Mittwoch, 16. Februar 2011

1. Februar Mt. Cook und Gletschertracks

 

Wir hatten den Wecker extra auf 4:45Uhr gestellt um frueh genug weg zu sein wenn der Ranger kommen wuerde um die Campinggebuehren einzukassieren. Somit hatten wir wiedermal eine Nacht umsonst verbracht Smile

Wir fuhren in den Ort, von wo aus wir einen tollen Ausblick auf den Mt. Cook hatten. Wir genossen waehrend eines leckeren Fruehstuecks den Sonnenaufgang.

Oh es war soooooo kalt…brrrr

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Nachdem es hell genug war und wir ausreichend gestaerkt waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Track…

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KM: 690 Tasman Valley

Von dem Parkplatz aus startete gleich der Track, an einer weiteren Gabelung nach ein paar Metern gab es dann zwei Moeglichkeiten. Wir gingen erst den etwas kuerzeren Track zu dem Glacier Lake. Nach einigen Minuten waren wir auch schon da. Es war ein grosser See, aus geschmolzenem Gletschereis von dem Tasmangletscher, und am Ende schwammen noch ein paar grosse Stuecke Eis, welche weiss tuerkis leuchteten. Das  sah echt schon fantastisch aus. Wir waren so beeindruckt sowas zu sehen und das bevor auch noch der letzte Rest Eis geschmolzen war.

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hier erkennt man richtig gut die tuerkise farbe…

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Dann gingen wir zu der Gabelung zurueck und den laengeren Tasman Gletscher View Track. Dieser stoppte erstmal an einem kleinen See, dem Blue Lake.

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Nach einem weiteren anstrengenden und steilen Aufstieg gelangten wir auf  einen Gipfel, von wo aus  wir einen tollen Ausblick auf den Tasman See und das Ende des Tasmangletschers hatten…einfach nur beeindruckend…

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Auf den Fotos ist der Gletscher sehr schlecht zu erkennen da er an der Oberflaeche voller Sand und Steine ist. sieht aber am Ende das weissblaue Eis. Der Gletscher zieht sich von dem Ende bis nach oben an dem Berg vorbei, sieht ein wenig aus wie eine Lawine…

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Der Tasmangletscher ist ganze 29 km lang und 101 qkm gross. Bis vor  nur 20 Jahren war der ganze See noch ein Gletscher…wenn er also in dem Tempo weiter schmilzt ist bald nichts mehr da Sad smile

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Nach 2 Stunden kehrten wir wieder zu unserem Auto zurueck und fuhren zu dem naechsten Track…

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KM: 700 Hooker Valley Walk

Motiviert, aber schon ein wenig muede gingen wir gleich den naechsten Track. Nach ein paar Minuten gelangten wir an eine Gedenkstaette fuer die Menschen, die bei der Besteigung des Mt. Cook ums Leben gekommen waren.

Im Hintergrund die gleiche Spitze…der Mt. Cook…

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Dann ging es ewig weit hoch und runter…ueber Stock  und Stein…auf der linken Seite gingen wir an einem der Seen vorbei und auf der rechten Seite war ein grosser reissender Fluss.

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Dann gelangten wir an die erste grosse Huerde…fuer mich zumindest…eine grosse Haengebruecke, die ueber den reissenden Fluss fuehrte. Es stuermte so sehr und dann die wackelnde Bruecke…ich fixierte das Ende der Bruecke und ueberquerte sie in einem Affentempo. Nur so konnte ich es ueberstehen Smile

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Dann ging ich gluecklich, aber noch mit etwas zitternden Beinen  weiter. Doch kaum hatte sich mein Adrenalinspiegel wieder beruhigt, kam eine noch viel groessere Bruecke auf uns zu. Ich dachte ich muesse sterben. Doch nach dem gleichen Prinzip wie bei der Bruecke zuvor ueberquerte ich auch diese in einem Affentempo. Ich betete, dass das nun die letzte gewesen waere und dachte mit Grauen an den Rueckweg…

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Dann liefen wir durch ein Tal weiter an dem Fluss entlang, inzwischen konnten wir den Mt. Cook in seiner vollen Groesse sehen. Aber auch die anderen nicht weniger imposanten Berge. Man konnte deutlich die Gletscher erkennen, die von den Bergspitzen nach unten verliefen.

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Dann gelangten wir an eine Huette und ich freute mich schon das Ende in Sicht zu haben…aber Fehlanzeige…es war noch lange nicht das Ende…

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Wir liefen einen Bachlauf entlang und huepften von Stein zu Stein um halbwegs trockene Fuesse zu behalten…

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Dann aber nach gefuehlten Stunden waren wir da. Wir standen an dem riesen Hookersee und dem Ende des Hookergletschers. Allerdings stuermte es so sehr, dass es schon weh tat. Man musste hoellisch aufpassen nicht zu stuerzen. Der Ausblick war wieder mal atemberaubend schoen…

Der riesige Hookergletscher…

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die Spitzen des Mt.Cook…

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Wir genossen es eine Weile bevor wir uns auf den Rueckweg  ueber die zwei Haengebruecken machten Smile…

Nach 3 1/2 Stunden kamen wir voellig erledigt und muede am Auto an, jeder einzelne Muskel war zu spueren und der ein und andere schmerzte hoellisch…

Dann verliessen wir immer noch voellig beeindruckt den Mt. Cook Nationalpark.

