Tat das gut am Morgen nochmal ausgiebig duschen zu koennen…
wie sehr wir uns doch schon auf die Kleinigkeiten des Lebens freuen konnten. War es doch in Deutschland eine Selbstverstaendlichkeit.
Leider hing der Himmel immer noch und somit auch der Vulkan voller grauer Wolken.
Trotzdem machten wir uns auf den Weg. Es gibt 3 Strassen auf denen man zu dem Berg gelangt.
KM:4550 North Egmont
Der 2518 m hohe Vulkan Mt. Taranaki ist einer der groessten Vulkane auf der Nordinsel. Neben ihm stehen noch 2 kleinere. Waehrend er von den Maoris Mt. Taranaki genannt wird, traegt er noch den Namen Mt. Egmont. Er gehoert ausserdem zu den juengsten Vulkanen und ist das letzte mal vor 350 Jahren ausgebrochen. Experten behaupten, dass die naechste Eroption laengst ueberfaellig sei. Da hatte man doch gleich ein gute Gefuehl sich an einem riesen Vulkan zu befinden, der laengst wieder ausbrechen sollte ![]()
Bereits ueber 60 Leute kamen auf dem Vulkan ums Leben, weil sie ihn sowie das Wetter unterschaetzten. Ein paar Jugendliche, nicht sehr dick bekleidet machten sich vor ein paar Jahren mit einem kleinen Zelt auf den Weg. Doch innerhalb kuerzester Zeit wechselte das Wetter und ein Sturm kam auf. Zudem kamen sie noch vom Weg ab. Einer der Jungs hatte ausser einem Wollpulli und einer langen Hose nichts dabei und fing an zu frieren…es wurde immer kaelter und nasser. Dann wurde der Junge muede, da sein Koerper bereits voellig unterkuehlt war. So entschieden sich 2 der Jungs zurueck zu gehen um Hilfe zu holen waehrend die anderen bei dem Jungen blieben um ihn wach zu halten. Die Jungs schafften es nach einigen Stunden zurueck zu finden und Hilfe zu holen. Alle wurden gerettet und der Junge ins Krankenhaus gebracht. Leider starb er weniger als 4 Stunden spaeter an Hypothermie (Unterkuehlung).
Wie man sieht ist das Wetter dort durch die Winde die vom Meer her kommen unberechenbar. So kann es jetzt warm und sonnig sein und in kuerzester Zeit faengt es an zu schneien…
Wir fuhren also ueber die noerdliche Seite auf den Berg bis zu einem Parkplatz, wo sich auch eine Information befand. Wir fragten nach einem schoenen Wanderweg und machten uns auf den Weg.
Wir liefen den 2 stuendigen Veronika Loop Walk, wovon die Haelfte aus Treppen steil den Berg hinauf fuehrte. Leider war Dank den Wolken nichts zu sehen. Nicht mal fuer einen kurzen Moment sahen wir auf die Spitze.
Eine suesse kleine Maus und so ueberhaupt nicht aengstlich…
Keine Chance auf die Spitze…
Etwas genervt fuhren wir zu der anderen Seite des Vulkans in der Hoffnung dort mehr zu sehen
KM: 4610 East Egmont
Die Strasse fuehrte uns bereits sehr hoch, aber leider aenderte sich nichts an dem Bild…wir sahen nichts ausser schwarze Wolken.
So hatten wir keine Lust mehr auf eine Wanderung und fuhren weiter…
KM:4630 Stratford
In diesem kleinen Ort hiess es nochmal alles einkaufen und voll tanken, da es fuer die naechsten Kilometer weder Tankstelle noch Supermarkt gab.
The Forgotten World HWY:
Gleich hinter Stratford begann der 150 km lange Forgotten World Highway…warum der so heisst, merkt man recht schnell. Die Strasse fuehrt durch die gruenen Berge, durch ausgestorbene Orte. Hin und wieder sieht man mal ein kleines Haus und das wars. Allerdings bedeutet das nicht das die Fahrt langweilig war, im Gegenteil, man hatte mit all den gruenen Huegeln immer das Gefuehl sich im Hobbitland zu befinden und jeder Bergsattel den wir ueberquerten oeffnette wieder einen neuen tollen Ausblick.
Immer wieder konnten wir nochmal zurueck auf den Mt. Taranaki sehen, der aber leider immer noch in Wolken hing…
Nach ein paar km gelangten wir an einen Tunnel der 1900 erbaut wurde und es ein Abenteuer war hindurch zu fahren…
KM: 4701 Whangamomona
Whangamomona ist ein kleiner Ort, der aus Protest zur Verwaltungsreform der Regierung, in der die Gemeinde je zur Hälfte zwei unterschiedlichen Verwaltungsregionen zugeordnet wurde, 1989 seine Unabhängigkeit ausrief und sich zur eigenstaendigen Republik erklaerte.
Das Whangamomona Hotel wurde 1902 als Gaststätte eröffnet und wurde im Jahre 1911 restauriert, nachdem es 1910 durch ein Feuer zerstoert wurde . Durch den Ausbruch der Spanischen Grippe im Jahre 1918 wurde das Hotel ein Jahr später für die Region als Krankenhaus genutzt. 1975, durch den Bevölkerungsschwund verursacht, wurde der Hotelbetrieb eingestellt.Das Gebäude wurde von da an nur noch als Gaststätte mit Veranstaltungslokal für die Region genutzt. 1984 wurde das Hotel wieder in Betrieb genommen, seit 1989 gilt es als Zentrum der "Rebellion" gegen die Regierung in Wellington.
Die alte Post…
Die alte Fleischerei…
Es gibt Stimmen, die bezeichnen den Ort heute als Geisterstadt, aber alle zwei Jahre kommen mehrere tausend "Bürger der Republik" zusammen und zelebrieren die Unabhängigkeitserklärung von 1989 mit einem Volksfest. In den dazwischen liegenden 729 Tagen kommen Touristen in den kleinen Ort, bleiben für ein paar Fotos und machen sich weiter auf den Weg des Forgotten World Highways. Das Hotel jedenfalls stellt auch heute noch den zentralen Mittelpunkt des Ortes dar und den Ort des "Widerstandes gegen die Obrigkeiten".
KM:4714 Tahora Saddle
Wir suchten bereits seit Ewigkeiten nach einem Stellplatz fuer die Nacht. Als wir ueber die Berge fuhren war mitten auf der Spitze ein Aussichtspunkt mit einer kleinen Haltebucht. Dort entschlossen wir ueber Nacht zu bleiben.Wir hatten eine super Aussicht ueber die gruenen Berge in alle Richtungen…
Wir lagen im Auto mit einem phantastischem Ausblick…
In Blau die gefahrene Strecke von 204 km…
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