Wir hatten den Wecker extra auf 4:45Uhr gestellt um frueh genug weg zu sein wenn der Ranger kommen wuerde um die Campinggebuehren einzukassieren. Somit hatten wir wiedermal eine Nacht umsonst verbracht ![]()
Wir fuhren in den Ort, von wo aus wir einen tollen Ausblick auf den Mt. Cook hatten. Wir genossen waehrend eines leckeren Fruehstuecks den Sonnenaufgang.
Oh es war soooooo kalt…brrrr
Nachdem es hell genug war und wir ausreichend gestaerkt waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Track…
KM: 690 Tasman Valley
Von dem Parkplatz aus startete gleich der Track, an einer weiteren Gabelung nach ein paar Metern gab es dann zwei Moeglichkeiten. Wir gingen erst den etwas kuerzeren Track zu dem Glacier Lake. Nach einigen Minuten waren wir auch schon da. Es war ein grosser See, aus geschmolzenem Gletschereis von dem Tasmangletscher, und am Ende schwammen noch ein paar grosse Stuecke Eis, welche weiss tuerkis leuchteten. Das sah echt schon fantastisch aus. Wir waren so beeindruckt sowas zu sehen und das bevor auch noch der letzte Rest Eis geschmolzen war.
hier erkennt man richtig gut die tuerkise farbe…
Dann gingen wir zu der Gabelung zurueck und den laengeren Tasman Gletscher View Track. Dieser stoppte erstmal an einem kleinen See, dem Blue Lake.
Nach einem weiteren anstrengenden und steilen Aufstieg gelangten wir auf einen Gipfel, von wo aus wir einen tollen Ausblick auf den Tasman See und das Ende des Tasmangletschers hatten…einfach nur beeindruckend…
Auf den Fotos ist der Gletscher sehr schlecht zu erkennen da er an der Oberflaeche voller Sand und Steine ist. sieht aber am Ende das weissblaue Eis. Der Gletscher zieht sich von dem Ende bis nach oben an dem Berg vorbei, sieht ein wenig aus wie eine Lawine…
Der Tasmangletscher ist ganze 29 km lang und 101 qkm gross. Bis vor nur 20 Jahren war der ganze See noch ein Gletscher…wenn er also in dem Tempo weiter schmilzt ist bald nichts mehr da ![]()
Nach 2 Stunden kehrten wir wieder zu unserem Auto zurueck und fuhren zu dem naechsten Track…
KM: 700 Hooker Valley Walk
Motiviert, aber schon ein wenig muede gingen wir gleich den naechsten Track. Nach ein paar Minuten gelangten wir an eine Gedenkstaette fuer die Menschen, die bei der Besteigung des Mt. Cook ums Leben gekommen waren.
Im Hintergrund die gleiche Spitze…der Mt. Cook…
Dann ging es ewig weit hoch und runter…ueber Stock und Stein…auf der linken Seite gingen wir an einem der Seen vorbei und auf der rechten Seite war ein grosser reissender Fluss.
Dann gelangten wir an die erste grosse Huerde…fuer mich zumindest…eine grosse Haengebruecke, die ueber den reissenden Fluss fuehrte. Es stuermte so sehr und dann die wackelnde Bruecke…ich fixierte das Ende der Bruecke und ueberquerte sie in einem Affentempo. Nur so konnte ich es ueberstehen ![]()
Dann ging ich gluecklich, aber noch mit etwas zitternden Beinen weiter. Doch kaum hatte sich mein Adrenalinspiegel wieder beruhigt, kam eine noch viel groessere Bruecke auf uns zu. Ich dachte ich muesse sterben. Doch nach dem gleichen Prinzip wie bei der Bruecke zuvor ueberquerte ich auch diese in einem Affentempo. Ich betete, dass das nun die letzte gewesen waere und dachte mit Grauen an den Rueckweg…
Dann liefen wir durch ein Tal weiter an dem Fluss entlang, inzwischen konnten wir den Mt. Cook in seiner vollen Groesse sehen. Aber auch die anderen nicht weniger imposanten Berge. Man konnte deutlich die Gletscher erkennen, die von den Bergspitzen nach unten verliefen.
Dann gelangten wir an eine Huette und ich freute mich schon das Ende in Sicht zu haben…aber Fehlanzeige…es war noch lange nicht das Ende…
Wir liefen einen Bachlauf entlang und huepften von Stein zu Stein um halbwegs trockene Fuesse zu behalten…
Dann aber nach gefuehlten Stunden waren wir da. Wir standen an dem riesen Hookersee und dem Ende des Hookergletschers. Allerdings stuermte es so sehr, dass es schon weh tat. Man musste hoellisch aufpassen nicht zu stuerzen. Der Ausblick war wieder mal atemberaubend schoen…
Der riesige Hookergletscher…
die Spitzen des Mt.Cook…
Wir genossen es eine Weile bevor wir uns auf den Rueckweg ueber die zwei Haengebruecken machten
…
Nach 3 1/2 Stunden kamen wir voellig erledigt und muede am Auto an, jeder einzelne Muskel war zu spueren und der ein und andere schmerzte hoellisch…
Dann verliessen wir immer noch voellig beeindruckt den Mt. Cook Nationalpark.
KM: 770 Twizel
Wir kauften schnell ein, aber als wir dann Geld abheben wollten war der einzige ATM defekt…na toll….
Dann fuhren wir mit unseren letzten Dollars in der Tasche zum naechsten Campingplatz, der aber zu teuer war. Also fuhren wir weiter..
KM: 820 Omarama
Wir fanden in einem kleinen Prospekt ueber kostenlose Campsides einen direkt in der Naehe. Er lag an einem Fluss im Wald. Wir fuhren an allen anderen Campern vorbei und fanden eine tolle einsame Stelle. Dann hiess es nur noch was essen und tot ins Bett fallen. Wir schliefen so fest wie ein Stein.
In Rot eingezeichnet die zurueckgelegte Strecke von 140 km…
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