Als wir aufwachten sahen wir nichts, denn alles war voller Wolken und Nebel. Somit waren die restlichen km des Forgotten World Hwy’s nicht mehr ganz so spektakulaer…
KM: 4786 Taumarunui
Nach den langen km ohne eine Menschenseele war das erste was wir sahen ein Mc Donald’s ![]()
KM: 4850 Mt. Ruapehu Owikau Village
Nach einigem Gekurve waren wir auf dem hoechsten Vulkan in Neuseeland, dem Mt. Ruapehu mit seinen 2797 m.
Als wir allerdings dort ankamen erwartete uns nichts anderes ausser Wolken!!!! Sch…. Wolken!!!!
Wir hielten erst mal an der Touristeninformation um zu sehen was sie fuer ein Wetter meldeten.
Ein Kiwi…bekommt man leider nur im Dunkeln zu sehen…
Das Possum…finden die meisten Touristen, ich zaehle mich auch dazu, als suess. Allerdings sehen die Neuseelaender das nicht so, fuer sie sind die Possums eine riesen Plage…sie uebertragen Krankheiten und auch Tuberkulose. Sie fressen am liebsten Vogeleier, was zur Folge hat, dass bereits viele Vogelarten ausgestorben sind und viele vom Aussterben bedroht sind. Die Neuseelaender sind verzweifelt, denn trotz den vielen Fallen die ueberall aufgestellt wurden, scheint das Problem nicht besser zu werden. Man muss aber auch dazu sagen, dass Katzen und Ratten die von den ersten Europaeern auf die Inseln geschleppt wurden ihr weiteres dazutun. So wird es in den naechsten Jahren immer weniger Vogelarten geben…
Dort oben gab es eine Station mit Skiverleih und einen Skilift, da der Vulkan im Winter ein beliebtes Skigebiet ist. Nun konnte man auch mit dem Lift bis fast an die Spitze fahren, aber was haette es gebracht, denn ausser Wolken haetten wir auch da nichts gesehen…
Als es dann auch noch anfing zu troepfeln fuhren wir erst mal weiter in den naechsten Ort.
KM: Turangi
Der kleine Ort wurde auch Forellenstadt genannt, da sie an einem grossen See lag, der vor Forellen nur so wimmelte. Gegen eine Gebuehr durfte man dort auch angeln.
Etwas ausserhalb befanden sich die Hot Pools, wo sich viele Leute nach einem anstrengenden Tag ein Schlammbad goennten.
Nebendran gab es einen Pfad, der an Wasser und Schlammgeysieren vorbei fuehrte. Wir liefen dort entlang und waren voellig beeindruckt wie es ueberall blubberte und qualmte. Die Wasserloecher sind zum Teil sehr tief und von lauwarm bis kochend heiss…
Am witzigsten war der blubbernde Matsch, sah aus wie heisse Schokolade…
Wir fanden es sehr interessant zu sehen wie es dort ueberall in der gegend qualmte. Uns war es auch nicht klar wie dort Menschen ihre Haeuser zwischen den ganzen Geysieren haben konnten. Immerhin bedeutete es, dass wir uns auf einer aktiven Vulkanlandschaft befanden.
Tiere, zb. Pferde liefen auch nicht frei auf der Wiese umher, sondern waren alle an einer recht kurzen Leine festgebunden…
Langsam ging die Sonne unter…dass war unsere Chance, denn abends und frueh morgens war die Chance am hoechsten den Vulkan ohne Wolken zu sehen.
Wir fuhren also ein Stueck zurueck zu einer Stelle, von wo aus wir den perfektesten Ausblick auf den Mt. Ruapehu und den daneben stehenden, zwar etwas kleineren, aber dafuer viel schoeneren Vulkan Mt.Tongariro hatten.
Mt. Ruapehu mit schwarzen Wolken…
Mt.Tongariro in Wolken…
Wir warteten eine Weile, aber nichts…im Gegenteil, es schienen noch mehr Wolken zu werden…also entschieden wir uns dafuer, einen Schlafplatz zu suchen. Als ich allerdings das Auto starten wollte, tat sich gar nichts mehr…noch nicht mal ein Mucks…ich Depp hatte doch tatsaechlich vergessen das Licht auszumachen.
Wie gut, dass wir gleich an dem Highway standen und immer noch einigeAutos vorbei fuhren. Wir winkten ein paar vorbei fahrenden Autos, das erste fuhr einfach weiter, in dem zweiten sass eine Frau die laechelnd zurueck winkte, aber das dritte Auto hielt dann auch schon an. Allerdings machte dies solche Geraeusche als wuerde es jeden Moment auseinanderfallen ![]()
In dem Auto sassen ein schon etwas aelteres Ehepaar mit ihrem Sohn der auch schon ueber 18 zu sein schien.
Der Mann packte sein Starterkabel aus, dass aber an den Kontakten gleich auseinander fiel…irgendwie schien das nicht ganz unser Tag zu sein…
Aber der Mann wusste sich zu helfen, packte einige Werkzeuge aus und fing an das Kabel zu reparieren. Siehe da, nach ein paar Minuten war alles wieder ganz und unser Motor lief…
Wir fuhren ein gutes Stueck den Highway entlang damit sich die Batterie neu aufladen konnte und parkten dann ueber Nacht auf einem schoenen Rastplatz…
In Blau die zurueckgelegte Strecke von 253 km…
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