Mittwoch, 20. April 2011

25. Maerz Innisfail bis Alva Beach

 

Das Wetter war echt unglaublich, kaum war die Sonne aufgegangen war es auch schon extrem heiss.

KM 295: Ingham

Wir hielten im Mc Donald’s um kurz unsere emails zu checken, da fing es bereits wieder an zu regnen. Als wir dann weiter fuhren fing es von jetzt auf gleich so heftig an zu regnen wie wir es beide noch nie erlebt hatten…fahren ging nur noch im Schneckentempo oder gar nicht. Innerhalb von ein paar Minuten stand die ganze Strasse unter Wasser. Der Himmel war so schwarz, es vermittelte einem schon das Gefuehl das jeden Moment die Welt unter gehe. Aber genauso ploetzlich wie es angefangen hatte hoerte es auch wieder auf.

Leider ging es den ganzen Tag so weiter. So fuhren wir Stunden lang den Bruce Hwy entlang, vorbei an Zuckerrohr und Bananenplantagen. Leider fuehrte die Autobahn nicht wirklich an der Kueste entlang und die Plantagen sahen auch alles andere als spannend aus. So wurde die ganze Strecke recht langweilig und durch den Regen noch unansehnlich dazu.

Bananenplantagen…

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Zuckerrohr…und im Hintergrund schuettete es grade an einer Stelle, echt abgefahren…

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KM 524: Alva Beach

Wir hatten gleich den Campingplatz angesteuert, bezahlt und uns dann auf den Weg zum Strand gemacht. Toller weiter Sandstrand, der nur leider durch den Cyklon der vor einigen Wochen hier wuetete ziemlich mitgenommen war. Ueberall lag Holz herum und alles sah etwas chaotisch aus. Der Zyklon war uebrigens schlimmer als der Wirbelsturm Katharina der vor einigen Jahren in den USA wuetete. Zum Glueck aber zerstoerte der Zyklon Yasi der hier wuetete “nur” die Ernte. Soviel wir wissen kam niemand ums Leben. Allerdings musste die Bananenernte so darunter leiden, dass man inzwischen 2 Euro fuer 1 Banane zahlt.

Kein Mensch weit und breit…

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Dann sind wir zurueck zum Campingplatz um uns ein leckeres Essen zu kochen. Als wir dann allerdings die Kueche betraten verging uns alles. So eine schmutzige Kueche hatten wir noch nicht erlebt. Alles voller Krabbeltiere, auf dem Boden, an den Waenden, auf den Ablagen, zwischen dem Geschirr….es war widerlich. Haetten wir was kochen wollen haetten wir nicht nur aufpassen muessen, dass die Utensilien Tier und Schmutzfrei sind, sondern, dass von oben nicht noch ein Tier in den Topf faellt. Wir konnten uns einfach nicht erklaeren warum sich die Leute nicht schaemen so etwas zu vermieten.

Ich ging wutentbrannt zur Rezeption zurueck und bat die Dame uns das Geld zurueck zu geben. Als sie fragte warum, sagte ich ihr sie sollte mal ihre Kueche putzen, die waere nicht nur schmutzig, sondern auch voller Krabbeltiere. Sie tat voellig ahnungslos und kam mit mir zur Kueche als koennte sie es absolut nicht glauben. In der Kueche schien sie sich selber ein wenig zu ekeln und meinte wir sollten ihr 10 Minuten geben dann haette sie es sauber. Ich lachte bloss und meinte dafuer wuerde man schon einen ganzen Tag benoetigen.

Ohne Diskussionen gab die Dame uns das Geld zurueck und wir machten uns aus dem Staub!

Der naechste Campingplatz war etwas besser aber auch billiger. Leider sind die Campingplaetze hier an der Ostkueste in keinster Weise mit denen in Neuseeland oder an der Westkueste zu vergleichen. Dort war es fast immer sauber, es gab eine geschlossene Kueche und einen Aufenthaltsraum. Hier gibt es immer immer nur eine Barbequestelle mit einem Dach, aber zu allen Seiten offen und wenn man Glueck hatte einen Wasserkocher und einen Toaster.

Die Aga-Kroeten ( Cane toads):

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Bereits am ersten Campingplatz fiel uns auf, dass es sobald es dunkel wurde nur so von braunen ekligen Kroeten wimmelte. Wenn man auf Toilette ging musste man hoellisch aufpassen wo man hintrat, da sie ueberall sassen und nicht immer rechtzeitig weghuepften…

Zur Bekaempfung der Zuckerrohrkaefer wurde die Kroete 1935 aus Suedamerika eingefuehrt. Das Experiment schlug allerdings fehl und die gefraessigen Kroeten vermehrten sich dank idealer Lebensbedingungen und dem Fehlen natuerlicher Feinde ins uferlose und inzwischen im gesamten Queensland.

Sie sondern ein giftiges Sekret ab und  bedrohen so die Bestaende heimischer Echsen, Schlangen, Froesche und Voegel. Mittlerweile haben sie auch schon die Northern Territory (der Norden Australiens)  erreicht wo ihnen in dem bekannten Kakadu Nationalpark sogar schon Jungkrokodile dem giftigen Kroetensekret zum Opfer fielen. Ein Riesen Problem das wiedermal unueberlegt von den Menschen gemacht wurde und was seit Jahren Forscher beschaeftigt um eine Loesung fuer dieses Problem zu finden.

In Blau die zurueckgelegte Strecke von 406km…

landkarte_australien[1] - Copy

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