KM: 770 Twizel

Wir kauften schnell ein, aber als wir dann Geld abheben wollten war der einzige ATM defekt…na toll….

Dann fuhren wir mit unseren letzten Dollars in der Tasche zum naechsten Campingplatz, der aber zu teuer war. Also fuhren wir weiter..

KM: 820 Omarama

Wir fanden in einem kleinen Prospekt ueber kostenlose Campsides einen direkt in der Naehe. Er lag an einem Fluss im Wald. Wir fuhren an allen anderen Campern vorbei und fanden eine tolle einsame Stelle. Dann hiess es nur noch was essen und tot ins Bett fallen. Wir schliefen so fest wie ein Stein.

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In Rot eingezeichnet die zurueckgelegte Strecke von 140 km…

Tag 4

Montag, 14. Februar 2011

31. Januar Mt. John

 

Wir schauten nicht schlecht als wir in der Dusche noch extra 2 Dollar fuer 10 Minuten duschen zahlen mussten. Ist ja nicht so als haetten wir fuer den Capingplatz gezahlt.

Da es aber lausig kalt war, wollten wir beide nicht unter einer kalten Dusche stehen und standen volle 10 Minuten unter bruetend heissem Wasser.

Dann starteten wir unseren Track und die Erklimmung des Mt. Johns. Der Aufstieg war anstrengender als erwartet, aber nach knapp ueber einer Stunde erreichten wir den Gipfel auf 1031 m.Es stuermte wahnsinnig und man musste hoellisch aufpassen nicht weggepustet zu werden, aber der Ausblick war toll. Man konnte den Ort und den See sehen, in der anderen Richtung die zum Teil mit  schneebedeckten Berge und ein grosses Tal, was bis vor abemillionen Jahren noch alles aus Gletscher bestand. Man konnte einmal um den Gipfel laufen und dann machten wir uns auf den Rueckweg.

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Auf gings durch den Wald mit riesen Tannenzapfen…

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dann ging es die Wiesen entlang…immer weiter hoch…puhhh

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ich war dann mal gleich fuer eine Pause Smile

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Stefan hingegen hatte noch genug Kraft um Luftspruenge zu machen…

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dann die letzten Meter noch ein paar Stufen…

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die ersten schneebedeckten Berge…

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oben angelangt ging es noch mal im Kreis um den Gipfel damit man in alle Richtungen sehen konnte…

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auf der Spitze war es echt verdammt windig…

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Auf der linken Seite ist ein “normaler” See, auf der rechten Seite der Lake Tekapo in seiner milchigen Farbe…hier ist deutlich der Unterschied zu sehen…

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die Art und Form des Tales entstand durch das Schmelzen des Gletschers..

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Nach 2 1/2 Stunden waren wir wieder gluecklich zurueck an unserem Auto.

Dann fuhren wir zu einer Stelle in dem Ort von wo man ueber den See bis zu den Bergen sehen konnte. Dort steht auch eine der aeltesten Kirchen in Neuseeland.

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die Kirche von innen…

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Ein paar Meter weiter stand eine Hundestatue, die als Dank fuer alle Schaafshunde steht, die als tapfere Helfer den Schaefern zur Seite stehen.

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KM: 630 Lake Pukaki

Als wir den Lake Pukaki erreichten, konnten wir das erste mal den Mt. Cook sehen. Am Ende des Sees in weiter Ferne ragte die weisse Spitze empor.

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Der See selber war genauso wie der Lake Tekapo  milchigtuerkis durch das Schmelzen der Gletscher.

Der Tasman Gletscher vor 14000 Jahren…

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und dagegen heute…leider nicht mehr viel uebrig…

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Auf den restlichen 50 km bis zum Mt. Cook und den suedlichen Alpen  hielten wir immer wieder an Lookouts an, da die Southern Alps sich immer mehr naeherten und von km zu km immer schoener wurden.

Es gibt 27 Berge in Neuseeland die ueber 3000m hoch sind, ganze 22 davon stehen im Mt. Cook Nationalpark…

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deutlich schon das Gletschereis auf den Bergen zu erkennen…

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KM: 680 Mt. CookVillage

In dem kleinen Oertchen gab es nur das noetigste, einige Hotels, allesamt sehr teuer, und eine Touristinformation, die jeder erstmal ansteuerte.

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Dort besorgten wir uns gleich mal ein paar Informationen fuer eine Trackingtour am naechsten Tag. Die eigentliche 2 Tagestour die wir geplant hatten, mit  Uebernachtung in einer Huette auf einem Berg, machte uns die Dame von dem Informationscenter gleich zu Nichte. Es war nicht nur im Tal sehr stuermisch, sondern auch auf dem Berg…oder vielleicht gerade da noch mehr…. deshalb rieten sie fuer die naechsten Tage alle Trackings dort ab.

Stattdessen hatten wir uns aber ein paar Alternativen ausgesucht.

Dann stellten wir uns auf einen etwas windgeschuetzten Platz auf einem Campground und legten nach einem leckeren Essen die Beine hoch…

In rot die gefahrene Strecke von  117 km…

Tag 3