Dienstag, 12. April 2011

6. Maerz Auf zu den Mamanucas

 

Am Vortag hatten wir fuer die naechsten Tage eine Tour zu den Mamanuca Islands gebucht. Die Inseln gehoeren zu Fiji und liegen nordwestlich von Nadi.Die  Hauptinsel, die Mamanucas und die Yasawas liegen in einem vorliegenden Great Barrier Reef das ganz Fiji wie ein weisser Ring umgibt.

Hier eine Karte von Fiji…Viti Levu, die Hauptinsel und in Rot habe ich den Weg zu Malolo Island makiert…

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Es sollte also um 10 Uhr los gehen, allerdings wussten wir nicht das in der Nacht die Zeit umgestellt wurde und waren damit eine ganze Stunde zu frueh da. Nur ein paar Meter von unserem Hostel entfernt legte das Boot ab. Es war ein kleines Boot wo nicht mehr als 10 Leute draufpassten. So sassen wir alle etwas gequetscht nebeneinander als es los ging.

Nach  1 1/2 Stunden kamen wir auf  Malolo Island an, unserem ersten Inselstop. Dort wartete bereits einer der Resortangestellten auf uns, begruesste uns mit einem freundlichen “ Bula” und fuehrte uns zu unserem Bungalow, der sich gleich am Strand befand…mit einer riesen Haengematte vor der Tuer Smile

Wir waren doch tatsaechlich die einzigen Gaeste dort, und so warteten alle Angestellten nur auf uns und wir bekamen in null komma nix ein leckeres Essen serviert. Leider begann es kurz nach unserer Ankunft zu regnen, so dass wir den Rest des Tages nichts mehr tun konnten ausser chillen.

Die Bootsanlegestelle…

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Das Funky Fish Resort, nach ein paar Stufen gelangte man zu Kueche und Bar…

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Unser suesser Bungalow…

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Duschen unter freiem Himmel…

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Der traumhafte Ausblick…

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Die Haengematte wurde auch gleich mal genutzt…

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5. Maerz Nadi Town

 

Wie liessen uns gleich von einem der Angestellten in die Stadt fahren ( 10 Min. 8 Fiji $ = 3 Euro). Er setzte uns in der Stadtmitte ab und gab uns eine seiner Visitenkarten. Dann zeigte er uns einen Laden in den wir gehen konnten, die Angestellten kannten ihn und wuerden ihn anrufen wenn wir wieder zurueck wollten.

Kurz bevor wir ausstiegen bekamen wir noch eine Warnung mit auf den Weg. Leute wuerden von Maennern auf der Strasse angesprochen um Touren ” billiger” zu buchen. Touristen seien oft naiv und wuerden darauf hereinfallen. Dabei kassierten diese Leute nur ab, und nachher ist dann nichts mit Tour weil niemand sie abholen wuerde wie vorher versprochen.

Nun, wir waren ja schon einiges aus unserer Asienzeit gewoehnt und waeren sicher vorsichtig.

Kaum war unser Fahrer weg wurden wir von Leuten die irgendwas verkaufen, oder uns in ihre Laeden ziehen wollten, umlagert. Es war wirklich wie in Asien. Die Sonne brannte erbarmungslos auf Kopf und Schultern und man konnte nicht in Ruhe stehen  bleiben um zu ueberlegen wo man hingeht, denn dann hatte man verloren. So hiess es auf keinen Fall Karte oder Reisefuehrer auspacken, nicht stehen bleiben, immer nur kurz gruessen, aber bloss auf kein Gespraech einlassen.

