nur einmal Weihnachten…
Dann liefen wir zu Fuss ( mit dem neuen Hostel hatten wir es nicht mehr ganz so weit) wieder nach Hause und fielen satt und erledigt in unser tolles Kingsizebett mit frisch duftender Bettwaesche ![]()
Frohe Weihnachten….
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