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Dies wurde bei den unertraeglich heissen Temperaturen schnell nervig. Wir liefen einmal die Strasse entlang und gelangten an einen kleinen Gemuesemarkt. Leider war dessen Dach ( eine Plane) nicht fuer grosse Menschen wie uns Europaeer gemacht, so hiess es den ganzen Markt in gebueckter Haltung abzugehen. Die Leute sassen mit ihren Angeboten auf dem Boden und schauten uns sehr verdutzt an. Schnell konnten wir erkennen, dass weit und breit kein anderer Tourist zu sehen war. Da alle schon sehr skeptisch schauten wollten wir nicht noch unsere Kameras auspacken und verzichteten mal auf ein paar Bilder…

Nachdem wir wieder unsere normale Groesse einnehmen konnten sahen wir um die Ecke eine Baeckerei. Dort goennten wir uns ein paar kleine Teilchen und einen Kaffee… und es kostete fast nichts! Kaum war man weg von dem Tourismus war alles so billig. Eine Wasserflasche in unserem Hostel kostete 4 $, hier  bekam man im Supermarkt ein 6er Pack dieser 1,5 Literflaschen fuer den selben Preis. Echt Wahnsinn.

Dann hatten wir auch schnell die Nase voll, und liessen uns wieder abholen.

Zurueck am Hostel feierte gerade die Tochter der Besitzerin ihren 8. Geburtstag. Dabei wurde das ganze Hostel samt Pool von unzaehligen Kindern in Anspruch genommen. Ich weiss nicht was da anstrengender war. Die Kinder oder die Typen in der Stadt Winking smile

Wir versuchten in der  anderen Ecke des Hostels ein wenig zu chillen und nutzten die gute Internetverbindung um mit unserer Familie zu skypen. Doch schnell wurde das unter den Kindern bekannt und alle schwirrten um uns herum. Vorbei mit Ruhe Sad smile

Dann buchten wir fuer die naechsten Tage eine Tour auf die tollen vorgelagerten Inseln.

Irgendwann kehrte dann auch Ruhe ein und fuer uns gab es ein gekuehltes Fijibier und Pasta…super leckere Pasta…yammmiii!!!

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sichtlich groggy nach den letzten Tagen…ja, auch Reisen macht irgendwann muede Winking smile

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Nach dem Abendessen kamen zwei Angestellte zu uns und fragten ob wir gerne Kawa probieren moechten. Kawa ist das traditionelle Getraenk auf Fiji. Zu jeder Besonderheit oder Familienfeier gibt es Kawa. Aber auch bei gesundheitlichen Problemen oder Schlafstoerungen schwoeren sie auf dieses Getraenk. Sie sagten sogar, dass die Menschen von Uebersee das Pulver in Massen importieren wuerden um das Getraenk herzustellen, weil es so gesund sei. Na, wir waren natuerlich neugierig und wollten es nun auch probieren…

Wenige Minuten spaeter kamen sie mit einer Holzschuessel, einem Tuch, dem Pulver und abgekochten Wasser wieder. Das Pulver wird aus dem Holz einer Pfefferpflanze gewonnen und saeckchenweise sogar im Supermarkt verkauft. Es sieht aus wie Dreck…

Dann begannen die beiden mit der Zubereitung. Erst wurde das Pulver in das Tuch gekippt...

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Dann wurde ein wenig heisses Wasser in das Tuch auf das Pulver gekippt und der andere durchmischte mit seiner zweiten Hand das ganze so, dass das Wasser sich durch das Tuch in die Holzschuessel drueckte. Dabei sah es auch aus wie schmutziges Wasser…also nicht sehr einladend…

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Das wurde so lange gemacht bis das ganze Wasser in der Schale war. Dann musste man in die Haende klatschen und bekam eine kleinere Schale von der braunen Fluessigkeit gereicht ( alle tranken aus dieser einen Schale). Wie bereits erwaehnt besteht das Pulver aus einer Pfefferpflanze und hat eine muskelrelaxierende Wirkung ( deshalb auch gut zum Schlafen) . Kaum hatte ich den ersten Schluck genommen verzog ich das Gesicht…es sah nicht nur aus wie schmutziges Wasser, nein es schmeckte auch so. Nach nur wenigen Sekunden setzte auch seine Wirkung ein, Zunge und Rachen begannen sich ganz rauh und taub anzufuehlen…so wie bei der Betaeubung beim Zahnarzt.

Stefan nahm auch nur einen kleinen Schluck und ekelte sich offensichtlich. Da es aber als Beleidigung angesehen wird wenn man das Getraenk ablehnt oder die Schale nicht leer macht, musste ich nochmal einen riesen Schluck nehmen um das bloede Ding noch leer zu machen….uuuuaaahhhhhh war das eklig. Man haette mir  danach ohne Betaeubung meine Rachenmandeln entfernen koennen ohne das ich was gemerkt haette…..

Wir bedankten uns und machten uns schnell aus dem Staub. Wir wollten schliesslich noch die Wirkung auf unseren Schlaf testen Smile

Die kleinen Echsen sahen wir schon die ersten Tage in Asien, kaum wird es dunkel kommen sie aus ihren Verstecken, setzen sich an die Waende nah an Lampen…sie warten auf Insekten, die ans Licht fliegen und fressen sie. Die Echsen machen merkwuerdige Geraeusche, die wir erst mal zuordnen mussten. Aber inzwischen freuen wir uns immer wenn wir sie sehen, denn das bedeutet weniger Fliegen und Mosquitos Smile

 

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Mal eine Karte von den Fijiinseln…  Viti Levu ist die Hauptinsel und westlich befindet sich Nadi, da wo wir uns gerade befanden…

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Donnerstag, 31. März 2011

4. Maerz Auf nach Fiji

 

Nach der ganzen Aufregung vom Vorabend hatten wir bis um 3 Uhr  als unser Wecker klingelte nicht wirklich die Augen zumachen koennen. Wir machten uns auf den Weg zum Flughafenshuttle und waren innerhalb von 30 Minuten am International Airport.

Nach einem angenehmen 2 h und 40 min Flug landeten wir in Nadi, auf der Hauptinsel von Fiji.

BULA!!!!! = Hallo

Als wir unser Gepaeck abgeholt hatten und auf dem Weg nach draussen waren standen dort vier Fijianer in Rock und Blumenkette und sangen uns ein Willkommenslied auf Fijianisch Smile und riefen laut Bula…echt cool… vermittelte gleich das Gefuehl  von Urlaub…leider hatten wir unsere Kameras ganz unten in der Tasche…

Unser Shuttle zum Hostel liess nicht lange auf sich warten, in null komma nichts sassen wir in einem kleinen Minibus der so verrostet war, dass man eigentlich nicht mehr erwartete, dass er auch nur einen Meter weit fuhr. Der Fahrer  war sehr redselig und ueberhaupt machten alle gleich einen sehr gastfreundlichen Eindruck.

Die Fahrt fuehrte uns vorbei an kleinen Bretterhaeusern mit Wellblechdaechern…schnell wurde uns bewusst, dass wir uns nun  wieder in einem etwas aermeren  Land befanden…abgesehen von den Reichen die hier und da eine dicke Villa mit hohen Zaun  stehen hatten.

An dem Hostel wurden wir auch gleich sehr herzlich mit einem Bula empfangen und in unseren  Holzbungalow gebracht, der uns wie alles andere drum herum sehr an die Zeit in Asien erinnerte Smile …

Die Anlage war sehr schoen, einige Holzbungalows und in der Mitte die Rezeption, Kueche und ein grosser Pool…

Wir chillten erst mal eine Weile am Pool, denn das feucht heisse (ueber 30 Grad) Klima waren wir nicht mehr gewoehnt. Der Strand liess leider auch zu wuenschen uebrig, so dass wir den Rest des Tages einfach mal nichts taten.

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Der tolle Pool…

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Unser Bungalow…

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Die Strasse von unserem Hostel zum Strand…

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Der nicht so schoene Strand…

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Mittwoch, 30. März 2011

3. Maerz Letzter Tag in Neuseeland

 

Es war soweit, der letzte Tag in Neuseeland war gekommen. Wir wurden schon ein wenig traurig denn waren doch die letzten 5 Wochen mit die schoensten in all den Monaten. Neuseeland ist einfach nur traumhaft und koennen wir jedem nur weiter empfehlen.

Wir haben Orte gesehen die waren schoener als in unseren schoensten Vorstellungen. Wir waren in Bergen die so gruen waren wie wir Berge noch nie gesehen haben, waren  in Alpen mit den letzten noch wachsenden Gletschern der Erde, waren am suedlichsten sowie am noerdlichsten Punkt, waren an weissen traumhaften Sandstraenden mit tuerkisfarbenden Meer und an Sandduenen, die hoeher waren als manche Berge,  waren an Vulkanen, deren Krater und Geysiere, haben die unterschiedlichsten Tiere, sogar Pinguine hautnah erlebt und haben auf unserer Reise tolle Menschen und Kulturen kennengelernt!!! Nichts als Fussabdruecke im Sand hinterlassen, aber dafuer all diese tollen Erinnerungen in unseren Koepfen mitgenommen Smile

Nachdem wir unser Gepaeck  bereits in dem vorab gebuchten Hostel abgegeben hatten, brachten wir nun auch noch den Camper schweren Herzens zurueck…allerdings mit der Vorfreude, die naechsten Naechte wieder auf einer richtigen Matratze schlafen zu koennen…

Unsere Strassenkarten schenkten wir um noch eine gute Tat zu vollbringen einem aelteren Ehepaar, die gerade erst ihre Reise antraten. Sie freuten sich riesig und wir verliessen mit einem guten Gefuehl und einem Laecheln auf den Lippen das Buero der Autofirma.

Um uns das Geld fuer Taxi oder Bus zu sparen liefen wir den ganzen Weg durch die gesamte  Stadt bis zu unserem Hostel zu Fuss. Dementsprechend muede und k.o. waren wir als wir dieses erreichten…wir holten uns noch etwas zu essen und gammelten den Rest des Tages im Hostel herum…

Am Abend um 22 Uhr nutzte ich unsere letzten Dollars auf dem Telefon um eine Freundin in Deutschland anzurufen. Um Stefan nicht zu wecken ( er war bereits muede in das sehnlichst erwartete Bett gefallen) ging ich nach draussen ins Treppenhaus.

Als ich so da sass und mit meiner Freundin quatschte ging neben mir ploetzlich eine unertraeglich laute Sirene los, so laut, dass es schon in den Ohren weh tat. Ich erschrak mich total und als wuerde das nicht reichen wurden alle Tueren um mich herum geschlossen. Mich durchfuhr ein Hauch von Panik denn ich dachte, dass ich weder nach draussen noch zurueck ins Zimmer kommen wuerde. Dabei war es bloss die Tuer, die zum Feuerschutz zufiel und jetzt ein wenig klemmte. Voellig aufgeregt stand ich also in unserem Schlafzimmer wo Stefan kerzengerade im Bett sass und nicht wusste was los war.

Es war Feueralarm, ich vermutete, dass einer der Jungs versucht hatte im Zimmer zu rauchen, als wir allerdings mit allen anderen langsam das Haus verliessen roch es doch schon etwas verdaechtig.

So standen wir zwischen unzaehligen anderen Backpackern in Schlafanzug mitten an der dicht befahrenen Hauptstrasse. Die Feuerwehr liess nicht mehr lange auf sich warten und rueckte mit 2 grossen Einsatzfahrzeugen und einem ohrenbetaeubenden Laerm an.

Nachdem sie den Alarm erst einmal ausgestellt und die Ursache ( ein Schmorbrand) gefunden hatten durften wir alle wieder auf unsere Zimmer…es dauerte allerdings bei dem einen oder anderen etwas laenger bis an Schlaf zu denken war Smile und in 4 Stunden wuerde unser Wecker klingeln, da wir um 4:30 den Bus zum Flughafen kriegen mussten. Sad smile

Bilanz:

->Wir sind  in 5 Wochen 7326 km gefahren = 900 Euro Sprit

-> haben fuer 12 Uebernachtungen auf Campingplaetzen  180 Euro gezahlt

-> haben aber dafuer fuer 22 Naechte nichts bezahlt und eine Menge Geld gespart